Ein italienischer Fischkutter ist nach einer mutmaßlichen Meuterei auf dem Mittelmeer verschwunden, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Am Wochenende wurden an der griechischen Küste drei italienische Besatzungsmitglieder des Kutters "Fatima II" auf Rettungsfloßen gefunden. Derzeit suchen die Küstenwachen mehrerer Länder nach dem vermissten Schiff.
Was an Board tatsächlich geschah, ist unklar. Angeblich soll es nachts zu einer Meuterei gekommen sein. Die drei geretteten Seeleute geben an, dass sie von den übrigen drei Crewmitgliedern, zwei Ägypter und ein Tunesier, mit Waffengewalt gezwungen wurden, in die Rettungsfloße zu steigen. Sie konnten per Handy ihre Familien kontaktieren und dadurch von der Küstenwache gerettet werden. Angeblich fielen auch Schüsse. Auch ob der Kapitän noch am Leben ist, bleibt unklar. Medienberichten zufolge könnte es sich um eine Entführung handeln.
Der Besitzer des Fischkutters wandte sich an die Küstenwache, da der Funkkontakt zum Kapitän und der sechsköpfigen Crew abgebrochen war. Derzeit versuchen die Küstenwachen, das Schiff über die Handys der Seeleute zu orten.
(APA)
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