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Dortmund: Drei tote Kinder nach Wohnungsbrand

03.08.2012 | 16:35 |   (DiePresse.com)

Die Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren starben vermutlich durch ein Gewaltverbrechen. Das zeigt die Obduktion eines der Opfer.

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Bei einem Wohnungsbrand in Dortmund sind Freitagfrüh drei Kinder ums Leben gekommen. Die Leichen eines vier Jahre alten Buben und seiner zwölf Jahre alten Schwester waren Freitag früh nach dem Feuer in der Wohnung der Familie gefunden worden. Der zehnjährige Bruder der beiden starb wenig später im Krankenhaus. Nachdem die Leiche obduziert worden war, stand zumindest in diesem Fall fest: Er fiel einem Verbrechen zum Opfer.

Einzelheiten nannten die Ermittler am Freitag aber zunächst nicht. Und die Untersuchung der beiden anderen Leichen werde sich vermutlich bis in die späten Abendstunden hinziehen, hieß es. Erst nach Abschluss aller Untersuchungen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft Details zu den Todesumständen bekanntgeben.

Bereits vor einiger Zeit war die Mutter der Kinder gestorben. Die Geschwister lebten mit ihrem Vater zusammen. Ein Tatverdacht gegen den 41-Jährigen habe sich nicht ergeben, hieß es. Auf die Frage, warum die Polizei von einer Familientragödie sprach, sagte ein Sprecher: "Wenn ein Vater drei Kinder verliert, ist das eine Familientragödie."

Es brannte im Februar schon einmal

Zur Brandzeit in der Früh sei der Vater nicht in der Wohnung gewesen. Der Mann sei nach einer ersten Befragung in die Obhut von Angehörigen übergeben worden. Nachbarn berichteten, der Vater habe die Wohnung früh am Morgen vor dem Brand verlassen. Wenig später sei auch seine Lebensgefährtin aus dem Haus gekommen.

Bereits Ende Februar dieses Jahres war es nach Angaben der Polizei zu einem Wohnungsbrand im Obergeschoß desselben Hauses gekommen, das damals von der Familie bewohnt wurde. Nach dem Ergebnis der Brandermittler soll damals eines der Kinder mit Feuer gezündelt haben. Daraufhin sei die Familie innerhalb des Mehrfamilienhauses in die Wohnung im Erdgeschoß umgezogen. Dort habe sich nun die Familientragödie ereignet.

(APA/dpa)

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