Wien: Verschrottungsprämie für ungesunde Vibratoren

Die Weichmacher in älteren Jelly-Vibratoren stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt des Menschen zu beeinflussen. Ein Wiener Erotik-Geschäft bietet nun Geld beim Umtausch des Sexspielzeugs an.

Symbolbild Vibrator
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Symbolbild Vibrator
(c) Reuters (© Lucas Jackson) / Reuters)

Ein Sexspielzeug als Gesundheitsgefahr: Im Weich-PVC von Vibratoren sind Phthalate enthalten, die im Verdacht stehen, in den Hormonhaushalt des Menschen einzugreifen und Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes auszulösen. Ein Wiener Erotikgeschäft bietet nun den Umtausch sogenannter Jelly-Vibratoren, die Phthalate enthalten, an und verspricht dafür verspricht dafür eine "Verschrottungsprämie" in der Höhe von 15 bis 30 Euro. Das Angebot gilt bis Ende Juni, "bei großer Nachfrage werden wir es sicherlich verlängern", sagt Ingrid Mack, die Geschäftsführerin des "Liebenswert" und des "Condomi".

"Wir wollen die Konsumenten informieren und sensibilisieren, und aufzeigen, dass auch zum Teil heute noch Vibratoren am Markt sind, die ein gesundheitliches Risiko in sich bergen", so Mack. Eingetauscht werden Vibratoren aus Jelly-Materialien. Dafür bekommt der Kunde Vibratoren, die ausschließlich aus medizinischem Silikon bestehen.

"Jelly-Vibratoren galten vor einiger Zeit als das Novum schlechthin und waren in den derzeitigen Sexshops ob ihrer weichen, biegbaren und soften Konsistenz der Renner", erklärte Mack. Phthalate können bei der Benutzung des Vibrators durch die Schleimhäute aufgenommen werden. Während die meisten Verbindungen etwa in Kinderspielzeug verboten sind, fehlen für Sexspielzeug entsprechende Regelungen.

(APA/Red.)

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