Freitag, der 13. gilt einigen Menschen als Unglückstag. Ein Ursprung für die Furcht liegt wahrscheinlich im Christentum. Bereits in der Bibel ist der Tag negativ besetzt. So sollen Adam und Eva am Freitag in den verbotenen Apfel gebissen und so die Sünde in die Welt gebracht haben. Jesus wurde am Karfreitag gekreuzigt. Auch die Zahl 13 kommt schlecht weg: Beim letzten Abendmahl saßen 13 Menschen um den Tisch - der 13. war der Verräter Judas.
Dass Menschen Angst vor der Kombination aus Tag und Zahl haben, ist allerdings ein Phänomen des 20. Jahrhunderts. Erst in den 1950er Jahren soll die negative Kombination aufgetaucht sein.
Drei "Unglückstage" in diesem Jahr
Pro Jahr gibt es mindestens ein- und höchstens dreimal einen Freitag, den 13. In diesem Jahr haben die Monate Jänner, April und Juli einen solchen "Unglückstag". Dies ist in allen Schaltjahren der Fall, die an einem Sonntag beginnen. Ebenfalls drei dieser besonderen Freitage gibt es, wenn ein "normales" Jahr an einem Donnerstag beginnt. Dann haben die Monate Februar, März und November einen Freitag, den 13. Das war zuletzt 2009 der Fall. Das nächste Jahr mit drei "Unglückstagen" wird 2015 sein.
Die Zahl 13 hat eine besondere Bedeutung, weil sie das geschlossene Zwölfersystem überschreitet. Als Primzahl ist sie nur durch eins und sich selbst teilbar. Da viele Menschen mit der Zahl Unglück und Gefahr verbinden, verzichten manche Hotels auf die Zimmernummer 13. Einige Fluggesellschaften führen keine 13. Sitzreihe in ihren Maschinen.
Freitag der 13. "besonders sicher"
Nach einer Untersuchung der deutschen Techniker Krankenkasse (TK) ist ein Freitag am 13. eines Monats nicht gefährlicher als jeder andere Freitag. Dies zeige die Auswertung der Unfallstatistik der vergangenen drei Jahre.
"Am Freitag, den 13., registrierten wir deutschlandweit im Schnitt 1430 Unfälle, das sind sechs weniger als an den anderen Freitagen", so TK-Sprecherin Nicole Battenfeld. Ein Grund für die geringere Zahl sei, dass viele Menschen an diesem Datum besonders vorsichtig seien.
"Vermutlich ist bei vielen Menschen am Freitag, den 13., die Aufmerksamkeit derartig erhöht, dass sich jegliche Abweichung vom Normalen ins Gedächtnis brennt", sagte Battenfeld. Dadurch komme es zu weniger Unfällen als an anderen Freitagen.
(Ag.)
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