
Der Kampf gegen die Waldbrände in Südeuropa geht weiter. Die Feuerwehren in Griechenland und den spanischen Ferieninseln im Atlantik und Mittelmeer sind nach Kräften bemüht, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Hitze, Trockenheit und Wind erschweren die Löscharbeiten enorm. Die Karte (unten) zeigt die Inseln und Regionen, die von den Feuern betroffen sind.
Brandstifter am Werk
Vielerorts gibt es den Verdacht, dass Brandstifter ihr Unwesen treiben. Italien sagt den Feuerteufeln nun den Kampf an. Durch sie wird Jahr für Jahr ein Teil des beträchtlichen Waldbestands zerstört, daher wurden strenge Kontrollen angeordnet.
Obwohl die Strafen für das Vergehen "Waldbrandstiftung" vier bis zehn Jahre Gefängnis vorsehen, bleiben Brände nach wie vor eine sommerliche Plage in Italien. Viele Feuer werden aus bauspekulativen Gründen gelegt. Der italienische Zivilschutz sprach zuletzt von einem "Geschäft mit dem Feuer".
Vor allem in Süditalien wolle man dadurch die staatliche Aufforstung erzwingen, berichteten Zeitungen. Für die Forstarbeiten würden dann Arbeitslose aus der Region eingesetzt. Die Naturschutzorganisation WWF fordert, dass sich die nationale Anti-Mafia-Kommission mit dem Problem der gelegten Brände beschäftigt.