25.05.2013 19:54 Merkliste 0

Der Menschheit geht es besser als je zuvor

29.06.2012 | 22:09 |  CHRISTIAN ULTSCH UND JAKOB ZIRM (Die Presse)

Durch den Siegeszug der Marktwirtschaft werden weltweit die Reichen reicher und die Armen reicher. Vor allem in Schwellenländern haben nun Millionen einen Lebensstandard, der früher dem Westen vorbehalten war.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien. Für griechische Werftarbeiter und spanische Studenten mag es zwar ein schwacher Trost sein. Doch anderswo geht es immer noch bergauf. Und wie! Die Turbinen der asiatischen Giganten laufen auf Hochtouren. Um satte 8,2 Prozent wird die chinesische Wirtschaft heuer wachsen, die indische um 6,6 Prozent. Auch Afrika boomt. Allein Nigeria legt um sieben Prozent zu. Insgesamt prognostiziert die Weltbank für 2012 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent.

Vergessen wir für einen Moment die seit vier Jahren beschworene Krise. Stellen wir den Euro-Blues ein paar Minuten lang auf lautlos. Wagen wir es, optimistisch zu sein. Was dazu Anlass gibt? Die Erfahrung, die Fakten. Krisen, Kriege und Krankheiten konnten den langen Marsch der Menschheit in eine bessere Zukunft vielleicht verzögern, stoppen konnten sie ihn nicht. Noch nie zuvor ging es den Bewohnern dieses Planeten so gut wie heute.

Gute Presse
Die Presse will mit dieser Sonderausgabe einmal bewusst im Positivem tun, was wir immer unbewusst im Negativem tun: das andere ausblenden.

>>> Zum Kommentar

Der Anteil der Ärmsten halbierte sich

Und anders als vielfach behauptet, werden nicht nur die Reichen reicher, sondern auch die Armen. Musste laut UNO im Jahr 1990 noch fast die Hälfte aller Menschen in den Entwicklungsländern von weniger als einem Euro pro Tag leben, so ist es heute nur noch ein Viertel. Auch absolut stehen die Chancen gut, dass diese Zahl bis 2015 auf 920 Millionen Menschen fällt – nur mehr die Hälfte des Wertes von 1990. Und mehr Geld bedeutet bei den Ärmsten der Welt vor allem einmal: weniger Hunger. Statt jedem fünften Bewohner der Entwicklungsländer gilt heute nur noch jeder siebente als unterernährt.

Doch nicht nur der direkte materielle Wohlstand ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Auch „immaterielle“ Werte wie Gesundheit und Bildung profitierten davon. So erhalten heute 90 Prozent aller Kinder im Volksschulalter weltweit eine primäre Schulbildung. Vor 22 Jahren lag dieser Wert noch bei 84 Prozent. Besonders kräftig fiel die Zunahme in der ärmsten Region der Welt aus: in Schwarzafrika. Dort stieg der Anteil der Kinder, deren Familien es sich leisten können, sie in die Schule zu schicken, von 58 auf 76 Prozent.

Dieser höhere Bildungsgrad senkt wiederum Faktoren, die Menschen bei ihrem Ausstieg aus der Armut behindern – etwa ungewollte Geburten im Teenageralter. Statt 65 Kindern je 1000 unter 19-Jährigen, wie 1990, werden heute in den Entwicklungsländern nur noch 52 Kinder je 1000 weibliche Teenager geboren. In der entwickelten Welt sank dieser Wert ebenfalls leicht von 29 auf 23 Kinder.

 

Globalisierung bringt weltweit Fortschritt

Zwei gewaltige treibende Kräfte haben die positive Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten beschleunigt: die Marktwirtschaft und die menschliche Erfindungsgabe – vor allem in der modernen Kommunikationstechnologie. Nicht nur Waren und Geld zirkulieren deutlich schneller und ungehemmter als früher um die Welt, sondern auch Ideen. Das Internet macht es möglich. Von Jahr zu Jahr steigt weltweit die Anzahl der Patente. Mehr als 1,6 Millionen Ideen werden jedes Jahr laut World International Property Organisation als Patent angemeldet. Irgendwo auf der Welt erfindet jede Minute irgendjemand etwas, was unser Leben wieder angenehmer macht. In der Forschung, in der Produktion, auf allen erdenklichen Gebieten breitet sich die Arbeitsteilung in Windeseile bis in den letzten Winkel des Globus aus – und damit auch der Wohlstand.

