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USA: Blutbad bei "Batman"- Premiere

21.07.2012 | 09:21 |   (DiePresse.com)

Ein maskierter Täter hat in einem Kinosaal in der Stadt Denver wahllos um sich geschossen. Zwölf Menschen starben, 58 sind verletzt. Der mutmaßliche Schütze ist in Haft.

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Bei einer Premiere des neuen "Batman"-Films hat ein junger Mann in einem Kinosaal im US-Staat Colorado wild um sich geschossen und mindestens zwölf Menschen getötet. 58 Menschen wurden verletzt - elf davon schweben noch in Lebensgefahr. Viele Verletzte sind aber noch in kritischem Zustand. Der mutmaßliche Schütze, der 24-jährige Student James Holmes, wurde festgenommen. Der Vorfall ereignete sich bei einer Mitternachts-Premiere des neuen Batman-Films "The Dark Knight Rises" im Century Kino in der Stadt Aurora bei Denver.

Holmes, laut Polizeiangaben ein "unbeschriebenes Blatt", ließ sich auf einem Parkplatz hinter dem Kino widerstandslos festnehmen. Dort stand auch sein Auto. Der US-Amokläufer James Holmes hatte bisher kein kriminelles Strafregister. Er fiel nur einmal als Verkehrssünder auf und erhielt ein Strafmandat. Über das Motiv des 24 Jahre alten Schützen, der nach dem Blutbad festgenommen wurde, herrschte Rätselraten.

"Solche Sprengfallen noch nie gesehen"

Nach der Festnahme warnte er die Polizei, dass er Sprengsätze in seiner Wohnung deponiert habe, berichtete ein Polizist. Bei der Untersuchung des mittlerweile evakuierten Mietshauses, in dem der Mann wohnte, befand sich nach Polizeiangaben auch tatsächlich eine Sprengfalle. Die Installation wirke ausgeklügelt, weshalb die Beamten möglicherweise noch Stunden oder gar Tage für das Räumen der Wohnung brauchen könnten.

Der örtliche Polizeichef Dan Oates beschrieb die Sprengfallen als etwas, "was wir noch nie gesehen haben". Sie setzten sich aus entzündlichen und chemischen Substanzen zusammen, "und es gibt eine Menge Drähte".

Amokschütze wollte Studium aufgeben

Der Amokschütze hat nach Angaben des Senders NBC an der University of Colorado in Aurora Neurowissenschaften studiert. Er habe sich im Juni 2011 eingeschrieben, aber sei dabei gewesen, sein Studium aufzugeben, hieß es unter Berufung auf Angaben der Medizinischen Fakultät. Nach weiteren Angaben wuchs Holmes in San Diego (Kalifornien) auf. Eine Polizeivertreterin zitierte aus einer Erklärung seiner Eltern, die den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aussprachen.

(c) Reuters (The University of Colorado/Handout) Der mutmaßliche Schütze James Holmes

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Anfangs gab es Berichte über einen zweiten Täter, die von der Polizei aber dementiert wurden. Es gibt keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Schüsse und Tränengas im Kinosaal

Holmes trug kugelsichere schwarze Kleidung, Handschuhe und eine Gasmaske - wie der Bösewicht Bane in dem Actionfilm "The Dark Knight Rises". Er war mit einem Gewehr und zwei Pistolen bewaffnet. Im Kinosaal ließ er zuerst aus einem Kanister Gas ausströmen - vermutlich Tränengas. 15 Minuten nach Filmbeginn trat er aus einem Seitenzugang und eröffnete das Feuer.(c) Reuters (Handout) James Holmes auf einem Foto aus dem Highschool-Jahrbuch

(c) Reuters (Handout) James Holmes auf einem Foto aus dem Highschool-Jahrbuch

"Er kam über eine Treppe und schoss sofort um sich," sagte ein Zeuge im US-Fernsehen. Viele Zuschauer hätten zunächst nicht gewusst, ob die Schüsse Teil des Actionfilms waren, berichtete ein anderer Mann auf CNN. "Ich habe zuerst überhaupt nicht begriffen, was los ist", sagte er. "Erst als der Alarm losging, wussten wir, dass etwas faul ist."

