Im Göttinger Organspendeskandal wird nun auch wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Es bestehe der Anfangsverdacht, dass durch Manipulationen in der Klinik in Niedersachsen Menschen andernorts gestorben seien, erläuterte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Frank-Michael Laue, am Freitag. Zwei Ärzte sollen medizinische Daten manipuliert haben, um ihre Patienten auf der Warteliste für Spenderorgane nach oben zu schieben. Dadurch könnten andere Kranke, die kein Organ erhalten haben, gestorben sein.
Die Mediziner könnten nach Worten des Staatsanwaltes fahrlässig oder bedingt vorsätzlich gehandelt haben. "Die Ermittlungen stehen aber noch ganz am Anfang", sagte Laue.
Medien berichten, dass sich mittlerweile die Göttinger Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat. Die Anklagebehörde in Braunschweig ermittelt schon länger gegen die Mediziner wegen Bestechlichkeit. Insgesamt werden 23 Fälle aus den Jahren 2010 und 2011 untersucht.
(APA/dpa)
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