Denn durch die globale Vernetzung profitieren längst nicht mehr nur die entwickelten Länder der Ersten Welt vom technischen und wirtschaftlichen Fortschritt. Allein in China hat der Kapitalismus der KP in weniger als einer Generation 300 Millionen Menschen aus der Armut in den Mittelstand gehoben. Dem durchschnittlichen Bürger der Volksrepublik geht es heute zehnmal besser als vor 30 Jahren. Und auch hier profitiert neben der gut situierten Oberschicht in den großen Städten auch der einfache Wanderarbeiter – wenn auch etwas langsamer. So konnten die ärmsten 20 Prozent der chinesischen Bevölkerung seit den frühen 1990ern ihr Haushaltseinkommen pro Jahr um sechs Prozent steigern, die reichsten 20 Prozent hatten sogar einen jährlichen Zuwachs um zwölf Prozent.

Doch auch in Indien, Brasilien, Indonesien und in der vergangenen Dekade sogar in Afrika wurden die Menschen wohlhabender. Der indisch-amerikanische Publizist Fareed Zakaria hat eine eingängige Formel für das Phänomen gefunden: „The rise of the rest“ – der Aufstieg der anderen. Europäer und Amerikaner müssen vor diesem Trend keine Angst haben, denn auch sie profitieren vom wirtschaftlichen Aufschwung in Staaten, die vor ein paar Jahren noch naserümpfend zur Abstiegszone gezählt wurden, zur sogenannten Dritten Welt.

Grafik: Die Presse

Grafik: Die Presse

Matt Ridley, der säkulare Faktenpapst der Zuversichtlichen, hat in seinem Buch „The Rational Optimist“ das statistische und argumentative Futter für eine entspannte Sicht auf den Lauf der Welt geliefert. Der durchschnittliche Erdenbewohner hatte im Jahr 2005 dreimal so viel Geld (inflationsbereinigt) wie 1955, sein Essen war um ein Drittel kalorienreicher, seine Lebenserwartung stieg um ein Drittel. Und das, obwohl sich die Weltbevölkerung mehr als verdoppelte.

Einzelbeispiele gefällig? In China lebten die Menschen im Jahr 2005 im Schnitt um 28 Jahre länger als 1955, in Südkorea um 26 Jahre und in Nigeria um sieben Jahre. Es weist zwar immer noch die beschämende Zahl von mehr als einer Milliarde Menschen, die mit weniger als einem Euro pro Tag auskommen, aus. Doch der Wohlstand breitet sich aus, auch in Afrika. In Botswana verdient heute ein Durchschnittsbürger mehr als der durchschnittliche Finne 1955. Und auch in Österreich werden die Menschen sukzessive wohlhabender. So musste ein durchschnittlicher Arbeiter hierzulande im Jahr 1980 noch 10,4 Minuten lang arbeiten, um sich ein Kilo Zucker leisten zu können. Im Vorjahr konnte er sich diese Ausgabe bereits nach fünf Minuten Arbeit leisten.

 

Optimisten galten immer als naiv

Es wird vieles besser, doch keiner will es hören. Schon John Stuart Mill wunderte sich, warum Pessimisten als besonders gescheit gelten, Optimisten aber als naive Narren. „Nicht wer hofft, wenn andere verzweifeln, sondern wer verzweifelt, wenn andere hoffen, wird von der Masse als Weiser verehrt“, merkte der große britische Ökonom und Philosoph 1828 in einer berühmten Rede vor der Debating Society fast resignativ an.

Die Welt ist in der Vergangenheit schon öfter untergegangen. Thomas Robert Malthus rechnete zum ersten Mal 1798 vor, dass der Menschheit zwangsläufig das Essen ausgehen müsse, weil sie sich so schnell vermehre. Damals lebten ungefähr eine Milliarde Menschen auf dem Planeten, heute sind es neun Milliarden. Und zu essen gäbe es für alle genug.

