Nach dem Fährunglück vor Sansibar rechnet die Polizei in Tansania mit mehr als 140 Toten. Mehr als 60 Leichen wurden nach Behördenangaben vom Donnerstag bereits geborgen, über 80 Menschen galten als vermisst. Nach Angaben des Außenministeriums in Wien gab es am Donnerstagabend weiter keine Hinweise darauf, dass sich Österreicher an Bord der Fähre befunden haben könnten.
Rettungskräfte bargen nach neuen Polizeiangaben 62 Leichen, mindestens 145 Menschen konnten gerettet werden. Nach Angaben der Regierung des Inselarchipels Sansibar befanden sich laut Passagierliste 251 Erwachsene, 30 Kinder und sechs Crew-Mitglieder an Bord der Fähre. Die "MV Skagit" war am Mittwoch zur Mittagszeit vom tansanischen Daressalam gestartet und vor der Insel Sansibar gekentert.
Die Fähre sei inzwischen vollständig gesunken, sagte Polizeisprecher Mohammed Mhina. "Die Suchaktion wird fortgesetzt, es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass wir noch Überlebende finden", fügte er hinzu. Das Wetter sei sehr schlecht gewesen. Wegen der hohen Wellen und des starken Windes habe die Suchaktion in der Nacht unterbrochen werden müssen.Der Präsident des halbautonomen Inselarchipels Sansibar, Mohammed Shein, verhängte drei Tage Trauer ab Donnerstag. Die Unglücksursache war weiter unklar, Fähren sind in der Region aber nicht selten überbesetzt. Mitte September 2011 war eine völlig überladene Fähre auf dem Weg zwischen zwei Inseln von Sansibar gesunken. Für 203 der mehr als 800 Insassen kam jede Hilfe zu spät. Es war das schwerste Schiffsunglück in Tansania seit zehn Jahren.
Die "MV Skagit" war am Mittwoch zur Mittagszeit von der tansanischen Stadt Daressalam gestartet und vor der Insel Sansibar gekentert.
(APA/AFP)

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