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USA: Geistig Behinderter trotz UN-Protests hingerichtet

19.07.2012 | 08:08 |   (DiePresse.com)

Der 34-jährige Afroamerikaner wurde mit einer Giftspritze getötet. Selbst die UNO konnte die Vollstreckung der umstrittenen Hinrichtung nicht verhindern.

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Die Behörden im US-Staat Texas haben trotz Protesten der Vereinten Nationen einen zum Tode verurteilten geistig Behinderten hingerichtet. Der 34-jährige Afroamerikaner Yokamon Hearn wurde am Mittwoch mit einer Todesspritze exekutiert, die nur ein Gift und nicht wie bisher üblich drei verschiedene Stoffe enthielt.

Die UNO hatte die USA noch am Dienstag dazu aufgefordert, das Todesurteil im Hinblick auf die Behinderung des Mannes nicht zu vollstrecken.

Hearn war im Alter von 19 Jahren zum Tode verurteilt worden, weil er einen Weißen ermordet haben soll. In seinem 14. Lebensjahr war seine Behinderung festgestellt worden, die auf die Alkoholsucht seiner Mutter zurückgeführt wurde. Am Mittwoch lehnte der Oberste Gerichtshof der USA eine letzte Eingabe gegen die Exekution endgültig ab.

Auch Georgia will geistig Behinderten hinrichten

Ebenfalls am Mittwoch hatte der US-Staat Georgia die geplante Hinrichtung eines anderen geistig Behinderten verschoben. Die Todesstrafe gegen ihn soll nun am Montag vollstreckt werden. Er war im Jahr 1991 wegen der Ermordung eines Mithäftlings zum Tode verurteilt worden. Ursprünglich war er wegen der Tötung seiner Freundin in Haft gesessen. Ein Gnadengesuch wurde am Montag abgelehnt.

Der Supreme Court hatte 2002 entschieden, dass geistig Behinderte nicht zum Tode verurteilt werden dürfen. Allerdings überließ das Gericht die Definition von geistiger Behinderung den einzelnen US-Staaten.

(APA/AFP)

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68 Kommentare
 
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informationsdefizit

Ob die behinderung causal mit dem mord zusammenhängt geht aus dieser presseaussendung nicht hervor.
daher wurde hier wahrscheinlich im sinne der gleichberechtigung gehandelt.
Ich kann auch meine frau nicht schlagen, nur weil es woanders vielleicht erlaubt ist. Gesetze sind einzuhalten. Und in amerika gibt es nun mal die absurde todesstrafe.
Eigentlich sollten wir europäer der welt die emrk aufzwängen!

Gast: Zyni
19.07.2012 17:34
2 0

Hat irgendwie Tradition

HE WAS RIGHT WE WAS WRONG BUT WE STRUNG HIM UP AND NOW HE'S GONE"

Gast: typisch
19.07.2012 16:35
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amerika ...

... das land der unbegrenzten möglichkeiten; hier ist leider wirklich ALLES möglich; und die europäer sind so dumm und lassen sich von den USA in geiselhaft nehmen und machen alles, was sie ihnen anschaffen, wie das beispiel vorratsdatenspeicherung, bespitzelung unschuldiger menschen und permanente videoüberwachung beweisen.
amerika behandelt auch harmlose touristen, die das land besuchen wollen, wie schwerverbrecher, indem sie automatisch die fingerabdrücke abnehmen. und hier gibt es auch KEINE aufschreie von AMNESTY, den GRÜNEN etc. etc. etc. ....

Re: amerika ...

musst ja nicht hinfahren

Gast: schwarzseher
19.07.2012 16:28
2 0

demokratie

staatlich befugte tötung in einer demokratie-einmalig.

Das ist doch krank

Und verstößt gegen den achten Verfassungszusatz

Gast: bärle
19.07.2012 15:31
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So soll es sein

für ein Verbrechen war er auch "intelligent" genug. Also reicht es auch für's sterben.

Re: So soll es sein

Danke, sehr gut. Eine einfache Tatsache, die Sie so schlicht erklären konnten, dass es sogar ein Linksverirrter verstehen kann.

Unglaublich

Das liest sich wie eine Meldung aus Afganistan: Ehebrecherin gesteinigt!

USA: geistig "behinderter" hingerichtet!


Re: Unglaublich

Wäre Ihnen "moralisch behindert" lieber? Wenn ja, dürfen sie den Begriff benutzen.

Re: Unglaublich

Wer weiß, wie er einen anderen Menschen vorher "hergerichtet" hat.

Gast: "White Trash"
19.07.2012 15:06
0 3

Hat einen Weißen getötet...

Ist das etwas anderes als einen Schwarzen zu töten? Nein, aber es unterstellt rassistische Motive.

Ich glaube - obwohl ich in den meisten politischen Fragen mit den USA nicht konform gehe - dass die USA trotz allem ein Rechtsstaat sind und nicht leichtfertig einen "Schwarzen" hinrichten, weil er schwarz ist, sondern weil er ein Mörder ist.

Ob er wirklich behindert ist oder nur dumm - wie manche Poster hier meinen - lässt sich dem Bericht nicht entnehmen. Ich gehe aber davon aus, dass letzteres zutrifft und lediglich der Gutmensch wieder interpretiert. Voilà.

Also ....

