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Colorado: 32.000 Menschen fliehen vor Waldbränden

27.06.2012 | 07:01 |   (DiePresse.com)

Starke Winde hatten die Flammen am Dienstag explosionsartig angefacht und das Feuer in Richtung der Stadt Colorado Springs getrieben.

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Die verheerenden Waldbrände im US-Bundesstaat Colorado nehmen immer größere Ausmaße an. Bis zum Dienstagabend (Ortszeit) hatten die Flammen nahe der zweitgrößten Stadt Colorado Springs mindestens 32.000 Bewohner in die Flucht getrieben, berichteten örtliche Medien. Auch eine Akademie der US-Luftwaffe musste geräumt werden. "Dies ist ein Feuersturm unvorstellbarer Ausmaße", sagte Feuerwehrchef Richard Brown.

Die Zeitung "Denver Post" berichtete, zahlreiche Häuser seien niedergebrannt. Eine apokalyptisch wirkende Rauchwolke hänge über der 420.000 Einwohner zählenden Stadt an den Ausläufern der Rocky Mountains. Wohngebiete und die im Stau steckenden Autos fliehender Menschen seien von Asche bedeckt worden. Die in Richtung Osten führenden Straßen von Colorado Springs seien verstopft. "Die Menschen drehen durch", sagte eine Augenzeugin. "Man fährt durch Qualm, es ist pechschwarz und es fällt tonnenweise Asche auf die Straße."

Nur ein kleiner Teil unter Kontrolle

Bei brütender Hitze und großer Trockenheit fachten Windböen mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern die Flammen immer wieder explosionsartig an. In Colorado Springs kletterten die Temperaturen auf 38 Grad Celsius. Im Waldo Canyon nordwestlich der Stadt wütete der Waldbrand auf einer Fläche von gut 20 Quadratkilometern. Erst fünf Prozent des Feuers konnten unter Kontrolle gebracht werden, hieß es.

Die Feuerwehr appellierte an die Menschen, ihre Mobiltelefone nur noch für Notrufe zu nutzen. Die Polizei teilte mit, dass die Versorgung der nordwestlichen Teile von Colorado Springs mit Strom und Gas unterbrochen werden müsse.

"Es war surrealistisch"

Gouverneur John Hickenlooper überflog das Gebiet in einem Hubschrauber und zeigte sich schockiert über das Ausmaß des Infernos: "Aus der Luft sieht es aus wie nach einer militärischen Invasion", sagte er. "Ich sah Häuser, die bis auf die Grundmauern niedergebrannt waren, es war surrealistisch", ergänzte er laut Nachrichtensender CNN.

In Colorado kämpfen Tausende Feuerwehrleute schon seit Tagen gegen mehrere Brände. Unterstützt werden sie von etwa 100 Löschflugzeugen und -hubschraubern. Die Brände zerstörten bereits eine Fläche von 330 Quadratkilometern und zählen damit laut der "Denver Post" zu den zweitgrößten in der Geschichte des Bundesstaates. Allein bei Fort Collins habe das Feuer fast 260 Häuser zerstört.

(APA)

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2 Kommentare
Gast: ROTRONT
27.06.2012 10:00
0 1

Und da redens immer viel Wald anpflanzen. Rettet den Regenwald!

Häten die alles schön zubetoniert, dannwäre jetzt alles häpi!

Gast: Die Lösung des Problems!
27.06.2012 09:30
0 1

Eine Änderung des Antiterrorgesetzes und das Problem ist gelöst.

Die Angst das Sprengschläuche für Terroranschläge verwendet werden könnten verhindert eine effiziente Löschbekämpfung, seit dem die Entwickelt wurde, brannte halb Griechenland ab, und die Brände in Rußland waren auch alles andere als Lustig.

Dafür gibt es auch einen Begriff, Nationale Paranoia!