Zwei Schweizer Bauern aus dem Thurgau dachten beim illegalen Anbau von Marihuana in zu großen Dimensionen: Die Polizei entdeckte ein Feld mit Hilfe des Online-Geoinformationsdienstes Google Earth. Die Landwirte werden mit 14 weiteren Personen angeklagt, die tonnenweise Haschisch und Marihuana vertrieben haben.
Neun Schweizer, vier Holländer türkisch-kurdischer Herkunft, zwei Serben und ein Italiener werden wegen Handels mit 1,5 bis zwei Tonnen Haschisch sowie bis zu fünf Tonnen Marihuana vor Gericht gestellt, wie die Zürcher Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mitteilten. 1,5 bis zwei Tonnen Haschisch sowie 1,5 Tonnen Marihuana sollen sie zwischen 2004 und Anfang 2008 in die Schweiz eingeführt habe, weitere zwei bis 3,5 Tonnen Marihuana wurden von den beiden Bauern in der Schweiz hergestellt.
Hanffeld in Maisfeld eingebettet
Auf die Spur der Bande kam die Kantonspolizei Zürich im Frühjahr 2007 dank eines Hinweises der Neuenburger Kantonspolizei, wonach ein im Kanton Zürich wohnender 40-jähriger Schweizer größere Mengen Marihuana in die Westschweiz lieferte. Der Mann wurde im Dezember 2007 verhaftet. Er gab den Weiterverkauf von mehreren hundert Kilogramm Haschisch und Marihuana zu. Lieferanten des Haschischs waren laut seinen Aussagen Angehörige einer Gruppe von Türken, die zum Teil die holländische Staatsbürgerschaft besitzen. Mitte Jänner 2008 wurden die Drogenlieferanten im Zuge eines Treffens verhaftet.
Ein Teil des Marihuanas stammte von zwei Thurgauer Bauern im Alter von 48 und 42 Jahren. Auf eines ihrer Marihuanafelder stieß die Polizei, als sie den Sitz der Bauern mit Google Earth ausfindig machen wollte. Sie entdeckte dabei gut sichtbar das 150 Meter lange und 50 Meter breite Hanffeld, das getarnt innerhalb eines größeren Maisfeldes angelegt war.
(Ag.)
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