Bahlsen-Keks mit roter Schleife auf Statue aufgetaucht

Möglicherweise ist das Wahrzeichen der Firma Bahlsen wieder aufgetaucht. Ein Bekennerbrief des "Krümelmonsters" kündigte die Rückgabe gestern an.

Das Keks wird untersucht. Ist es das Wahrzeichen der Firma Bahlsen?
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Das Keks wird untersucht. Ist es das Wahrzeichen der Firma Bahlsen?
Das Keks wird untersucht. Ist es das Wahrzeichen der Firma Bahlsen? – (c) EPA (Jochen Luebke)

Das Keks ist wohl wieder da, doch der "Krümelmonster"-Krimi geht weiter: Am Sachsenross vor der Leibniz Uni in Hannover ist ein goldener Keks entdeckt worden. Die Polizei untersuchte am Dienstag, ob es sich tatsächlich um das entwendete Kunstwerk der Firma Bahlsen handelt. Die Echtheit werde geprüft, sagte ein Polizeisprecher am Vormittag.

Das 100 Jahre alte Kunstwerk war Mitte Jänner vom Firmenstammhaus verschwunden. Danach ging bei Bahlsen und bei einer Zeitung ein mit "Krümelmonster" unterzeichneter Erpresserbrief auf. Am Montag hatte der mutmaßliche Dieb in einem zweiten Schreiben angekündigt, er werde das Keks zurückgeben.

 

Schaulustige bei Keks-Bergung

Zahlreiche Schaulustige beobachteten in der Früh, wie Polizei und Feuerwehr mit einer Leiter das mit einer roten Schleife verziertes Keks aus rund fünf Meter Höhe vom Denkmal abnahmen. Der Kriminaltechniker trug dabei Handschuhe und Mundschutz.

Die Beamten ermitteln wegen des Verdachts der versuchten Erpressung. Bisher ist völlig unklar, wer hinter dem Keks-Diebstahl steckt. Der Fundort legt nun nahe, es könnte sich um einen Studentenstreich handeln.

 

Spende versprochen

Von Bahlsen gab es zunächst keine Stellungnahme. Unternehmenschef Werner M. Bahlsen hatte eine Spende von 52.000 Kekspackungen versprochen, sollte das vergoldete Leibniz-Keks wieder auftauchen. Anhand des Gewichts und des Materials wollen die Ermittler nun herausfinden, ob das Fundstück tatsächlich das Original-Keks ist. "Ich hoffe, dass wir heute ein Ergebnis bekommen", sagte der Polizeisprecher.

Spätestens seit sich das angebliche Krümelmonster eingeschaltet hat, sorgte der Keks-Krimi von Hannover auch international für Schlagzeilen. Dem ersten Bekennerbrief lag ein Foto bei. Es zeigt eine Person in einer Art Krümelmonster-Kostüm, die in ein riesiges goldenes Keks beißt.

Der angebliche "Sesamstraßen"-Bewohner forderte in dem Schreiben von Bahlsen, ein Kinderkrankenhaus mit Vollmilch-Keksen zu versorgen sowie 1000 Euro an ein Tierheim zu spenden. Firmenchef Werner M. Bahlsen hatte danach erklärt: "Wir lassen uns nicht erpressen."

 

(APA/dpa)

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