Um einen Staudamm zu reparieren, hat der staatliche kroatische Stromversorger Hrvatska elektroprivreda (HEP) 20 Millionen Kubikmeter Lehmerde abgetragen. Das Problem dabei: Der Konzern bediente sich einfach auf einem privaten Grundstück.
Ante Susnjara, der betroffene Grundstücksbesitzer, wollte diese Materialbeschaffung in bester sozialistischer Manier nicht hinnehmen und klagte. Vor Gericht bekam er nun recht. Nach dem Urteil in erster Instanz muss der Konzern dem Privatmann nun die bisher größte Entschädigung in der Geschichte Kroatiens zahlen - 280 Millionen Kuna, was umgerechnet rund 37 Millionen Euro entspricht. Das berichtet die Zagreber Zeitung "24sata" am Mittwoch.
Falls das Urteil rechtskräftig wird, dürfte der Verlust der Lehmerde für den Susnjara zu verschmerzen sein: Laut Bericht könnte der Kroate dank der Entschädigungssumme unter die 50 reichsten Bürger des Landes aufsteigen. (Ag./red.)
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