Eine Verurteilung von Demonstranten hat es seit der Rückgabe Hongkongs von Großbritannien an China 1997 nicht mehr gegeben. Am Donnerstag teilten Menschenrechtsaktivisten allerdings mit, dass erstmals wieder zwei Teilnehmer eines Protestes eine Strafe verbüßen müssen. Die beiden verurteilten Männer nahmen am ersten Juli an der Demonstration zum 15. Jahrestag der Rückgabe der früheren britischen Kolonie an China teil. Sie wurde zu 14. Monaten Arbeitslager verurteilt.
An dem Protest beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren etwa 400.000 Menschen. Die Polizei sprach von rund 63.000 Teilnehmern. Beide Seiten gaben an, dass es der größte Protest seit acht Jahren war. Die Menschen zogen gegen die chinesische Führung und den neuen Regierungschef Hongkongs Leung Chun Ying auf die Straße. Er wurde an diesem Tag von Chinas Präsident Hu Jintao persönlich eingesetzt.
(APA)
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