Mit hohen Haftstrafen hat am Donnerstag am Innsbrucker Landesgericht ein Prozess gegen zwei Italiener geendet, die für mehrere Banküberfälle in ganz Österreich verantwortlich sein sollen. Die 48- und 50-jährigen Männer erhielten zwölf bzw. sieben Jahre Haft. Die Urteile waren vorerst nicht rechtskräftig.
Beide Angeklagte zeigten sich vor Richter Josef Geisler geständig. Hohe Schulden und schwere finanzielle Verluste durch das Erdbeben in L'Auquila sollen die Beschuldigten zu den Verbrechen getrieben haben. Nachdem die italienischen Ermittler jedoch von der österreichischen Polizei auf die Männer aufmerksam gemacht worden waren, wurden sie Ende Jänner in L'Aquila bzw. in Padua verhaftet.
Dem 48-Jährigen wurden sechs Banküberfälle angelastet, die er im Alleingang begangen haben soll: Am 21. Juni 2007 in Innsbruck, danach im Jahr 2008 am 13. März in Salzburg, am 29. April in Klagenfurt und am 26. Juni wieder in Innsbruck sowie am 20. Juli 2009 in Schwechat und am 2. Februar 2010 schließlich in Graz. Bei den Überfällen auf Kreditinstitute am 2. August 2011 in Wien und am 14. Oktober 2011 in Graz sollen laut den Ermittlern der 48-Jährige und sein 50 Jahre alter Komplize gemeinsam vorgegangen sein. Bei dem letzten Überfall soll auch ein Versuch voraus gegangen sein: Weil aber die erste Bank geschlossen hatte, gingen die beiden mutmaßlichen Räuber einfach in die gegenüberliegende Filiale eines anderen Instituts und bedienten sich dort.
(APA)
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