In den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts kam der saure Regen, dann ging uns das Öl aus, an die Grenzen des Wachstums stieß die Weltwirtschaft ohnedies, um dann doch wieder zu boomen. Zwischendurch stand die Welt kurz vor einem nuklearen Winter nach dem großen Atomkrieg. In den 1980ern verschwand der Regenwald, seit den 1990er-Jahren fürchten wir uns vorm Klimawandel. Vor irgendetwas fürchten wir uns immer. Und die besonders Mutigen wenden den Blick nicht ab von dem eingebildeten Abgrund. „Optimismus ist Feigheit“, dekretierte Oswald Spengler 1918 in seinem „Untergang des Abendlandes“. Die Sonne hat es sich dann doch anders überlegt.

Grafik: Die Presse

Grafik: Die Presse

Die Untergangspropheten schreiben dabei meist gegenwärtige Entwicklungen linear in die Zukunft fort und unterschätzen die Innovationskraft der Menschen. Doch genau diese brachte in der Vergangenheit auch die Neuerungen, weshalb wir heute immer noch genügend zu essen haben, in einem intakten Wald spazieren gehen können und nicht unter dem Ozonloch verbrennen. Diesmal kommen die apokalyptischen Reiter auf griechischen Eseln daher. Und die Chance steht gut, dass es wieder nicht ganz so schlimm endet, wie vielfach angenommen wird.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.06.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

317 Kommentare
 
12 3 4 5 6 7
Gast: pächter der wahrheit
01.07.2012 18:06
1 0

Der materielle Wohlstand war nie grösser als zuvor

die Zufriedenheit der Menschen mit sich selbst und Ihrem Leben steht dem diametral gegenüber.

Es ist ein Irrtum, den Wohlstand nur materiell zu messen.

Obwohl der Reichtum weltweit noch nie so gross war - warum gibt dass immer noch enormen Hunger?
Wohlstand auf Kosten anderer?

Gast: Dagobert D.
01.07.2012 17:44
1 0

Der Menschheit geht`s NOCH gut !!!

Wenn man bedenkt, dass wir schon auf Kosten der nächsten Generation leben, die Staaten so hoch verschuldet sind wie noch nie, keine nachhaltige Umweltpolitik betreiben, Müll produzieren ohne Ende und uns in einer mehr oder weniger aussichtslosen politischen und wirtschaftlichen Lage befinden, dann kann ich nur mit "JA " zustimmen.

Uns geht`s den Umständen entsprechend gut.

Wenn man von allen guten Geistern verlassen wurde, dann kann man sagen wir befinden uns am Beginn eines goldenen Zeitalters.

Gast: Grün-Schwarzer
01.07.2012 17:08
2 0

Erfreulicher Artikel, dennoch ...

... werden in Österreich täglich 15 ha Grünland vernichtet. Auf den Wiesen in denen ich als Kind spielte, steht heute ein Gewerbegebiet. Mit dem Auto muss ich heute 20 min fahren, um eine Laufstrecke zu finden. In den letzten 30 Jahren stieg in A die Bevölkerung um 1 Million an; damit sinkt die Lebensqualität für alle. Die Wirtschaft will mehr Arbeitsplätze, nicht wir Österreicher. Die Wirtschaft schadet allen. Hier muss ein Umdenken her.

Ich frag mich

wo der Journalist den Mut hernimmt die Tatsachen so offen auf den Tisch zu legen. Wenn ich mir das "Gesudere" unten anschaue dann hat er ja voll ins Schwarze getroffen.

Mein lieber Herr Journalist. Zuallererst, sie haben ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Vor allem wenn ich mir den Sturm der Entrüstung bei all den superguten politisch korrekten Kommentatoren mit Hirnkrücke anschaue. Ich bin seit den 80er Jahren sehr viel auf diesem Planeten unterwegs (berufsbedingt) und kann bestätigen dass es den Menschen durchschnittlich immer besser geht. Natürlich gibt es noch einen gewaltigen Haufen Problemzonen und es kommen auch neue hinzu aber deswegen haben Unheils Apostell noch lange nicht Recht.

Lassen Sie sich von der Mehrheit nicht die Wahrheit verbieten. Die hat schliesslich den Faymann gewählt und hat Grund genug sich erst einmal zu schämen.

Antworten Gast: Raumdepp
01.07.2012 16:43
0 0

Re: Ich frag mich

Sie reisen zu viel und arbeiten zu wenig. Vermutlich auf Kosten anderer.

