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Schwere Unwetter in den USA: Millionen Haushalte ohne Strom

01.07.2012 | 16:30 |   (DiePresse.com)

Bei heftigen Gewitterstürmen und einer Hitzewelle von bis zu 40 Grad sind bereits mindestens 13 Menschen gestorben. In Washington und drei Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen.

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Bei einem schweren Unwetter in den USA sind mindestens dreizehn Menschen ums Leben gekommen. Die heftigen Gewitterstürme im Osten des Landes haben außerdem Millionen Amerikaner von der Stromversorgung abgeschnitten. Hinzu kommt noch eine Hitzewelle von bis zu 40 Grad. In der Hauptstadt Washington sowie den Bundesstaaten Ohio, Virginia und West Virginia wurde der Notstand ausgerufen. Entspannung war nicht in Sicht: Meteorologen warnten vor weiteren Unwettern, auch mit Abkühlung sei vorerst nicht zu rechnen. Bis die meisten Amerikaner wieder Strom haben, dürften Tage vergehen. Gewitterstürme knickten zwischen Indiana und New Jersey zahlreiche Strommasten wie Streichhölzer um. In Ohio und Virginia beschrieben Versorger die Schäden als katastrophal. 

Allein im Großraum Washington, wo die Unwetter am heftigsten wüteten, waren rund 1,5 Millionen Haushalte betroffen. Bewohner sprachen von einer der schwersten Unwetter seit Jahren. I

Notstand ausgerufen

In Washington und den Bundesstaaten Ohio, West Virginia, Virginia und Maryland wurde der Notstand ausgerufen. Virginias Gouverneur Robert McDonnell sprach von einer "sehr gefährlichen Situation" für seinen Staat. Sein Kollege Martin O'Malley in Maryland nannte das Unwetter ein "historisches Ereignis". Präsident Barack Obama sagte Bundeshilfe zu. Teilweise halfen Mitglieder der Nationalgarde bei den Räumarbeiten, an manchen Orten wurden Eis und gekühlte Getränke so knapp, dass aus entfernten Regionen Nachschub angeliefert werden musste.

Die Stürme hatten sich am Freitagvormittag nahe Chicago in Illinois entwickelt und erreichten Spitzengeschwindigkeiten von fast 150 Stundenkilometern. Hunderte Straßen waren durch umgestürzte Bäume blockiert, Läden blieben dunkel und so viele Tankstellen dicht, dass es teilweise schwer war, an Benzin heranzukommen. In Washington und anderen Orten wurden Kinos zum Abkühlen geöffnet und vor allem Kranke aufgerufen, sich möglichst in kühleren Kellerräumen aufzuhalten.

Auch der Zugverkehr war betroffen. So ging zwischen Washington und Philadelphia bis zum Samstagnachmittag nichts mehr. In West Virginia saßen rund 230 Passagiere 20 Stunden in einem - allerdings gut gekühlten - Zug fest: Nach Medienberichten war er auf den Schienen vorn und hinten von umgestürzten Bäumen eingekeilt.

Fünf der 13 Todesfälle gab es "Washington Post" zufolge in der Washingtoner Region. Demnach wurden zwei ältere Frauen von Bäumen erschlagen, die auf die Dächer ihrer Häuser fielen. Zwei Menschen starben in ihren Autos ebenfalls durch umstürzende Bäume, ein Mann erlitt einen tödlichen Stromschlag. In New Jersey kamen laut dem Sender CNN zwei Cousins im Alter von zwei und sieben Jahren beim Campen ums Leben: Sie wurden in ihrem Zelt zerquetscht, als eine Pinie wie ein Streichholz umknickte.

"Ein verdammt heißer Tag"

"Ich habe so etwas noch nie erlebt", sagte ein Bewohner in Bethesda vor den Toren der US-Hauptstadt. "Ohne Klimaanlage - das wird ein verdammt heißer Tag", fügte er lächelnd hinzu. Zeitweise sprach der TV-Sender CNN von über vier Millionen Haushalten ohne Strom.

