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Deutschland: Skandal um Spenderorgane

20.07.2012 | 18:23 |   (Die Presse)

Ein Arzt in Göttingen soll jahrelang Krankenakten manipuliert haben. Dadurch sollen seine eigenen Patienten schneller zu Spenderlebern gekommen sein.

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Göttingen/Wien/Ag. Die „Süddeutsche Zeitung“ spricht vom „größten Betrugsfall in der Geschichte der deutschen Transplantationsmedizin“: Ein Universitätsarzt an der renommierten Uni-Klinik in Göttingen (Niedersachsen) soll im großen Stil Krankendaten gefälscht haben, damit seine Patienten schneller zu einer Spenderleber kamen. Laut einem Sprecher des Krankenhauses bestreitet er die Vorwürfe.

Es besteht der Verdacht, dass der ehemalige Oberarzt den Gesundheitszustand seiner Patienten bewusst schlechter dargestellt und Laborwerte gefälscht hat, damit sie von der Vermittlungsstelle Eurotransplant schneller eine Spenderleber zugeteilt bekamen. Die Rede ist dabei von mindestens 25 Fällen. Das ist bei jährlich insgesamt rund 50 Transplantationen an der Klinik eine sehr hohe Zahl. Experten halten es für wahrscheinlich, dass weitere Krankenhausmitarbeiter in den Fall verwickelt waren. Ob Patienten infolge ausgebliebener Organe starben, sei jetzt Gegenstand von weiteren Ermittlungen, sagte Hans Lilie von der deutschen Ständigen Kommission Organtransplantation.

Offen ist auch, ob illegal Geld geflossen ist. Der 45-jährige Mediziner war bereits im Juni ins Zwielicht geraten. Er soll einem russischen Patienten, der in Deutschland keinen Anspruch auf ein Organ hatte, gegen Geld eine Spenderleber verschafft haben. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt unter anderem wegen Verdachts auf Bestechlichkeit.

Der Vorstand des Klinikums zeigte sich am Freitag erschüttert und rätselte über die Hintergründe. Geld könnte eine Rolle gespielt haben, sagte Vorstandsmitglied Martin Siess. Bisher sei aber nichts erwiesen. Möglicherweise habe der Mediziner Helfer gehabt. „Es ist unwahrscheinlich, dass nur eine Person an den Manipulationen beteiligt war“, erklärte er. Dazu seien Zahl und Umfang der Manipulationen zu groß gewesen. Um die Affäre aufzuklären, hat die Bundesärztekammer eine Task Force eingerichtet.

Österreich hat anderes System

Spenderorgane werden in Österreich nach einem strengen Kriterienkatalog vergeben, dabei geht es um Dringlichkeit.

Laut dem Grazer Transplantationschirurgen Florian Iberer sei das österreichische System anders als das deutsche, bei dem ein Computer Spenderorgane vergebe: „Bei uns wird das spezifisch für den einzelnen Patienten und nach klaren Richtlinien geplant.“

In Österreich gebe es doppelt so viele Organspender wie in Deutschland, außerdem erziele man bei Transplantationen die besseren Ergebnisse, berichtete Iberer.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.07.2012)

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25 Kommentare
 
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Gast: zehnstein
21.07.2012 22:43
0 0

wozu das ganze

beim drei augen prinzip kann mn eines zudrücken

Gast: zehnstein
21.07.2012 22:43
0 0

wozu das ganze

beim drei augen prinzip kann mn eines zudrücken

Gast: zenstein
21.07.2012 21:32
0 1

das braune pack will sichs richten

in china werden menschen zum tode verurteilt und gleich dannach ausgeschlachtet um an die organe ran zu kommen. wen wunderts da,wenn sich in deutschland das braune pack gegenseitig zu organe zuschachert.

Gast: zehnstein
21.07.2012 21:06
0 1

das braune pack will sichs richten

in china werden menschen zum tode verurteilt und gleich dannach ausgeschlachtet um an die organe ran zu kommen. wen wunderts da,wenn sich in deutschland das braune pack gegenseitig zu organe zuschachert.

Gast: b754
21.07.2012 12:58
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das ist doch gängige praxis

wer kohle hat muss nicht lange warten

War doch nur

eine Frage eine Zeit bis sowas bekannt wird.

wo sich viel Geld verdienen lässt dauert es nicht lange bis man jemanden findet der das auch tut.

