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Deutschland: Fünf Tote bei Geiselnahme in Karlsruhe

04.07.2012 | 15:05 |   (DiePresse.com)

Der bewaffnete Täter hatte sich mit vier Geiseln in einem Haus verschanzt, als die Wohnung zwangsgeräumt werden sollte.

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Bei einer Geiselnahme in Karlsruhe hat es am Mittwoch mehrere Tote gegeben. Der Geiselnehmer und alle seine Geiseln seien tot, sagte ein Polizeisprecher in der Karlsruher Nordstadt. Die Polizei hat demnach zu Mittag die Wohnung gestürmt, in der sich der Geiselnehmer seit dem Morgen verschanzt hatte, nachdem die Beamten Brandgeruch festgestellt hatten. Nach ursprünglichen Meldungen von drei bis vier Todesopfern, wurde mittlerweile bestätigt, dass eine weitere tote Frau entdeckt wurde. Damit erhöht sich die Zahl der Todesopfer auf fünf.

Der Täter hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft seine Opfer "regelrecht hingerichtet". Die Polizei geht von vierfachem Mord aus. Außerdem sei die Tat geplant gewesen.

Nach Informationen der Bildzeitung handelt es sich bei den Todesopfern um den Geiselnehmer, einen Gerichtsvollzieher, einen Schlosser und den neuen Wohnungseigentümer. Beim fünften Opfer könnte es sich laut Polizei um die Inhaberin der Wohnung handeln.

Der Täter soll den Gerichtsvollzieher mit den Begleitern kurz vor 9 Uhr in seine Wohnung im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses hereingelassen haben. Kurz darauf fielen mehrere Schüsse. Nach knapp dreistündiger Geiselnahme stürmte ein Spezialeinsatzkommando der Polizei die Wohnung, nachdem die Polizisten Brandgeruch bemerkt hatten. Dort muss sich ihnen ein Bild des Schreckens geboten haben.

Beim Täter, der in der Dachgeschosswohnung lebt, soll es sich um den Lebensgefährten der Wohnungseigentümerin handeln.

Eine Verhandlungsgruppe hatte über Stunden versucht, Kontakt zum Geiselnehmer herzustellen. Ob dies gelang, blieb zunächst unklar. Einzelheiten wollten die Ermittler am Nachmittag bekanntgeben. "Vieles ist noch im Dunkeln", sagte ein Polizeisprecher. So zunächst auch die Identität des Täters.

Bewohner des Mehrfamilienhauses hatten die Polizei informiert, als sie Schüsse aus der Wohnung gehört hatten. Die Polizei riegelte daraufhin den Tatort weiträumig ab. Den Angaben zufolge waren insgesamt 200 Polizisten vor Ort im Einsatz, davon auch je 40 Beamte der Spezialeinheiten SEK und MEK.

Die Polizei hatte den Tatort in dem Wohngebiet mit zwei Schulen und Kindergärten weiträumig abgesperrt. Mehrere Häuserblocks in der Karlsruher Nordstadt wurden evakuiert. Anrainer durften sicherheitshalber nicht in ihre Häuser.

Bei der Polizei liefen die Telefone heiß - unter anderem von Eltern, die sich um ihre Kinder sorgten. "Wir bekommen viele besorgte Anrufe", sagte ein Polizeisprecher. Mehrere Krankenwagen waren vor Ort, auch ein Hubschrauber kreiste über dem Gelände.

Weitere Informationen wollen die Ermittler bei einer Pressekonferenz um 16 Uhr bekanntgeben.

(APA/AFP/dpa)

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28 Kommentare
 
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Gast: pferdschwanz
04.07.2012 21:40
1 1

tragödie

immer wieder interessant,wie hier in den kommentaren "gscheitlt" wird.
fazit; diese tragödie war so nicht absehbar und deshalb nicht zu verhindern.
tiefes beileid an alle betroffenen!!

Gast: harribald
04.07.2012 19:47
2 3

Wer Existenzen vernichtet

........ Der Gerichtsvollzieher war jedenfalls dabei.

Re: Wer Existenzen vernichtet

Wie meinen?

"Der Täter soll den Gerichtsvollzieher mit den Begleitern kurz vor 9 Uhr in seine Wohnung im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses hereingelassen haben." - Wozu brauchte man dann noch den Schlosser?