Aurora: Kinopremiere wird zum Albtraum

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Auch Kinder unter den Opfern

Zehn Menschen starben noch im Kinosaal, zwei weitere später im Krankenhaus. Unter den Opfern sind zahlreiche Kinder. Auch ein Baby wurde in einem Krankenhaus behandelt. Es sollen auch Kugeln durch die Wand in einen benachbarten Saal gedrungen sein und dort Menschen verletzt haben. Ein Zeuge, der in einem anderen Kinosaal war, sagte dem TV-Sender 9news.com, dass er zehn bis 20 Schüsse und mehrere kleine Explosion gehört habe. Daraufhin wurde der Feueralarm ausgelöst, die Kinobesucher stürmten aus dem Gebäude. Videoaufnahmen von Zuschauern zeigten schreckliche Szenen: Menschen schrien und drängten zu den Ausgängen, einige waren blutüberströmt.

Die unverletzten Zeugen wurden in eine Schule gebracht, wo sie betreut und zu den Vorfällen befragt werden. Mindestens 250 Polizisten sind am Tatort. Laut CNN rückte auch das FBI aus.

Obama "schockiert und betrübt"

US-Präsident Barack Obama hat sich "schockiert und tief betrübt" über das Blutbad gezeigt. Seine Frau Michelle und er seien bestürzt über die "entsetzliche und tragische" Tat, sagte Obama am Freitag in Washington.

Die Regierung werde alles tun, um die Menschen in Aurora zu unterstützen, fügte Obama hinzu. In solchen "Momenten der Dunkelheit und Herausforderung müssen wir jetzt wie eine amerikanische Familie zusammenkommen", rief der Präsident seine Landsleute auf.

Columbine-Highschool in der Nähe

Aurora liegt nicht weit von der Columbine-Highschool in Littleton entfernt. Dort hatten zwei Schüler bei einem Amoklauf am 20. April 1999 13 Menschen und dann sich selbst getötet. Die grausame Tat war das bis dahin schlimmste Schulmassaker und rief in den USA Forderungen nach schärferen Waffengesetzen hervor.

Rückblick: Die schlimmsten Amokläufe der USA

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(APA/Reuters/red.)

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109 Kommentare
 
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Gast: Peter Hofmueller
21.07.2012 11:14
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Blutbad bei "Batman"-Premiere

DasGehirn des Menschen ist die stärkste Waffe...
"New's"????

Gast: Gast_001
21.07.2012 09:38
0 0

Mit 23 (2011) hat er sich erst an der UNI eingeschrieben?

Was hat der Typ davor gemacht?

1.) Tränengas vor dem Amoklauf. Das machen manche Spezialeinheiten bei der Polizei bevor Sie das Gebäude Stürmen.

2.) Die Ausrüstung (Kugelsichere Weste, 2 Pistolen und ein Gewehr oder ein Sturmgewehr?)

3.) Mehrere selbstgebaute Sprengfallen welche die Polizei bisher noch nie gesehen hat. Das Entschärfungsdienst würde Tage benötigen um diese zu entschärfen.

Wer hat Ihn in diesem Bereich ausgebildet?
In seiner Studienrichtung lernt man solche Sachen nicht..
Das hört sich alles nach einem Militärischen Background an...