Ich wäre nicht überrascht, wenn in Zukunft Fälle bekannt werden, wo Organe ohne Zustimmung entnommen werden, oder bei der Feststellung des sog. todeszeitpunktes etwas großzügiger vorgegangen wurde. Es wird sicher auch irgendwann Fälle geben wo an sich gesunde Menschen einfach die Organe entnommen werden ohne das diese das gesetzliche festgelegte Sterbestadium erreicht haben. (Vorsichtig ausgedrückt).

Wie gesagt, wo es viel Geld zu verdienen gibt, findet sich früher oder später einer, der tut was man von Ihm verlangt.

Gast: Gödels friend
21.07.2012 10:33
1 1

korrupte Ärzte in Österreich

schon mal einen Arzt bei der GGK gemeldet wegen
offensichtlichen Betrugs: "Der hat sich halt
geirrt", O-ton des zuständigen Mitarbeiters,
da wir mehrere Kinder dorthatten und nach
Rücksprache mit anderen Patienten wussten wir,
dass er es systematisch macht und die Schadenssumme mehre 10KEuro/Anno betrug. In
Deutschland wird gegen solche Ärzte ein Strafverfahren wegen gewerbsmäßigen Betruges
eingeleitet. In Österreich passiert natürlich nichts.
Deswegen bin ich mir sicher, dass auch bei der
Transplantationsmedizin Österreich bestenfalls
ethisch durchschnittlich daherkommt.

Gast: E.T.
21.07.2012 10:30
0 0

Ich finde die Regelung in Österreich gut

Ich finde, dass jeder automatisch als Spender gilt ok. Wer es partout nicht will, kann ja dagegen Einspruch erheben. Deutschland hält es umgekehrt, da gibt es Spenderausweise.
Es werden aber ohnehin viel zuwenige Organe dann tatsächlich verpflanzt, weil es für die Spitäler mit einem riesigen Aufwand verbunden ist.
Aber immerhin gibt es bei uns die Chance auf ein Organ, wenn es notwendig sein sollte und ist diese Möglichkeit nicht einzig und alleine eine Geldfrage.

Gast: Innereien
21.07.2012 01:57
0 0

Wenn man gegen die automatische Organspende ist

In die Wiederspruchsliste gegen eine Organentnahme eintragen lassen und man ist kein Organspender mehr.

Re: Wenn man gegen die automatische Organspende ist

Meine Meinung dazu:

Wenn wie hier mit Geld bei der Transplantation nachgeholfen wird dann ist es auch nicht ganz abwegig das auch ohne Zustimmung des Patienten Organe entnommen werden und/oder der Zeitpunkt der Entnahme auch nicht immer zu 100% mit den gesetzlichen Verschriften in Übereinstimmung steht.

Re: Wenn man gegen die automatische Organspende ist

Wenn Organe ohne eindeutige Zusage entnommen werden, ist es natuerlich auch keine Spende mehr.

Es ist lediglich eine Organentnahme von (fast) Toten. Darueber sollte sich der Oesterreicher im Klaren sein.


Antworten Gast: Was habe ich davon?
21.07.2012 08:39
0 0

Re: Wenn man gegen die automatische Organspende ist

Wenn ich nach meinem Tod damit noch anderen das Leben erleichtern kann, dann soll es damit geschehen, und wenn es Kinder sind, dann um so schöner, das nach meinem Tod nach was wunderbares mit mir passiert.

Sollte sich das Ende meines Lebens abzeichnen, so kann damit schon davor begonnen werden, Niere da genügt dann auch nur eine Lungenflügel detto, die letzten Wochen kann ich auch ohne Hände und Füße leben, wenn anderen damit geholfen ist, gibt's mal Augentransplantationen so stelle ich selbst diese zur Verfügung.

Das einzige mit dem ich gewisse Probleme hätte wäre mein Gehirn, im Moment zeichnet sich eine Verwendung ohnedies nicht ab und das wird zu meinen Lebzeiten sich auch nicht mehr ändern, Stand der jetzigen Wissenschaft.

Dem Empfänger wünsche ich mit meinen Teilen ein langes Gesundes Leben!

