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Keine Visa für Österreicher: "Tibet können wir heuer vergessen"

25.07.2012 | 18:18 |  SIOBHÁN GEETS (Die Presse)

Reisen nach Tibet sind für Österreicher derzeit kaum möglich. Grund könnte Chinas Ärger über den Besuch des Dalai-Lama sein. 70 Prozent der Tibet-Reisen mussten wegen fehlender Visa storniert werden.

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Wien. Wer plant, in den kommenden Monaten nach Tibet zu reisen, hat vorerst Pech gehabt: China verwehrt Österreichern seit einigen Wochen die nötigen Visa. Während Reiseveranstalter den Grund dafür im Österreich-Besuch des Dalai-Lama vergangenen Mai orten, verwehren chinesische Behörden jede Stellungnahme. Das berichtete das Ö1-„Morgenjournal“ am Mittwoch.

Laut Reiseveranstaltern mussten in den vergangenen Wochen über 70 Prozent der Tibet-Reisen wegen fehlender Visa storniert werden. Für Elisabeth Kneissl von Kneissl Touristik wurden erste Befürchtungen Anfang Juni bestätigt: Ein österreichischer Reiseleiter, der mit einer deutschen Gruppe von Nepal aus nach Tibet wollte, durfte nicht einreisen, die Deutschen wurden durchgewunken. „Wir hätten es kommen sehen sollen“, sagt Kneissl zur „Presse“. Seit Mitte Juni würden so gut wie keine Visa mehr ausgestellt. Sie habe versucht, sich entsprechende Genehmigungen über Chinas Parteiapparat zu erkaufen, aber auch das habe nichts genutzt. Nun stornierte Kneissl die Tibet-Reisen bis inklusive September. „Tibet können wir das ganze Jahr vergessen“, sagt sie. Es gebe ein Gerücht, dass Visa für Österreicher frühestens ab März 2013 wieder vergeben würden.

Für die Reiseveranstalter ist klar: Die Weigerung Chinas, Visa auszustellen, hat politische Gründe. Christoph Weidinger vom Außenministerium will das nicht bestätigen. „Wir haben die Frage in Peking und bei der chinesischen Botschaft in Wien vorgebracht“, sagt er. Offizielle Stellungnahme Chinas gebe es aber keine. Ein Sprecher der chinesischen Botschaft in Wien leugnet gegenüber der „Presse“ den Visastopp für Österreicher. Ob Anträge akzeptiert werden oder nicht, entscheide nicht die Botschaft, sondern Behörden in Tibet.

 

Auch Norweger und Briten betroffen

Der Dalai-Lama hatte bei seinem Besuch im Mai österreichische Spitzenpolitiker wie Bundeskanzler Werner Faymann (SP) und Vizekanzler Michael Spindelegger (VP) getroffen. China hatte dagegen protestiert und von einer schweren Einmischung in seine inneren Angelegenheiten gesprochen.

Auch Norwegen, Großbritannien und Südkorea werden Visa verwehrt. Norwegen hatte den Zorn Chinas auf sich gezogen, als das Komitee in Oslo den chinesischen Dissident Liu Xiaobo 2010 mit dem Friedens-Nobelpreis auszeichnete. Großbritannien hatte den Dalai-Lama heuer ebenfalls empfangen, und Südkorea hatte Repräsentanten Tibets zu einem buddhistischen Forum eingeladen. Laut Kneissl sind auch die Philippinen betroffen. Mit ihnen befindet sich China seit Wochen im Konflikt um eine Inselgruppe im Südchinesischen Meer.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.07.2012)

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35 Kommentare
 
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Gast: Be-obachter
26.07.2012 20:16
2 0

Boah - sind die aber reaktionär...

Im Gegenzug sollten wir dafür die Chinarestaurants deichtmachen.

0 0

Seltsam

Diese Massnahme trifft doch nur die chinesische/tibetanische Wirtschaft.

Gast: eine Million Milliarden
26.07.2012 11:36
6 1

"…schweren Einmischung in seine inneren Angelegenheiten..."

Es ist doch umgekehrt: die mischen sich in unsere Angelegenheiten. Die sollen sich ihre unverschämt hochmütige Arroganz, ihre miesen Produkte, das Geld, ihre Werte und die seltenen Erden aus sämtlichen Körperöffnungen wachsen lassen und damit glücklich werden, die Armen.

Gast: ZARA
26.07.2012 10:24
5 0

Wer bitte fährt in ein so eine Diktatur? Haben die kein G'fühl?

Da erzählt der Berufsgrinser immer wie schlimm es in Tibet ist und da wollen noch welche hin und sich das Leid im Urlaub anschauen!!!
Ja, sind die krank!

Antworten Gast: Ausguck
26.07.2012 18:57
0 0

Re: Wer bitte fährt in ein so eine Diktatur? Haben die kein G'fühl?

Tibet ist keine Diktatur, Tibet wird von einer Diktatur unterdrückt.

Antworten Gast: eine Million Milliarden
26.07.2012 11:55
0 0

Berufsgrinser

...als Vorbild ist ein glücklicher Berufsgrinser die bessere Besetzung als die meisten ewig doppeltmoralischen Berufslügner der heimischen Politiklandschaft.