Gast: Zusammenhang
21.07.2012 08:16
1 0

Täterkreis

Schön langsam muss man hinterfragen, wieso immer öfter Amokläufer aus den Studentenkreisen kommen. Während das normale Bürgertum im Umkreis der Familie Straftaten begeht, kommen Amokläufer zumeist aus Studentenverbindungen. Schön langsam Frage ich mich, was in solchen Studentenverbindungen an Gesprächen und Handlungen vor sich geht. Ich bin mir sicher, dass Profiler dieses Phänomen bereits untersuchen. Auch die K.O. Tropfen wurden auf einem Kampus in den USA ins Leben gerufen. Was geht nur in manchen Studentenköpfen wirklich vor? Mir studieren hat das nichts zu tun. Vielleicht wäre es gut, auf Universitäten geschultes psychologisches Personal anzustellen, die genau diese gestörten Persönlichkeiten herausfiltern.

Gast: Schon wieder ein US-Amerikaner
21.07.2012 02:07
0 1


Gast: ethikerin975x667
20.07.2012 22:28
0 3

schlimm

aber schlimmer ist noch:

http://preview.tinyurl.com/cgupfs3

Gast: Gast123456
20.07.2012 21:42
2 1

paar Gedanken.

Wie kommt man denn mit 3 Schusswaffen, einer Gasmaske und Rauch-Tränengas sowie einer Schussweste ins Kino ohne das es jemand mitbekommt?

Es gleich auf Killerspiele zu schieben zeugt von keiner großen Intelligenz. Vielleicht stand er unter Drogen/Medikamenteneinfluss. Vielleicht gab es gravierende Veränderungen im Leben
usw......

Auch stellt sich die Frage warum der Täter sein Haus mit Sprengladungen versieht, es aber der Polizei mitteilt.


Re: paar Gedanken.

der typ ist nicht durch den haupteingang gekommen sondern durch eine hintertuer - exit

Antworten Gast: ein gast...
21.07.2012 00:04
1 0

Re: paar Gedanken.

Das geht relativ einfach
Für die Filmpremiere haben sich haufenweise die Leute verkleidet und im halbdunkel erkennt niemand ob das eine echte oder plastikwaffe ist.

Gast: fugazi
20.07.2012 21:27
7 11

...

ca. 200.000 menschen sterben jährlich bei kriegsunabhängigen einsatz von schusswaffen!

der mehrheit der koservativen rechts rechten ist das nicht genug!!!!!!!!!

und klar, brevik z.b. hätte das massaker auch mit küchenmesser und fleischhammer erledigt gelt?

Antworten Gast: Unit 731
20.07.2012 23:31
2 0

Re: ...

Breivik hat im Osloer Regierungsviertel - ganz ohne Schusswaffen! - für eine Spur der Verwüstung gesorgt. Bilanz: 8 Tote. Wo ein Wille, da ein Weg.

in diesem forum werden sie keine unterstützung finden.

ps - guter nick.

Re: in diesem forum werden sie keine unterstützung finden.

Doch, finden sie.
Wenige, aber doch...

Gast: E.T.
20.07.2012 20:34
7 2

Leider nicht zu verhindern

Ich denke, egal ob mit oder ohne Waffenfreigabe, ein Amoklauf ist nicht zu verhindern, Verrückte gibt es immer.
Ich bin zwar froh, dass wir eine andere Einstellung zu Waffen haben, als manche US-Bundesstaaten, trotzdem schützt es uns nicht vor einem Amokläufer oder wir verbieten auch Messer, Sägen, Seile, etc. und dann wären noch Steine oder Äste da, also ein nicht zu lösendes Problem meiner Meinung nach.

Re: Leider nicht zu verhindern

30000 toe durch schusswaffen hat auch sicher nichts mit liberalen waffengesetzen zu tun- aber gottseidank haben wir hier auch pro waffen fans-zitat in news-"Ich bin für ein liberaleres Waffenrecht. Kriminelle, vor allem Ausländer, besorgen sich leicht auf dem Schwarzmarkt illegale Waffen, anständigen Bürgern wird der Zugang erschwert", sagt FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache in einem Interview mit der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. Strache argumentiert, dass ein liberales Waffenrecht abschreckend wirke.

