19.06.2013 07:22 Merkliste 0

London zwingt Erwerbslose zur Gratisarbeit

25.06.2012 | 18:41 |   (Die Presse)

Die britische Regierung erweitert ihr Programm für Arbeitslose und drängt 70.000 Menschen zu unbezahlten Praktika. Das Projekt stößt auf heftige Kritik, zwei Fälle landen nun vor dem Obersten Gerichtshof.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

London/Wien/Geets/Red. So hat sich Cait Reilly ihren Einstieg ins Berufsleben nicht vorgestellt: Die 22-jährige Geologin schlichtet fünf Stunden pro Tag Waren in die Regale eines britischen Billigsupermarkts – und bekommt dafür nichts bezahlt. Vor Kurzem schloss sie ihr Studium in Birmingham ab und absolvierte seither ein unbezahltes Praktikum an einem Museum. Dieses musste sie nun abbrechen, weil ihr das britische Arbeitsministerium vorschrieb, den Job im Supermarkt anzunehmen.

Ansonsten würde sie staatliche Beihilfen zum Einstieg ins Berufsleben verlieren. Cait Reilly will sich jedenfalls von der Regierung nicht in ihre Berufsplanung pfuschen lassen und zieht vor den Obersten Gerichtshof. Ihr Verfahren sowie ein zweiter Prozess starten heute, Dienstag, in London.

Die britische Regierung plant, das gesamte Wohlfahrtssystem im Inselstaat aufzubrechen und neu zu ordnen. Der konservative Premier David Cameron lieferte dazu am Montag eine Grundsatzrede vor dem Parlament in Westminster. So versucht das Arbeitsministerium derzeit, 70.000 Arbeitslose in einem verpflichtenden Beschäftigungsprojekt unterzubringen und gibt dafür umgerechnet sechs Millionen Euro aus. Beschäftigungslose sollen bis zu vier Wochen lang in unbezahlten Positionen arbeiten. Um ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, so das Argument der Regierung.

 

„Wirtschaftlich sinnlos“

Wer sich weigert, dem wird für drei Monate die Arbeitslose entzogen. Diese ist in Großbritannien ohnehin niedrig: Über 25-Jährige bekommen maximal 71 Pfund (etwa 87 Euro), 18- bis 24-Jährige 56 Pfund (69 Euro) in der Woche. Das Projekt läuft seit 2011, in den ersten zehn Monaten wurden fast 50.000 Arbeitslose verpflichtet, aber nur knapp 16.800 haben zu arbeiten begonnen. Etwa die Hälfte der Arbeitslosen konnte sich drücken, indem sie sich vorübergehend von der Arbeitslosenunterstützung abmeldete. Diese Schlupflöcher will Arbeitsminister Chris Gayling nun durch Sanktionen stopfen.

„Solange die Regierung Ladenketten mit unbezahlten Arbeitskräften versorgt, müssen sie niemand Neuen anstellen“, sagte Cait Reilly zum britischen „Telegraph“. Dadurch werde Arbeitslosigkeit erst verursacht. „Wirtschaftlich hat es überhaupt keinen Sinn, Steuergelder auszugeben, um Firmen unbezahlte Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen“, sagt Dee Apse von der Kampagne „Boycott Workfare“, die sich für die Abschaffung unbezahlter Arbeit einsetzt. Momentan sind in Großbritannien 2,6 Millionen Menschen als arbeitslos gemeldet, das sind 8,2 Prozent. „Wahrscheinlich suchen aber doppelt so viele einen Job“, sagt Apse.

