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800 Roma in Montenegro nach Brand obdachlos

25.07.2012 | 16:47 |   (DiePresse.com)

Die Behörden stellen Zelte als Notunterkünfte auf. Das Lager gilt als "unmenschlich", so ein EU-Bericht. Betroffene fordern dauerhafte Wohnungen.

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In Montenegro sind etwa 800 kosovarische Roma-Flüchtlinge obdachlos geworden, nachdem ihr Lager völlig ausgebrannt ist. Nach Behördenangaben vom Mittwoch zerstörte das Feuer die rund 40 Holzbaracken am Rande der Hauptstadt Podgorica, verletzt wurde demnach aber niemand. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Flüchtlinge, unter ihnen 50 Kinder, sollten zunächst in eilig errichteten Zelten unterkommen.

Das Lager steht neben einer Mülldeponie und zählt zu den größten Lagern für Roma-Flüchtlinge in Montenegro. Der Europarat hatte in einem Bericht vom Februar die Lebensbedingungen dort als "unmenschlich und gefährlich" bezeichnet und die Regierung Montenegros aufgefordert, das Lager zu schließen und dauerhafte Wohnungen zur Verfügung zu stellen. In dem Bericht hieß es unter anderem, dass in dem Lager Brände "relativ häufig" seien.

13-jährige Übergangslösung

Etwa 50 Flüchtlinge versammelten sich am Mittwoch vor dem Büro des UNO-Flüchtlingskommissariats UNHCR und forderten feste Unterkünfte. "Die Übergangslösung dauert nun schon 13 Jahre an und jetzt geben sie uns Zelte. Das ist Folter", sagte der Flüchtling Buja Dzimaili.

Der Chef der montenegrinischen Flüchtlingsbehörde, Zeljko Sofranac, versprach eine schnelle Lösung des Wohnproblems. Die Europäische Union hatte dafür bereits 2,5 Millionen Euro zugesichert. In Montenegro, das 650.000 Einwohner hat, leben insgesamt 12.000 Flüchtlinge aus dem früheren Jugoslawien.

 

(APA/AFP)

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3 Kommentare
Gast: Ralfus
25.07.2012 22:12
4 0

Flüchtlinge

Woher kommen denn die Flüchtlinge? In welchem Land werden sie verfolgt und dürfen nicht arbeiten oder ihre Religion ausüben?

Gast: Be-obachter
25.07.2012 18:31
2 0

Wieso zahlt die Brandschutzversicherung nichts?

Die waren doch sicher alle ordnungsgemäss versichert wie jeder Andere auch, oder?

Gast: vor dem arlberg
25.07.2012 17:06
5 0

Mir unverständlich

Seit 13 Jahren leben die also schon so. Hat einer der Betroffenen einmal daran gedacht, seine Lage durch Eigeninitiative zu verbessern? Auch wir erhalten unsere Wohnungen nicht einfach so, wir arbeiten und zahlen ein Leben lang dafür.