Antworten Gast: xxxx
04.07.2012 20:30
0 0

Wenn die Selbstverteidigungswaffe versagt?

Dannbrauchts einen Schlosser, der die Luger wieder repariert
Sinds schwer von Begriff?

Antworten Gast: bruha
04.07.2012 19:48
2 2

Re:

falls er ihn nicht hineingelassen hätte, Gneißer!

Re: Re:

Sie lustiger Kerl, und was macht dann der Schlosser in der Wohnung nachdem dem Gerichtsvollzieher eh so geöffnet wurde, hm?

0 0

Gegfrage

.... warum ging das Huhn über die Strasse?

Antworten Antworten Antworten Gast: bruha
04.07.2012 20:57
1 1

Re: Re: Re:

jetzt hörst aber auf!

Wussten der Schlosser und sein behördlicher Auftraggeber vorher, dass sie hereingelassen würden?

Blamier di net weiter.

Re: Re: Re: Re:

Sie checken's einfach nicht, hm? Warum geht der Schlosser in die Wohnung nachdem klar war, dass der nicht benötigt wird?

die Waffen

der Waffennarren

Re: die Waffen

Mit Verlaub: Sie sind ein Depp!

Re: die Waffen

Eine Handgranate ist keine Legalwaffe!

Antworten Gast: gast1984
04.07.2012 19:04
2 1

Re: die Waffen

Ist wieder ein Beweis das auch das schärfste Waffengesetz in Europa nichts bringt!

wie verzweifelt muss so ein mensch sein


Re: wie verzweifelt muss so ein mensch sein

machen Sie bitte nicht den Täter zu einem Opfer.

Antworten Gast: Konservativer
04.07.2012 19:48
2 2

Re: wie verzweifelt muss so ein mensch sein

1.) Ob Mensch oder nicht, steht zur Debatte.

2.) Wie verzweifelt dieser "Mensch" angeblich war, interessiert nicht. Mit kranken Verbrechern hat es kein Mitgefühl zu geben.

Das mit dem mangelnden Mitgefühl

Ist die Grundvoraussetzung, um Verbrecher sein zu können. Denken´s mal drüber nach!

Gast: gasterl
04.07.2012 14:44
1 4

War nur eine Frage der Zeit :-(

Je länger eine Geisel in der Hand des Entführers, desto größer das Risiko für die Geisel.
Verblödete Polit-/Beamte setzen, zum Wohle des Verbrechers, trotzdem auf Zeitgewinn und Deeskalation.

Re: War nur eine Frage der Zeit :-(

der Staat versagt ,wenn er jeden Hinz und Kunz einen Waffenschein ausstellt

Antworten Antworten Gast: gast1984
05.07.2012 11:26
0 0

Re: Re: War nur eine Frage der Zeit :-(

Täter war kein Jäger


Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) teilte mit, dass der mutmaßliche Täter kein Jäger war: Er war weder bei der Waffen- noch bei der Jagdbehörde in Frankreich oder Deutschland gemeldet und besaß keinen Europäischen Feuerwaffenpass, hieß es in einer Mitteilung. Demnach handelt es sich wahrscheinlich um einen illegalen Waffenbesitzer. Auch hat der Mann wohl keine Jagdwaffen besessen.

Re: Re: War nur eine Frage der Zeit :-(

Wäre in diesem Fall egal, der Mann besass nämlich eine Handgranate. Der hat auf Legalwaffenbesitz nichts gegeben.


Antworten Antworten Gast: gast1984
04.07.2012 19:07
3 0

Re: Re: War nur eine Frage der Zeit :-(

Ist wieder ein Beweis das auch das schärfste Waffengesetz in Europa nichts an Sicherheit bringt!

Unter Anderem ist es schon verboten Menschen zu töten, egal mit welchem Tatmittel!

Antworten Antworten Gast: Innsbrucker
04.07.2012 18:59
2 0

Re: Re: War nur eine Frage der Zeit :-(

Nur hat der Täter keinen Waffenschein besessen...

Gast: Jakospezi
04.07.2012 13:00
0 21

da hat das GSG9 mal wieder versagt...


Abkürzungen sollte ich nur verwenden wenn ich sie kenne

GSG = Grenzschutzgruppe

Also DIE, nicht das.
Wieder ein Versuch als Experte zu erscheinen der in die Hose ging.

Ausserdem kommt die GSG9 bei solchen 0815 Einsätzen nicht zum Einsatz.

 
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