Für negative Schlagzeilen sorgte das umstrittene Beschäftigungsprojekt zum Thronjubiläum von Queen Elizabeth. Bei den viertägigen Feierlichkeiten zu Ehren der englischen Königin kamen insgesamt 80 „Lehrlinge“ für die private Sicherheitsfirma „Close Protection UK“ zum Einsatz, 30 davon unbezahlt. Die Arbeitslosen wurden in Bussen aus den Städten Bath, Bristol und Plymouth nach London gekarrt, wo sie bei der Bootsparade arbeiten sollten. Allerdings: Die „Lehrlinge“ wurden an der London Bridge abgesetzt, wo sie unter der Brücke schlafen „durften“, bis am nächsten Morgen ihre Schicht begann. Auch Umkleidekabinen gab es keine, die Arbeiter mussten sich in aller Öffentlichkeit umziehen, um dann bis zu 16 Stunden lang im strömenden Regen zu arbeiten.

Dieselbe Firma wurde übrigens für die Olympischen Spiele im Juli und August engagiert. „Close Protection UK“-Chefin Molly Prince entschuldigte sich für den „Vorfall“, bestand aber darauf, dass die Arbeiter bei ihren Beschreibungen übertrieben hätten.

 

Gute Chancen vor Gericht

Für Cait Reilly steht allerdings fest: Sie will Diskontern nicht als Gratisarbeitskraft zur Verfügung stehen. Ihr werden mit ihrer Klage vor dem Obersten Gerichtshof gute Chancen eingeräumt.

Auf einen Blick

In Großbritannien sind derzeit 2,6 Millionen Menschen als arbeitslos gemeldet, das sind 8,2 Prozent – in Österreich liegt die Arbeitslosenrate bei 3,9 Prozent. Das Arbeitslosengeld beträgt im Inselstaat für über 25-Jährige maximal 71 Pfund (etwa 87 Euro) pro Woche. 18- bis 24-Jährige erhalten 56 Pfund (69 Euro).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.06.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

130 Kommentare
 
12 3 4
Gast: Mirfälltkeinnameein
30.06.2012 09:34
0 0

Haben wir doch auch

Ich hab das selber erlebt. Ich wurde in einen Kurs namens Praktikumsbörse beim bfi geschickt und war in einer Firma, welche von sowas lebt. Nicht ein einziger Angestellter war dort. Alles Arbeitslose die gratis für ihn arbeiten. Wie ich später erfahren durfte, ist er nicht der einzige Chef in Wien der das so handhabt. Ein bekannter von mir war kurz vor der Arbeitsaufnahme. Jedoch hat der Chef dann zwei arbeitslose Praktikanten genommen statt ihn einzustellen. Also von daher wundert mich das alles nicht mehr...

Gast: Olaf
26.06.2012 22:57
3 0

Arbeitshaus

Im 18. und 19. Jahrhundert hies das "Arbeitshaus". Dort wurden Arbeitslose bei androhung von Zuchthausstrafe gezwungwen Gratis zu arbeiten um sie sittlich zu bessern. "Heranführung an den Arbeitsmarkt" ist nur eine moderne Umformulierung.

Gast: E.T.
26.06.2012 21:40
3 1

Sklavenarbeit

Ich denke, wir machen den einen großen Schritt zurück ins 18/19 Jahrhundert.

Wenn Personen gratis für eine Firma arbeiten und der Arbeitgeber nichts bezahlt ist das für mich Sklavenarbeit für den Unternehmer. Weiters werden sicher andere Personen ebenfalls den Job verlieren, da die Arbeit ja gratis verrichtet wird.

Der Staat zahlt somit für den ersten Arbeitslosen und dann für den zweiten, der dadurch die Stelle verloren hat.

Einen Sieger gibt es aber - den Unternehmer, der diese Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt bekommt.


Ja, dies ist verwirklichte SKLAVEREI

Das Sklavenheer soll die Faulen (Korrupten) mit Luxus befüttern.

Gast: Be-obachter
26.06.2012 19:46
2 4

Das ist keine "Gratisarbeit" !

Auch wer staatliche Beihilfen kassiert, soll dafür eine Leistung erbringen!
Sonst gibts in absehbarer Zeit einen Totalausfall des Sozialsystems.

Antworten Gast: kgutloipü
26.06.2012 20:20
1 0

Re: Das ist keine "Gratisarbeit" !