Gast: Pirats off the Caribbians
26.07.2012 09:57
2 4

Hati-gati! Austrians are not so smart like they not pretend!

When the Chinese don't accept Visa, then I take simply the American Express!!!!!
SIMPLY!
SIMPLY!

Tell the guys with the "Lederhosen" zhat they should take the "American Express", please.
Would that go?

Gast: Ausguck
26.07.2012 09:41
4 1

China ist eben eine Diktatur

da darf man sich nicht wundern, sondern muss eine entsprechende Antwort auf die Beine stellen.

China versteht nur eine Sprache, die der Härte und der Gewalt.

21 1

Wie immer...

Ob es Überflug- und Landerechte, Einreisebestimmungen, Datenabkommen, Zollangelegenheiten, etc. sind; eines ist klar: Europa und speziell Österreich werden nie verstehen, dass es Staaten gibt, die ihre Souveränität auch ausspielen. Da sind wir dann alle sehr überrascht und trauen uns doch nicht, gleiche Schritte zu setzen. Und das, obwohl die meisten Staaten nicht weniger von Europa abhängig sind als umgekehrt - aber das hat schon erst recht niemand bei uns kapiert.

Antworten Gast: ösi1
26.07.2012 16:03
0 2

Re: Wie immer...

Da muss ich Ihnen widersprechen. Härtere Visabestimmungen als für Österreich gibt es kaum. Versuchen Sie als Chinese, ohne Reisegruppe, nach Österreich zu kommen!!! Geht nicht, es geht auch aus vielen anderen Ländern nicht. Nur mit Vermögenesnachweis..also

Antworten Gast: schlÄchter
26.07.2012 07:52
1 0

Re: Wie immer...

sg angros!
+
mfg
s.

10 1

Die paar Esotouristen machen aber das Kraut nicht fett.


14 0

Das bedeutet vermutlich auch, dass Reisen nach China für Österreicher nicht mehr möglich sind

Na bumm.

Einreiseverbot fürt Chinesen in Europa wäre konsequent.

Antworten Gast: 002
26.07.2012 10:04
0 5

Re: Das bedeutet vermutlich auch, dass Reisen nach China für Österreicher nicht mehr möglich sind

...und ein schuss ins knie.

stichwort tourismus...da spielen chinesische touristen eine große rolle für unser land

Antworten Gast: INTELLEGO
26.07.2012 09:56
1 5

Re: Das bedeutet vermutlich auch, dass Reisen nach China für Österreicher nicht mehr möglich sind

Dumm, dümmer am dümmsten, das ist wohl Ihre Devise Iason!!
Wegen eines ständig "GRINSENDEN TIBETISCHEN SCHARLATANS" wird es der politische und wirtschaftliche Zwerg Österreich der KÜNFTIGEN WELTMACHT Nr.1-CHINA schon zeigen, die "Kronenzeitungs-Schulung" ist unübersehbar!!

nach österreich - ohne visa über die überall offenen grenzen


das hat sich doch herumgesprochen!

Gast: Antikom
25.07.2012 22:34
10 0

Tashi delek

Ein Österreicher (?) darf mit seiner ständigen Auslandsreisbegleiterin sehr wohl nach Tibet, denn er hatte feige wie immer sich seinerzeit geweigert, den DL zu empfangen

Gast: ali
25.07.2012 21:57
8 0

visa

Ohne Visa kann der Kloheinzi nicht nach Tibet und denn Lama Besuchen!

Re: visa

Er will ihn eh nicht mehr besuchen. Er hat nämlich gelesen, dass die Lamas immer so spucken, und da hat er g'sagt: "Gell, Margit, anspucken tun lassen mir sich nicht, da tun ma schon lieber in der Hofburg sitzen bleiben und schau'n sich den Werner im Fernsehen an, gell, Margit?"

Dann gibt's halt keine Ö-Visas mehr für die Chinesen...

Achso, wir haben ja keine Eier.

Antworten Gast: Cohimbra
25.07.2012 22:10
2 5

Re: Dann gibt's halt keine Ö-Visas mehr für die Chinesen...

Schon mal von Schengen gehört?

Re: Re: Dann gibt's halt keine Ö-Visas mehr für die Chinesen...

bück dich doch vor deinen Eurokraten und erzähl Anderen nicht woran sie sich halten sollen.

Re: Re: Re: Dann gibt's halt keine Ö-Visas mehr für die Chinesen...

Sie wissen, dass das geltendes Recht ist?

Re: Re: Dann gibt's halt keine Ö-Visas mehr für die Chinesen...

Ja, irgendeinen Weg wird's schon geben.

Gast: In China essen sie Babys
25.07.2012 20:01
8 0

Keine Visa für Österreicher: „Tibet können wir heuer vergessen“

Darum dürfen die Chinesen jetzt nicht mehr nach Grinzing.

14 0

So macht man sich Freunde -

dabei vergessen die chinesischen Behörden, dass so etwas sehr lange im Gedächtnis eines Landes bleibt.

 
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