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Flutkatastrophe in Russland: Behörden räumen Fehler ein

09.07.2012 | 13:08 |   (DiePresse.com)

Meterhohe Flutwellen überraschten die Menschen am Schwarzen Meer im Schlaf. Die Suche nach weiteren Opfern dauert an.

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Präsident Wladimir Putin verlangte eine lückenlose Aufklärung der verheerenden Flutkatastrophe im Süden Russlands mit mehr als 170 Toten. Es müsse alles objektiv aufgearbeitet werden, damit sich ein solches Unglück nicht wiederhole. "Seitens der Leiter an Ort und Stelle sowie der Dienststellen sind Fehler gemacht worden", räumte Zivilschutzminister Wladimir Putschkow Fehler der Behörden ein. Die Menschen seien vor der nahenden Gefahr nicht in vollem Umfang und wie vorgeschrieben gewarnt worden.

Die Suche nach weiteren Opfern in der Ferienregion Krasnodar am Schwarzen Meer dauerte an, wie der Radiosender Echo Moskwy berichtete. Insgesamt seien von der Katastrophe mehr als 20.000 Menschen in der Region betroffen, sagte Putschkow. Fernsehen und Kultureinrichtungen sollten wegen der nationalen Trauer am Montag auf Unterhaltungsprogramme verzichten.

Russland: Flutkatastrophe im Feriengebiet

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Putschkow betonte, aus Stauseen sei kein Wasser abgelassen worden. Er habe sich an den Anlagen selbst davon überzeugt. Das Hochwasser sei ausschließlich Folge extremer Regenfälle gewesen. Die Wassermassen hätten die Flüsse zu reißenden Strömen verwandelt und alles vernichtet. Bewohner der Region warfen den Behörden vor, die Schleusen des Stausees jedoch geöffnet und damit das Hochwasser mitverursacht zu haben.

Teile von Krimsk lagen weiter unter Wasser. Dort hatte überraschend eine sieben Meter hohe Welle eingeschlagen. Augenzeugen berichten in russischen Medien, dass die Zahl der Toten möglicherweise deutlich höher liege. Die Lage galt als unübersichtlich, weil viele Menschen in der Region Feriengäste bei sich aufnehmen, ohne diese zu melden.

In dem Katastrphengebiet warteten Tausende Menschen, die ihre Wohnungen verloren haben, weiter auf Hilfe. Vielen fehlte es am Nötigsten wie Nahrungsmitteln und Kleidung. Die Flut hatte in der Region 1200 Kilometer südlich von Moskau mehr als 5000 Häuser überschwemmt.

 

(APA/dpa)

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