Aber nicht in einem Supermarkt,wenn der Supermarkt Regalschlichter braucht,soll er gefälligst welche einstellen.
Wenn man schon gratis Arbeitet dann für wohltätig Caritative Zwecke.

1 0

Re: Das ist keine "Gratisarbeit" !

In diesem Fall hat die wohl noch nicht regulär gearbeitet, aber normalerweise ist Arbeitslosengeld keine Sozialleistung sondern eine Versicherungsleistung. Man zahlt ja für Arbeitslosenversicherung. Jedenfalls bei uns ist das so.

Gast: Störrisch....
26.06.2012 15:51
3 0

Aha...

...es funkt also! Ich gratuliere hiermit USA und EU - Politiker bzw. die dahinter stehenden Geld-Adels-Familien!!

Der Plan war: 20% der Bevölkerung (natürlich unterbezahlt) produzieren alle Güter, 80% werden durch Brot und Spiele dumm und bei Laune gehalten.

Was mir nicht klar war: Jede Menge Sklaven somit für die Großkonzerne/Geld-Adel in EU & USA! Wie praktisch!!!

Wer braucht schon Klein und Mittelbetriebe, oder? Hauptsache wir haben Erspartes in Aktien-Form!

An der Umsetzung wird sei der industr. Revolution gearbeitet...kein Zufall, geplant und auch aufgegangen!

Antworten Gast: Tittytainment
26.06.2012 20:45
1 0

Re: Aha...

Ah! Sie meinen das Tittytainment -- joa, ich würd auch sagen, wir sind schon längst an diesem Punkt angekommen global --- das ist das Programm dahinter und die Wirtschaft weiß das natürlich auch. Daran sieht man halt, wie dumm alle schon gehalten werden - ich sag nur "Fachkräftemangel" angeblich weltweit und zeitgleich überall zweistellige statistisch wegmanipulierte Jugendarbeitslosigkeit und Arbeitslosigkeitsraten.

0 0

Re: Aha...

Aha und wessen Plan war das, wo findet man bitte was dazu?

Antworten Antworten Gast: Störrisch...
27.06.2012 08:21
0 0

Benutzen Sie....

...bitte das Internet (also nicht mich!)zwecks Info-Beschaffung!

Sanftes Erwachen!

Antworten Gast: Vogel Strauss
26.06.2012 17:12
2 0

Re: Aha...

Es waren immer die Großkonzerne, die sich solche 'Erleichterungen' erarbeitet haben ... ohne den Druck aus den Großkonzernen hätten wir möglicherweise heute keinen Euro!

Toll, der Staat vermietet Sklavenarbeit!

Und nur an gewisse Unternehmen.

0 0

Re: Toll, der Staat vermietet Sklavenarbeit!

Ja, die lassen die Leute unter der Brücke schlafen. Das ist der helle Wahnsinn, was da abläuft.

Gast: Erfolgsgeschichte
26.06.2012 13:34
2 0

Sklavenstandort EU

Das gibt es bei uns schon lange und heißt am AMS "Transitarbeit". Hundstorfer "investiert" in solche Sachen mehr oder weniger eine Milliarde pro Jahr. Das ist die "aktive Arbeitsmarktpolitik" der EU!

Gast: Leibeigenschaft 2.0
26.06.2012 13:31
2 1

Englischer Art!

Mich wundert ja nur das die Polizei diese unter der Brücke schlaffenden Sicherheitskräfte wegen Obdachlosigkeit nicht ins Hefen steckte, das wird dann der nächste Schritt sein der sicher kommt, damit ist das Problem auf die feine amerikanische Art gelöst, wo auch schon mehr als 1% der Gesellschaft hinter Gitter sitzt.

Interessant aber ist, das noch keiner es riskiert hat, eine Klage in DenHaag zu probieren, wegen "Verbrechen an der Menschheit", Möglichkeiten gibt es genügend, in einem Fall, Sklaventum, im anderen Fall Vernachlässigung und Menschen-Unwürde (Umziehen im öffentlichen Raum, keine Möglichkeit zur Körperpflege zu haben ist Menschenunwürdig!!!)