1. Sind derartige Leute nicht behindert, sondern einfach nur ein bissl dumm. Wenn man die als behindert einstuft, könnte man weite Teile der Bevölkerung auch so nennen.
2. Bin ich prinzipiell gegen die Todesstrafe.
3. Sollte es lebenslange Verwahrung für gewisse Taten geben, ohne vorzeitige Entlassung. Also nur mit den Füßen voran aus dem Gefängnis.

Antworten Gast: Pensador
19.07.2012 14:37
1 0

"derartige Leute" ???

Du kennst die Person doch gar nicht!
Schwing hier nicht so grosse Reden ...

"Allerdings überließ das Gericht die Definition von geistiger Behinderung den einzelnen US-Staaten."

in texas sind die grenzen wohl hoch angesetzt, damit die anstalten nicht über gehen…

Gast: Pensador
19.07.2012 13:36
6 2

Niedriger IQ ist kein Strafausschliessungsgrund

Unwillkommene Meinungen löschen die Presse- Metternichs bereits während dem posten.
Also nochmals:
Auch wer einen niedrigen IQ hat, weiss ob er ein Verbrechen verübt und ob seine Tat gut oder verbrecherisch ist.
Sonst müsste man ja alle Dummen straffrei stellen.
Und um einen geistig "Behinderten" handelte es sich hier nicht, auch wenn dieser Verbrecher, der immerhin 2 Menschen umgebracht hatte, einen auffällig niedrigen IQ hatte.

Gast: gast44
19.07.2012 13:25
5 2

die todesstrafe trifft vor allem arme schwarze männer

und hat ihren ursprung in der lynchjustiz, die in amerika lange praktiziert wurde, der wilde westen lässt grüßen

einfach barbarisch, die todesstrafe ist sexistisch und rassistisch

in amerika sitzen auch die meisten menschen weltweit ein davon viele unschuldige

Re: die todesstrafe trifft vor allem arme schwarze männer

Mit der Überschrift haben Sie wahrscheinlich recht. Denn reiche schwarze Frauen trifft sie nicht. Oder wurde Michael Jackson je verurteilt?

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Re: die todesstrafe trifft vor allem arme schwarze männer

Diese Argumentation ist aber sehr schwach. Einverstanden, daß generell die Armen in den USA (auch in Europa) weniger Möglichkeiten haben, Recht zu bekommen. Es ist aber billig, die Verhängung der Todesstrafe an Schwarzen als rassistisch motiviert abzutun. Mittlerweile gibt es in den USA weit und breit so etwas wie schwarzer Rassismus gegen Weiße. Die USA sind ein Land der Einwanderer, viele von ihnen keineswegs anständige und fleißige Menschen. Die Erhaltung der öffentlichen Sicherheit geht gar nicht anders, als mit Gefängnissstrafen ohne wenn und aber.
Wohin steuern wir in Europa mit unserer Weigerung die Realitäten zu sehen und mit der Neigung immer das Gute in den Menschen zu suchen? Die Sitten sind roher geworden und der Staat muß entsprechend reagieren.

Antworten Gast: Pensador
19.07.2012 13:42
1 2

Re: die todesstrafe trifft vor allem arme schwarze männer

Und dass in den USA die Verbrechensrate unter der schwarzen Bevölkerung wesentlich höher ist als jene z. B. von Asiaten?
Ist das auch eine Folge des Wilden Westens?
Übrigens:
Auch in Österreich und allen Staaten Europas gehen physische Gewaltverbrechen nicht auf Konto von Frauen, sondern vorallem von Männern. Und reich sind diese Männer meistens auch nicht.

Gast: LINKEbeobachter
19.07.2012 12:26
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Interessante Sachlage

Dieselben Personen, die sich hier gaaaanz gross als Lebensschuetzer profilieren, sind auch gaaanz groosse Abtreibungsbefuerworter. Duerfen nur unschuldige umgebracht werden? Ist hier der Teufel am Werk?

Antworten Gast: gast44
19.07.2012 13:26
3 0

Re: Interessante Sachlage

das würde ich jetzt mal als eine unterstellung bezeichnen


Re: Interessante Sachlage

Die Frage ist vielmehr, wie man "Leben" definiert.

Meinen Sie, ein Embryo lebt bereits mehr, als eine erwachsene Kuh?

Jetzt wird es interessant.

Antworten Antworten Gast: politicallyincorrect
19.07.2012 14:14
1 0

Re: Re: Interessante Sachlage

Beides sind gleichermaßen Lebewesen, aber das eine ist eine Person und das andere ist ein unverarbeitetes Nahrungsmittel

Argumentation

Also wenn ein Land so weit geht seine Bürger zu töten wenn es in ihnen eine Gefahr für die Allgemeinheit sieht, dann darf man sich nicht wundern, wenn auch gefährliche Behinderte hingerichtet werden.

Da hat man es mit humanistischen Argumenten halt schwer, denn diese greifen ja schon bei nicht behinderten zum Tode Verurteilten.

Land der unbegrenzten Möglichkeit

"Der Supreme Court hatte 2002 entschieden, dass geistig Behinderte nicht zum Tode verurteilt werden dürfen. Allerdings überließ das Gericht die Definition von geistiger Behinderung den einzelnen US-Staaten."

no comment

 
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