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Feuerbilanz: Hunderte Häuser in Colorado abgebrannt

29.06.2012 | 07:44 |   (DiePresse.com)

Im US-Bundesstatt Colorade mussten bei Waldbränden bis zu 36.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Ein Mensch starb.

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Nach tagelangem Kampf gegen das Flammeninferno im US-Staat Colorado haben die Behörden am Donnerstag eine erste Bilanz gezogen. Allein in der Stadt Colorado Springs seien 346 Häuser in 35 Straßenzügen abgebrannt, teilte Bürgermeister Steve Bach nach Angaben der "Denver Post" mit. Ein Mensch starb, seine Leiche wurde in den Trümmern eines ausgebrannten Hauses gefunden. Bisher wurden etwa 6700 Hektar Land von den Flammen zerstört. Das Waldo Canyon-Feuer soll damit bereits jetzt der zerstörerischste Waldbrand in der Geschichte des Staates sein.

Colorado: Das zerstörerischste Feuer der Geschichte

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Zeitweise hatten sich 36.000 Menschen vor dem Flammeninferno in Sicherheit bringen müssen. Am Dienstag hatten sich die Flammen völlig unkontrolliert durch ganze Stadtviertel gefressen. Am Donnerstag erleichterten nachlassende Winde schließlich die Bemühungen der Feuerwehr, die Brände einzudämmen. Nach Medienberichten durften die ersten Bewohner am Donnerstag wieder in ihre Häuser zurückkehren. Kühleres Wetter und abflauende Winde waren den tausenden Feuerwehrleuten zu Hilfe gekommen. Nach deutlichen Fortschritten der Feuerwehr am Donnerstag war das Feuer zu 15 Prozent eingedämmt. "Das Wetter war auf unserer Seite wie nie zuvor", sagte die Verantwortliche für die Nationalparks Pike und San Isabel, Jerri Marr. Zuvor hatten die Brandbekämpfer gegen ständig wechselnde Windrichtungen gekämpft.

Die Zeitung "The Gazette" aus Colorado Springs berichtete, in der Stadt seien mehrere Menschen festgenommen worden, die in die evakuierten Stadtteile eingedrungen seien. Polizeichef Carey sagte, er rechne mit Diebstählen.

In den Notunterkünften für die 36.000 in Sicherheit gebrachten Menschen stellten die Behörden Laptops zur Verfügung, damit die Bewohner per E-Mail oder über die Vermissten-Webseite des Roten Kreuzes Angehörige benachrichtigen konnten.

US-Präsident Barack Obama wollte am Freitag in das Katastrophengebiet fliegen und sich ein Bild von der Lage machen.

Hilfe beantragt

Kongressmitglieder aus Colorado haben am Donnerstag bei der US-Regierung Hilfe beantragt. Wegen der anhalten Brände sollte der Staat zum Katastrophengebiet erklärt werden. Damit könnten Gelder und Hilfsmittel schneller bewilligt werden. Die Feuer hätten in diesem Jahr schon 598 Häuser zerstört und mehr als 50 Millionen Dollar (40,3 Millionen Euro) zur Bekämpfung verschlungen, zitierte die "Denver Post" aus dem Antrag der Abgeordneten.

Die Forstbehörde rechnet damit, dass es bis Mitte Juli dauern wird, alle Feuer zu löschen. Mit Hilfe der Bundespolizei FBI soll jetzt verstärkt nach den Brandursachen gesucht werden. Der Auslöser für das verheerende Feuer in Colorado Springs ist noch unbekannt. An anderen Stellen gehen die Ermittler davon aus, dass Blitze die Feuer entzündet haben. Wegen der Großbrände haben bereits 30 Gemeinden in Colorado die zum US-Unabhängigkeitstag am 4. Juli üblichen Feuerwerke abgesagt.

Im gesamten Bundesstaat, der mit dem Nationalpark um die Rocky Mountains auch zahlreiche Touristen anlockt, wüteten insgesamt mehr als ein Dutzend Brandherde. Nach Angaben des Weißen Hauses sind insgesamt rund 8.800 Brandbekämpfer, 550 Löschfahrzeuge und 170 Löschhubschrauber im Einsatz. Auch ein Flugzeug der US-Luftwaffe half bei der Brandbekämpfung.

(APA)

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