Es wird Zeit das Österreich aus de EU austritt, umgeben von einer wilden Horde an Regierungen die ihre Völker behandeln wie Vieh, Deutschland, Schweden, Norwegen, Finnland, Ungarn, etc..., das alles hat mit den Grundwerten einer Europa-Union aber schon gar nix mehr zu tun!!!

0 0

Re: Englischer Art!

Nicht ganz richtig.

Nicht Österreich aus der EU austreten sondern solch diverse Verbrecherländer aus der EU rausschmeißen.
Die sollen sich dann mit den Amimanieren eben mit den Ami's verbrüdern.

Objektive Berichterstattung sieht anders aus

In vorauseilender Solidarität mit einer anderen Absolventin eines Studiums, das am freien Markt kaum bis gar nicht nachgefragt wird, stilisiert die Autorin ihre Schwester im Geiste zur Heldin und verwehrt sich voll selbstgerechter Empörung gegen die Realität des Lebens, die der ihr vermeintlich zustehenden Selbstverwirklichung entgegensteht.

Zur Unterstützung des eigenen Standpunktes werden weitere Einzelbeispiele hervorgekramt und die mäßig qualifizierte Meinung der Protagonistin sowie ebenfalls steuerfinanzierter NGOs zur allumfassenden Wahrheit verklärt.

Eine objektive und v.a. ökonomische Analyse der Maßnahme passt der Autorin offenbar so wenig ins Weltbild (oder berührt dermaßen tief sitzende Urängste), dass sie sicherheitshalber komplett darauf verzichtet.

Antworten Gast: Na so etwas...
26.06.2012 14:22
1 1

Re: Objektive Berichterstattung sieht anders aus

Geologen werden kaum benötigt, na dann fangen wir mal an bei der Rohstoffsuche, oder dem Bau von Tunnel, etc..., währe sehr Interessant was die Firmen machen würden ohne die lieben Geologen, selbst wenn ein dämlicher Brunnen errichtet wird, wird Mensch oft auf die arbeit von Geologen gerne zurückgreifen, vor allem dann wenn er nach ein paar Wochen nicht ausgetrocknet sein soll.

Und selbst die Errichtung eines größeren Gebäudekomplexes, ob in die Höhe oder die Breite wie beim neuen Wiener Hauptbahnhof würden einige sehr lange Nasen machen ohne die Kenntnisse und Erfahrungen von Geologen...

Re: Re: Objektive Berichterstattung sieht anders aus

Eine Geologin, die ein unbezahltes Praktikum im Museum macht, kann wohl nicht so ein rasendes Interesse des Arbeitsmarktes hervorgerufen haben.

Und wenn das ihre freiwillige Lebensplanung ist, ist das ja auch ok, nur dann darf sie nicht die Hand aufhalten (und sich dann aufregen, dass sie dafür dann auch was tun soll), sondern muss sich das bitte selber finanzieren. Beispielsweise mit Arbeit in ihrem so gefragten Feld.

Re: Objektive Berichterstattung sieht anders aus

Dann können Sie ja vielleicht mit einer "ökonomischen Analyse" beispringen? Aber bitte nicht jene des Supermarkts. Denn dass sich dort der Einsatz von Gratis-Arbeitskräften lohnen wird, ahnen wir schon.

Wie Sie auf die Idee kommen, Geologen wären z.B. in der Suche nach Rohstoffen unvermittelbar, würde auch interessieren.

Re: Re: Objektive Berichterstattung sieht anders aus

Gern. Die Verpflichtung von Leistungsbeziehern zu einer Gegenleistung macht es weniger attraktiv für selbige, sich einfach auf die Leistungen zu verlassen, die ja von der Allgemeinheit finanziert werden müssen, und entlastet daher den Steuerzahler. Allerdings müssen die Leistungen in einem fairen Verhältnis zueinander stehen und dürfen nicht den Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt verzerren, weshalb ich persönlich die Vermittlung an Privatunternehmen nicht für zielführend halte, sondern gemeinnützige Leistungen bevorzugen würde. Weiters würde ich auch positive Anreize setzen (zB höhere Leistungen bei mehr Arbeitseinsatz), um die Kopplung von Leistung und Gegenleistung stärker hervorzustreichen. Aber prinzipiell macht die Idee durchaus Sinn.

