Das Londoner Verteidigungsministerium hat die zentrale Ufo-Meldestelle nach eigenen Angaben vom Freitag zugesperrt. Der letzte verbliebene Mitarbeiter wurde in eine andere Abteilung versetzt, die Hotline abgeschaltet. Dadurch spart das Ministerium jedes Jahr rund 44.000 britische Pfund (rund 50.000 Euro).
Ein halbes Jahrhundert haben die Ufo-Ermittler nach Ministeriumsangaben 11.000 Berichte über seltsame Himmelsobjekte gesammelt. Zum Ende stellten die Experten nun fest: "Das Verteidigungsministerium hat keine Meinung über die Existenz oder das Leben von Außerirdischen. Jedoch gab es in mehr als 50 Jahren nach keinem Ufo-Bericht einen Beweis auf eine mögliche Bedrohung für das Vereinigte Königreich."
Mehr Hinweise in jüngster Zeit
Das Ministerium habe keine speziellen Möglichkeiten, um solche "unidentifizierten Flug-Objekte", kurz Ufo, genau zu bestimmen. Für die Verteidigung des Landes habe diese Meldestelle damit keinen Nutzen - und wäre eine Vergeudung militärischer Ressourcen, die etwa in Afghanistan gebraucht würden.
Dabei gab es erst im vergangenen Jahr einen überraschend starken Anstieg bei der Zahl der Hinweise besorgter Bürger. 26 Seiten lang ist der Bericht. In den Vorjahren passten Einträge wie "ein blauer Lichtball" oder "etwas sehr Seltsames" noch auf zwei Seiten.
(Ag.)

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