26.05.2012 03:48 | Meine Presse Merkliste 0

Großbritannien: Lesbisches Paar will Alimente von Samenspender

04.12.2007 | 16:53 |   (DiePresse.com)

Der Spender habe - entgegen einer Abmachnung - auch die "Vaterrolle gespielt", sagt die Mutter. Die britische Gesetzgebung befreit nur anonyme Spender von finanziellen Verpflichtungen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Ein Brite, der einem lesbischen Paar mit einer Samenspende zu einem Kind verholfen hatte, soll Alimente zahlen. Der 37-jährige Andy Bathie machte geltend, er habe vor fünf Jahren bei seiner Spende von dem Paar Sharon und Terri Arnold die Zusicherung erhalten, er gehe keinerlei emotionale oder finanzielle Verpflichtung ein. Terri Arnold hielt dem am Dienstag in einem Fernsehinterview entgegen, Bathie habe selbst seine Meinung geändert und sich an der Erziehung des Kindes beteiligt.

"Vaterrolle gespielt"

"Er hat zwei Jahre lang die Vaterrolle für meine Tochter gespielt", sagte Arnold, die von ihrer Partnerin mittlerweile getrennt ist, dem Sender GMTV. Ausgangspunkt des Streits ist die britische Gesetzgebung, die nur anonyme Samenspender in beglaubigten Fruchtbarkeitskliniken von Zahlungen befreit.

Spender fühlt sich ungerecht behandelt

"Männer, die auf irgendeine andere Weise ihre Spermien spenden, sind legal gesehen der Vater der Kinder mit allen Verantwortlichkeiten, die dazugehören", sagte ein Sprecher der Behörde für Befruchtung und Embryologie.

Bathies Samenspende war eine private Abmachung. Dennoch fühlt der 37-Jährige sich ungerecht behandelt. "Ich habe ja gar keine bösen Absichten, ich verstehe nur wirklich nicht, warum ich für das Kind eines anderen Paares bezahlen soll." (APA/Red.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

5 Kommentare
Gast: Zweifler
20.12.2007 14:06
0 0

Ist zwar schon lang her aber....

Hintergrund der "Alimenteforderung" ist eben die TRENNUNG der beiden "Muetter". Terri Arnold wurde von ihrer Partnerin verlassen. Sharon, die mit dem Kind keine "biologische" Verbindung hat, aber eben auch "Eltern" spielen wollte, weigert sich, zu zahlen - d.h. Sie "putzt sich ab", da sie weder mit ihrer frueheren Partnerin noch ihrem "Kind" zu tun haben will. Nun wird eben der "gute Depp" Andie belangt und aus der Tatsache, dass er gelegentlich als Babysitter fungiert hat und Interesse an seinem biologischen Kind gezeigt hat, wird ihm nun ein Strick gedreht. Caveat donor.... kann man da nur sagen. Wenn man schon dafuer ist, dass gleichgeschlechtliche Paare das RECHT haben "Eltern" spielen koennen, dann soll das Gesetz gefaelligst dafuer sorgen, dass nur "technisch" beteiligte Dritte nicht belangt werden koennen. Aber wenn es um VEPFLICHTUNGEN geht, hoert sich dann auf einmal der Wunsch nach "Gleichheit" auf.

Gast: Gast
09.12.2007 12:27
0 0

tempores mutantur

Die Zeit ist eine andere! Unser juristischer Elternbegriff stammt aus einer Zeit in der Fortpflanzung mit heterosexueller Betätigung zwingend verbunden war. Das hat sich geändert. Der Staat sollte endlich aufhören lächerliche an Obsession grenzende jüdisch-christliche soziale Phantasievorstellungen zu erzwingen zu versuchen und sich auf die Wahrnehmung der Interessen der Kinder (geboren und ungeboren?) zu beschränken. Wer auch immer an der Zeugung eines Menschen beteiligt ist, also mit der Manipulation des Verschmelzungsvorganges von Ei- und Samenzelle, sollte in Solidarhaftung gegenüber dem Kind treten müssen. Unausschließbar und unbeschränkbar! Jeder Arzt, jede Krankenschwester, jeder Händler, Makler, etc. Das Kind soll jederzeit das Recht haben alle oder nach Belieben einzelne seiner Produzenten für die Durchsetzung seines körperlichen und geistigen Wohles in Anspruch zu nehmen. Auf gut Deutsch: Alle sollen brennen wie die Luster!

Knieriem
05.12.2007 21:10
0 0

Dummheit gehört bestraft!

So viel Blödheit gehört ja bestraft! Die haben ihn ganz schön, wie man bei uns sagt "reingelassen"!

Antworten richard
07.12.2007 10:47
0 0

Re: Dummheit gehört bestraft!

Da sie Lesben sind, bezweifle ich, daß sie ihn ganz schön "reingelassen" haben:):)

Re: Dummheit gehört bestraft!

Vielleicht war der Kerl dumm, aber warum darf man die beiden Frauen nicht kritisieren? Die beiden halten sich nicht im geringsten an eine zwischenmenschliche Abmachung, betrügen den Mann also auf übelste.
Betrügt ein Mann eine Frau, dann wird er moralisch kritisiert, dann ist er "das Schwein". Betrügt eine Frau jedoch einen Mann, so wird wieder der Mann kritisiert, dann ist er "der Idiot", von der Frau wird hingegen kein moralisch sauberes Verhalten eingefordert. Frauen sind gegen Kritik immun und dürfen aufführen, was sie wollen. Unsere Gesellschaft hat ein Problem, solange Frauen unantastbar auf ihrem Sockel stehen.