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Niger: Hunger bedroht 5,5 Millionen Menschen

09.07.2012 | 15:28 |   (DiePresse.com)

Niger, das zweitärmste Land der Welt, steht vor einer Hungerkatastrophe. Die Caritas fordert von Politik und Bevölkerung mehr Geld.

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Im westafrikanischen Niger sind 5,5 Millionen Menschen akut vom Hunger bedroht, berichtet die Caritas. "Wir müssen diese Tragödie beenden - es ist möglich, wir müssen nur wollen", appelliert Caritas-Präsident Franz Küberl an die österreichische Bevölkerung und Politik.

Da die Regenfälle heuer größtenteils ausbleiben, steht dem zweitärmsten Land der Welt eine Hungerkatastrophe bevor. Die Hirseernte droht wegen des Wassermangels auszufallen. Ein starkes Bevölkerungswachstum von 3,3 Prozent und veraltete Produktionsbedingungen verschärfen die Lage.

Zusätzlich erhöhen zentausende Flüchtlinge aus dem politisch instabilen Mali sowie eine Viertelmillion heimgekehrte Fremdarbeiter nach der Libyen-Krise die Zahl der Hungernden. Internationalen Angaben zufolge fehlen im Niger derzeit 692.000 Tonnen Nahrungsmittel.

Mehr Geld für Afrika

Küberl fordert von der heimischen Bundesregierung mehr Hilfsgelder, denn die bisher zugesagten 1,5 Millionen Euro können "noch nicht alles gewesen sein". Österreich hat im Vorjahr 0,27 Prozent des BIP Entwicklungshilfe ausgegeben.

Küberl hofft außerdem auf ein starkes Ergebnis der diesjährigen Augustsammlung der Caritas. Über drei Millionen Euro sollen hier lukriert werden. "Afrika ist kein Fass ohne Boden, sondern einfach ein riesiger Kontinent", gibt Küberl zu bedenken und möchte damit die Hilfeleistungen in Zukunft steigern. Die Caritas Österreich hat bisher insgesamt eine Million an Hilfsgeldern in Sozialprojekte im Westsahel investiert.

Situation im Niger
Der westafrikanische Staat Niger in der Sahelzone ist das zweitärmste Land der Welt. 14 Millionen Menschen leben auf einer Fläche mehr als doppelt so groß wie Frankreich, die vorwiegend aus Trockensavanne und Wüste besteht. Ausbleibende Regenfälle bedrohen die diesjährige Hirseernte. Insgesamt sind in der afrikanischen Sahelzone 18 Millionen Menschen vom Hunger bedroht.

Spendenkonto Caritas Österreich: PSK, Kto. 7.700.004, Blz. 60000, BIC OPSKATWW, IBAN: AT 926 0000 0000 7700

(APA/red.)

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5 Kommentare

Afrika

seit 60 Jahren dasselbe ..,
... noch 100 Jahre und alles ist gut

meine Empathie ist schlichtweg verbraucht.

Ich würde innerlich zugrunde gehen wenn ich mir all diese Nachrichen zu Herzen nehmen würde.

Das Leben ist manchmal einfach ungerecht und ich lasse mir durch solche Meldungen nicht mehr den Tag verderben.

Was gedenkt Herr Küberl

gegen die anhaltende Dürre zu unternehmen?

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jede Frau hat 3,4 Töchter, das sind dann über 10 Enkelinnen.

Da muss jedes Land kolapieren.