Die Gewitterstürme reichten von den Bundesstaaten Indiana bis New Jersey - insgesamt fegte der nächtliche Sturm innerhalb weniger Stunden über neun Staaten hinweg. Die Stürme erreichten Spitzengeschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometer.

Hoffnungsschimmer in Colorado

Dagegen gibt es in den Waldbrand-Regionen im westlichen Bundesstaat Colorado einen ersten Hoffnungsschimmer: Hier erleichtern sinkende Temperaturen den Kampf gegen die Flammen. "Unsere Mannschaften machen Fortschritte, 25 Prozent der Feuer sind unter Kontrolle", sagte Tom Tidwell vom US-Forest Service am Samstag. Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden.

US-Präsident Barack Obama sprach den Menschen am Freitag (Ortszeit) Mut zu. "Wenn Naturkatastrophen dieser Art zuschlagen, steht Amerika zusammen", sagte er in einem evakuierten Wohngebiet in Colorado Springs. Niedergebrannte Häuser und völlig ausgebrannte Autos säumten seinen Weg durch das Katastrophengebiet. "Die Zerstörung ist enorm", meinte Obama.

(Ag.)

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8 Kommentare
Gast: django
01.07.2012 21:02
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Wer damit ein Problem hat ist selber Schuld.

Ich hab im Keller ein 2000W Kleinstromaggregat, gibts günstig bei der Firma mit Z, und kann über eine eigene Verkabelung meine Kühlgeräte, meinen Computer und im Winter meine Gasheizung betreiben. Zwei Mal in den letzten 15 Jahren hab ichs schon angeworfen.

Und das in Österreich und nicht in USA.

Antworten Gast: toro
02.07.2012 09:10
0 0

Re: Wer damit ein Problem hat ist selber Schuld.

Geh bitte.
Unter 4 kW Dauerleistung ist das sinnloses Spielzeug.

Gast: africano
01.07.2012 19:15
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Sie sorgen sich um die Klimaanlagen ????

Wo bleiben die Sorgen um die Lebensmittel in den Kühlschränken und Gefriertruhen ??
Die Stromleitungen sind verlegt ,wie in den
Dritte Welt Ländern. (am niedrigsten Stand )

Gast: pächter der wahrheit
01.07.2012 16:36
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an manchen Orten wurden Eis und gekühlte Getränke so knapp, dass aus entfernten Regionen Nachschub angeliefert werden musste

Der Notstand bricht aus weils Ben + Jerrys nicht gibt und das Cola und Budweiser lauwarm ist.

Die Sorgen möcht ich haben. Die Gesellschaft ist einer neuen Form der Dekadenz angelangt.

Antworten Gast: Skydings
01.07.2012 18:57
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Re: an manchen Orten wurden Eis und gekühlte Getränke so knapp, dass aus entfernten Regionen Nachschub angeliefert werden musste

Ihren Sarkasmus können Sie sich sparen. In den schlecht isolierten Häusern die in der Gegend ueblich sind, wird es bei 40°C ohne Klimaanlage ziemlich schnell ziemlich ungemuetlich. Dann kann
es schon zu Hitzetoten kommen. Gerade dann wird die gute Versorgung mit Fluessigkeit zur Ueberlebensfrage.

Antworten Antworten Gast: lol lol
02.07.2012 10:25
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Re: Re: an manchen Orten wurden Eis und gekühlte Getränke so knapp, dass aus entfernten Regionen Nachschub angeliefert werden musste

Flüssigkeit gibts ausreichend.
Zur Aufrechterhaltung der Hydrierung muss sie auch nicht kalt sein.


Notstand

Es ist auch wichtiger neue Waffen zu entwickeln und zu produzieren, als in die Infrastruktur des Landes zu investieren!

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Das eigentliche Problem ist:

Die Infrastruktur wurde privatisiert und wird "wirtschaftlich" verwaltet.