Was die beschriebene Dame betrifft: wenn ihre Qualifikation so sehr gefragt wäre, müsste sie weder ein unbezahltes Praktikum machen, noch Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Und wenn ihr Praktikum eine eigene Entscheidung sein sollte (i.e., aus reinem Interesse), dann muss es ihr auch zumutbar sein, sich ihr Privatinteresse privat zu finanzieren. Für bedenklich halte ich nämlich das Entitlement-Denken einer ganzen Generation von Akademikern (hauptsächlich aus arbeitsmarktfernen Fächern), die die eigene Selbstverwirklichung als Bringschuld der Gesellschaft betrachten und nicht bereit sind, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Re: Re: Re: Objektive Berichterstattung sieht anders aus

Sorry, aber Ihre "ökonomische Analyse" (die nebenbei bemerkt keine ist) beschränkt sich darauf, Vergabe von Gratis-Arbeitskräften vom Staat an Privatunternehmen als "nicht zielführend" zu bezeichnen.

Ich hoffte eher, Sie könnten das nachvollziehbare Argument entkräften, Gratis-Arbeitskräfte würden das Problem der Arbeitslosigkeit per Def. nicht lösen.

Re: Re: Re: Re: Objektive Berichterstattung sieht anders aus

Gehen Sie auf meine Argumente ein, dann dürfen Sie wieder schreien.

Abgesehen davon sind die Arbeitskräfte ja nicht "gratis", sondern sie bekommen Zuwendungen im Austausch für die Arbeitsleistung.

Aber "London zwingt Erwerbslose zur Gratisarbeit" ist einfach eine wesentlich polemischere (und dem Weltbild der Autorin entsprechende) Schlagzeile als "London verbindet Beihilfen zum Berufseinstieg mit Gegenleistung".

Re: Re: Re: Objektive Berichterstattung sieht anders aus

Ist nur so ein Gedankenspiel...
Sagen wir, die betreffende Jungabsolventin absolviert ihr unbezahltes Praktikum aus Eigeninteresse. Nebenher bekommt sie vom Staat Arbeitslosengeld.
Was ist jetzt genau der Unterschied, wenn sie genauso unbezahlt in einem Supermarkt arbeitet? Außer, dass sich dieser Supermarkt eine bezahlte Arbeitskraft spart UND die Dame um eine Ausbildung in ihrem Interessensgebiet gebracht wird (auch Museen beschäftigen Geologen, nicht nur das Bauwesen)?
Und die Bemerkung 'müsste kein unbezahltes Praktikum machen' entbehrt heutzutage leider jeglicher Grundlage, weil es einfach traurige Wahrheit ist, dass Praktika oft unbezahlt sind.
Nebenbei bemerkt: wie die ganze Sache in GB aussieht, entzieht sich leider meiner Kenntnis, sollten sie mich dahingehend korrigieren, nehme ich dies gern zur Kenntnis

Re: Re: Re: Re: Objektive Berichterstattung sieht anders aus

Ihr Denkfehler ist jener, dass laut Ihnen einer 22jährigen Uni-Absolventin, die noch nie etwas in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, Arbeitslosengeld zustehen würde.

Da ihr allerdings kein Arbeitslosengeld zusteht, sondern lediglich Sozialhilfe, die jedoch an Arbeit gebunden ist (Workfare), geht Ihr Argument ins Leere.

Daher muss sie sich somit ihr Praktikum sehr wohl selbst finanzieren - oder eben die Regeln zum Bezug der Sozialhilfe einhalten, wenn sie diese in Anspruch nehmen möchte.

 
12 3 4

Das Hochwasser auf Twitter