Re: Leider nicht zu verhindern

Mit "Messern, Sägen, Seilen, Steinen oder Ästen" ist ein derartiges Massaker eines Einzelnen aber nur schwer vorstellbar, oder?

Antworten Antworten Gast: E.T.
21.07.2012 10:06
0 0

Re: Re: Leider nicht zu verhindern

Jedes Opfer ist doch eines zu viel oder zählt nur die Kopfzahl ?

Re: Re: Leider nicht zu verhindern

Dass es auf der ganzen Welt keine einzige Schusswaffe mehr gibt, ist das für Sie eher vorstellbar?

Re: Leider nicht zu verhindern

Mit Messern und Seilen bringst halt keine 12 Leute um... Frage: welchen Sinn haben Schusswaffen für Privatpersonen?

Re: Re: Leider nicht zu verhindern

Früher wurden ausbeutende Herrscher vom Volk mit Mistgabeln verjagt, heute wenn nötig, wird das Vertreiben unserer superkorrekten uns nicht ausbeutenden ehrlichen Politikerkaste wohl anders erfolgen müssen...

Antworten Antworten Gast: Theendishere
21.07.2012 00:03
2 1

Re: Re: Leider nicht zu verhindern

Und wer gibt ihnen das Recht mir vorzuschreiben was ich zu tun oder besitzen darf?! Solche Forderungen erheben nur Faschos!

Re: Re: Re: Leider nicht zu verhindern

falsch - heute nennen die sich Antifaschos

ich warte ja nur drauf,

bis der nächste geistesriese meint, dass der amoklauf verhindert hätte werden können, wenn alle eine knarre gehabt hätten...

Antworten Gast: fugazi
20.07.2012 19:21
3 5

Re: ich warte ja nur drauf,

absolut! wird sollten alle eine tragen, am besten tauschen wir unsere handys gegen pistolen ein, und polizei brauchen wir dann auch keine mehr!

endlich haben wir die lösung!
endlich kann uns nichts mehr geschehen!


Antworten Gast: Chebeobachter
20.07.2012 19:02
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Lieber dann schon ein Che-Zitat

"Mir ist es egal wenn ich falle, solange ein anderer meine Knarre aufhebt und weiterballert" Ihr Held Che war also ein ganz ordentlicher Waffenfreund.
Aber natuerlich nur im Sinne ihres grossen Vorbilds Mao-Zehe-Dung:
"Jede politische Macht kommt aus dem Lauf der Knarre. Die Kommunistische Partei muss alle Knarren kontrollieren, auf diese Weise kann niemals einer mit Knarre die Paddei kontrollieren....."
Ganz in ihrem Sinne, also.

Antworten Antworten Gast: Schon wieder kein US-Amerikaner
21.07.2012 02:17
1 2

Wow, die Rot-grün-Klickerei bezüglich dieser Argumentationskette

gibt mir zu bedenken. Wie fast überall hier im Blog kriegen die Idioten die Plus und die Klugen die Minus. Manchmal sieht man sogar aufklärende Antworten von Halbalphabeten an Leute, die offensichtlich studiert haben. Dazu kann ich nur noch Folgendes sagen:

Wow, wow, wow!

Antworten Antworten Antworten Gast: Das ist so,
21.07.2012 13:42
0 0

weil sich Studierte nicht in Blogs bewegen – zumindest kaum.

Hier schreiben eben nur die Dummen der Nation, außer die Artikel, die schon von Ex-Studiosi verbrochen werden, weshalb sich die anderen Uni-Absolventen mit dem Papier beschäftigen, damit sie nicht an solche Trottel kommen, die sich in ihrer abschäumenden Dummheit auch noch gegenseitig bestärken: Das nannte schon Gustav Le Bon "Die Psychologie der Massen", die seit Jahrmillionen, vom primitivsten Affentier bis zum heute sich entwickelt nennenden Menschen, immer noch gleich – nicht einmal nur ähnlich, sondern immer noch total gleich – funktioniert.

 
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