(Das es dabei Korruption gibt, ist mir bewußt, dem Empfänger sei gesagt, er wird mit meinen Teilen alles andere als glücklich sein, irgendwie wird es schon negative Schienungen geben die Ihm bewußt machen, das er anderen durch sein Verhalten die Chance genommen hat die es vielleicht dringender benötigt hätten, die Alpträume sind ihm jetzt schon sicher und auch die Ärzte die dabei Mitspielen werden alles andere als eine Freude haben, der Gewinn wird zum Fluch und schlimmsten Alptraum werden!!!)

organe für den staat

jeder österreicher und jede österreicherin hat ihre organe gemäß gesetz dem staat zur verfügung zu stellen ... dafür danke , liebe bundesregierung

Re: organe für den staat

Wieso dem Staat?
Kriegen nicht Menschen die Organe ?
Dem Staat kostet jede Transplantation viel Geld, der Patient muss die Organe nicht bezahlen. Er bekommt viele Jahre seines Lebens geschenkt. Bitte denken dann erst schreiben.

Re: Re: organe für den staat

die organentnahmen diesnen - neben der verwertung für menschen - auch zur forschung und für experimente. Mich stört an der regelung die selbstverständlichkeit mit dem der mensch und seine reste durch den staat verwertet, ausgeschlachtet wird, dies nachdem andauernd staatlicher kontrolle und zwangsabgaben unterworfen war.

und ja, ich steh im widerspruchsregister ..

und ja, ich hab dabei ein schlechtes gewissen .. nur ist meine abneigung gegen den zamg noch größer

Re: organe für den staat

Das ist ein gutes Geschaeft, das sich der Staat nicht entgehen laesst. Nur so laesst sich der Steuerzahler auch posthum verwerten.

Widerspruch zu Lebzeiten erheben wenige. Manchmal mangels Information, auch aus Wurschtigkeit. So laeuft das halt mit den verbliebenen Oesterreichern.


Re: Re: organe für den staat

Wie lange wollen Sie noch verbleiben. Alle Länder dieser Erde sind besser wie unser Österreich. Gehen Sie doch hin, anstatt zu nörgeln.

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Re: organe für den staat

Das ist bereits so und das ist gut. Jeder Österreicher ist automatisch Organspender wenn nicht anders gemeldet.

Was soll man mit den Organen noch anfangen wenn man Tod ist? Natürlich wird mir bei dem Gedanken etwas mulmig, aber im Ernstfall wird es mich wohl kaum noch stören (weil tot).

Re: Re: organe für den staat

Sie haben da einen kleinen Vertipper: "... wenn man Tod ist ..." geht ja nicht, "... wenn man der Tod ist ..." kann nur einen Sinn ergeben.

Bitte, bitte, keine Ursache.

Re: Re: Re: organe für den staat

Glashaus?

Antworten Gast: Wiederspruchsregister
21.07.2012 00:15
0 0

Re: organe für den staat

Man kann schriftlich Einspruch erheben.
Wiederspruch gegen Organentnahme.

Gast: An einem Donnerstagabend im August vor 40 Jahren!
20.07.2012 23:09
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Warum Urheberrecht in der Form Schmarren ist!

An einem Donnerstag, den 24. August 1972 wurde der 21. Tatort mit Kommissar Trimmel unter dem Titel "Rechnen sie mit dem schlimmsten" ausgestrahlt, der genau dieses Thema behandelte, wahrscheinlich das erste mal das diese Problematik in der Form publiziert wurde.

Es gibt sicher jetzt einige Leser die Lust hätten, sich das anzusehen, dank eines vollkommen überzogenen Urheberrechts bleibt der Verweis, unmöglich!

Jeder soll sein Organ verkaufen dürfen!

Was ist schlecht daran? Immerhin verkaufen wir uns selbst täglich an unsere Regierung.

Gast: Teddy
20.07.2012 16:29
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...

... läuft in Österreich wahrscheinlich auch nicht anders.

Gast: Gruftmaus
20.07.2012 13:33
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Order

Order nach zb. China und es funzt.
Entweder die "separieren" gleich dort einen passenden Regimegegner oder sie packen Ein paar ein und schickens per Nachnahme.
Guantanamo war/ist aber auch wahrsch. so eine "Sache".

 
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