Re: Re: Ich frag mich

Ich reise tatsächlich auf Kosten anderer - meiner Kunden nähmlich, und das in Business oder First wenn vorhanden. Ich bin selbstständig und weltweit im Einsatz. Ich arbeite gerade soviel wie sein muss weil es noch etwas anderes als Arbeit gibt. Und nein, ich liege Ihnen sicher nicht auf der Tasche weil ich mich für Öffentliche und staatsnahe nicht hergebe. Die könnten mit mir auch gar nix anfangen. Gehts jetzt besser?

0 0

wenn man bedenkt,

dass es gleichzeitig soviel menschen wie nie schlecht geht, relativiert sich die überschrift als reiner manipulationsversuch.

Re: wenn man bedenkt,

das ist voelliger humbug

es geht sovielen menschen auf diesem planeten sogut wie nie zuvor

0 0

genau das ist das traurige,

denn all den menschen, denen es gut geht, geht es gut zu lasten derer, denen es schlecht geht ! - und diese sind heute soviel wie nie zuvor !

Re: genau das ist das traurige,

das problem ist, dass sie von der annahme ausgehen, der kuchen sei 100% gross, und wenn x 70% ist und y 30% und sich der x-wert veraendert auf 80% muesste es zulasten des y-werts gehen, der sich auf 20% verringert

dem ist aber nicht so, weil der kuchen staendig waechst und wirtschafswachstum beschert nicht nur den "reichen" sondern auch den "armen" wohlstand, desweiteren gibt es dauernde effizienz-steigerung, die es ermoeglicht, mit weniger ressourcen mehr zu erreichen (je freier der markt ueblicherweise desto mehr effizienz, durch den konkurrenzdruck)

wenn dem nicht so waere, wuerde die menschheit noch in hoehlen leben und fackeln zur beleuchtung einsetzen

0 0

milchmädchenrechnung

Einfache rechnung - weltbevölkerung:
6 mia = 3 mia gut, 3 mia schlecht
8 mia = 3,5 mia gut, 4,5 mia schlecht
Jetzt stimmt beides es geht sovielen wie nie gut und schlecht – aber das ist zynismus pur !

Re: milchmädchenrechnung

sie koennen sich daten von verschiedenen laendern ansehen, selbst aehnliche laender mit aehnlichen klimabedingungen und aehnlicher groesse haben oft voellig verschiedenen wohlstandsverhaeltnisse. je freier die laender sind und je weniger der staat interveniert, desto prosperierender, je mehr der staat interveniert und je unfreier, desto "schlechter" geht es den leuten.

und was heisst schon "gut gehen"?
frueher ging es einem in mitteleuropa gut, wenn man ein dach ueber dem kopf hatte, brot und wasser zu essen und auf einem bett schlafen konnte anstelle dem fussboden - das war "gut gehen" in deutschland/oesterreich noch vor 100 jahren

was ist "gut gehen" im jahr 2012? iphone, lcd 70" fernseher? immer neuestes auto / neuester computer?
nach dieser definition geht es vl 600 millionen menschen "gut" in usa und westeuropa -und ein paar in china
wenn "gut gehen" heisst, ein haus in malibu, dann geht es noch weniger leuten "gut"


Gast: ASVG-Sklave
01.07.2012 09:03
1 0

Mei geht es uns gut

Tausche Lebensqualität und naturbelassenen Lebensraum gegen Flat-TV, Rat Race und Glasperlen. - Und alle sind happy.

Gast: schüler
30.06.2012 23:55
0 0

Der Menschheit geht es besser als je zuvor

sind deshalb soviel leute sooo fett?

bravo fuer diesen artikel

aufklaerung tut dringend not, vor allem weil das politische pendel in europa derzeit wieder in richtung sozialismus schwingt, was den wohlstand vernichten wird

je mehr wirtschaftliche und persoenliche freiheit, desto mehr prosperitaet fuer alle

Re: bravo fuer diesen artikel

ja so sind die Sozen. Zuerst vernichten sie den Wohlstand und im gleichen Atemzug beklagen sie die Armut, aber es war natürlich der Kapitalismus. Seriöse Studien (nicht von links bestellte) belegen schon lange das nicht die Umverteilung den Wohlstand bringt, sondern eben Leistung, Fleiss und Eigenverantwortung.

