Im westafrikanischen Niger sind 5,5 Millionen Menschen akut vom Hunger bedroht, berichtet die Caritas. "Wir müssen diese Tragödie beenden - es ist möglich, wir müssen nur wollen", appelliert Caritas-Präsident Franz Küberl an die österreichische Bevölkerung und Politik.
Da die Regenfälle heuer größtenteils ausbleiben, steht dem zweitärmsten Land der Welt eine Hungerkatastrophe bevor. Die Hirseernte droht wegen des Wassermangels auszufallen. Ein starkes Bevölkerungswachstum von 3,3 Prozent und veraltete Produktionsbedingungen verschärfen die Lage.
Zusätzlich erhöhen zentausende Flüchtlinge aus dem politisch instabilen Mali sowie eine Viertelmillion heimgekehrte Fremdarbeiter nach der Libyen-Krise die Zahl der Hungernden. Internationalen Angaben zufolge fehlen im Niger derzeit 692.000 Tonnen Nahrungsmittel.
Mehr Geld für Afrika
Küberl fordert von der heimischen Bundesregierung mehr Hilfsgelder, denn die bisher zugesagten 1,5 Millionen Euro können "noch nicht alles gewesen sein". Österreich hat im Vorjahr 0,27 Prozent des BIP Entwicklungshilfe ausgegeben.
Küberl hofft außerdem auf ein starkes Ergebnis der diesjährigen Augustsammlung der Caritas. Über drei Millionen Euro sollen hier lukriert werden. "Afrika ist kein Fass ohne Boden, sondern einfach ein riesiger Kontinent", gibt Küberl zu bedenken und möchte damit die Hilfeleistungen in Zukunft steigern. Die Caritas Österreich hat bisher insgesamt eine Million an Hilfsgeldern in Sozialprojekte im Westsahel investiert.
Spendenkonto Caritas Österreich: PSK, Kto. 7.700.004, Blz. 60000, BIC OPSKATWW, IBAN: AT 926 0000 0000 7700
(APA/red.)
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