Antworten Gast: Übelmann
01.07.2012 08:12
0 0

Re: bravo fuer diesen artikel

Bin zwar nicht zwingend ein Freund der Sozialisten, jedoch könnte man in Ihrem Posting das Wort Sozialismus genauso gut mit Globalisierung ersetzen - um zum gleichen Schluss zu gelangen.

Gast: smile
30.06.2012 20:49
2 1

Eine Satire, die der Zensor versteht, wird mit Recht verboten.


Gast: Saiffenstayn
30.06.2012 17:57
4 4

wer zahlt das Honorar für diesen Propaganda-Artikel ?

Ist einfach nicht zu glauben,
die PRESSE? - einst Blatt mit Niveau,
heute im Stil der Prawda ????

Antworten Gast: Der apokalyptischen Reiter auf einem sibirischen Tiger!
30.06.2012 18:57
1 1

Re: wer zahlt das Honorar für diesen Propaganda-Artikel ?

Nein, weil damals wurde Mensch eingesperrt wenn er es wagte Kritik daran zu üben. Und DiePresse.com löscht kritische Kommentar nicht mal, selbst denn nicht, das ist der Unterschied zu einer freien Gesellschaft gegenüber eine Diktatorischen!

Weiter unten schieb ich, Wien ist ja auch nicht die Stadt mit der besten Lebensqualität auf dem Planeten weil alle Guschen, nur eine Stadt deren Bewohner nicht alles wurscht ist sudern auch!

0 0

also das mit dem nicht löschen

will ich dementieren !

juche journalismus

nordkorea.

Man braucht nicht nach Indien oder Bangladesh

schauen, wo Kinder von klein auf als Sklaven missbraucht werden und mit giftigen Laugen die Jeans und anderen modischen Sachen für teure Luxusmarken herstellen. Man braucht nur nach Griechenland, Spanien und anderen EU-Ländern sehen, auch dort verarmt die Gesellschaft. Auch dort verlieren Tausende ihr Obdach, weil sie ihren Job verloren haben und die Miete nicht bezahlen können. Auch in der EU gibt es Länder, in der viele nicht mehr verdienen, als sie für Lebensmittel ausgeben müssen, wo es Regionen gibt, die noch immer so schlimm aussehen, als ob dort Krieg herrschen würde, Beispiel Rumänien. Aber die PRESSE schreibt ja heute nur "Positives", da haben diese Probleme keinen Platz......

Antworten Gast: Absoluter Pessimist
01.07.2012 09:24
0 0

Re: Man braucht nicht nach Indien oder Bangladesh

Dann sollen diese Leute statt Alkohol, Zigaretten und Handy das Geld in Essen, Ausbildung und Jobsuche investieren, dann geh es Ihnen auch besser! Nicht nur jammern und warten das geholfen wird, sondern die Sache selbst in die Hand nehmen! Aber das ist genügend Leuten fremd!

Antworten Gast: Hastalavista
30.06.2012 19:49
2 1

Re: Man braucht nicht nach Indien oder Bangladesh

ein weiteres Beispiel ist Spanien. Dort gibt es riesige Glashausflächen auf denen Arbeiter zu Billiglöhnen oft unter widrigsten Umständen in Verschlägen dahinvegitieren müssen, weil sie sich vom Hungerlohn keine Unterkunft leisten können. Überdies sind sie krank von den giftigen Chemikaliencocktail aus Fungiziden, Pestiziden und Herbiziden.

Davon abgesehen: wir bekommen das dann auf den Teller. Mir ist keine Studie bekannt, die untersucht hat, wie sich der Rückstandscocktail an Chemikalien auf unsere Gesundheit auswirkt, die Grenzwerte gelten immer pro Substanz.

Gast: Gelogen wie "gedruckt", also hier digital publiziert
30.06.2012 17:40
6 3

Wer es glaubt, was die Presse da schreibt, ist ein Trottel

Die Fakten sprechen eine andere Sprache:
Umweltzerstörung, weltweiter Hunger, jetzt sogar schon in Industrieländern, depressive Grundstimmung weltweit .... und wir stehen vor dem ökologisch-okonomischen Absturz, der durch dieses Wirtschaftssystem produziert wurde etc.
So ein Unsinn kann nur die Hauspostille des ökonomischen Neoliberalismus verbreiten, nicht mal in der 'FAZ" steht so ein Unsinn

 
12 3 4 5 6 7