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Unwetter in Südtirol: Schaden mit zehn Mio. Euro beziffert

06.08.2012 | 13:02 |   (DiePresse.com)

Letzte Aufräumarbeiten nach den schweren Unwettern in Tirol und Südtirol. Etwa 40 Wohnhäuser wurden beschädigt.

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Nach den schweren Unwettern in Tirol und Südtirol, bei denen zwei Menschen in der Nacht auf Sonntag ihr Leben verloren haben, sind am Montag die letzten Aufräumarbeiten im Gang gewesen. Der Schaden durch Hagel in Nordtirol beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 500.000 Euro. Wesentlich schlimmer traf es das Südtiroler Wipptal. Das Land bezifferte den Schaden dort mit bis zu zehn Millionen Euro.

Betroffen waren vor allem landwirtschaftliche Flächen. Zudem wurden 35 landwirtschaftliche Betriebe und rund 40 Wohnhäuser beschädigt. Allein in Pfitsch wurden 40 bis 50 Hektar an Kulturgrund zerstört. Bei den landwirtschaftlichen Betrieben seien neben Flurschäden Ernteausfälle, Schäden an Maschinen, Gebäuden und Geräten zu verzeichnen. Nach wie vor waren die Feuerwehren mit rund 350 Mann im Einsatz. Die Schadensbegutachtung dauerte am Montag an.

In Afens im Pfitschtal bei Sterzing war in der Nacht auf Sonntag ein Hof von einer Mure verschüttet worden. Dabei kam eine 84-Jährige ums Leben. In Tulfer konnte eine 89-jährige Vermisste nur noch tot aus den Erdmassen geborgen werden. Seit Samstagabend standen in Südtirol rund 480 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Zivilschutz, Wasserschutzbauten, Sicherheitskräften und Rettungsorganisationen im Dauereinsatz.

Die Brennerbahnstrecke, deren Trasse teilweise unterspült und vermurt worden war, bleibt zwischen Sterzing und Brenner voraussichtlich rund zwei Wochen gesperrt. Die Strecke zwischen Franzensfeste und Sterzing könnte in drei bis vier Tagen wieder geöffnet werden. Mit Ausnahme der Straße nach Pfitsch waren Montag früh alle restlichen Verbindungen wieder offen.

Vier Personen waren in der Nacht auf Sonntag im Ölbergtunnel bei Afens eingeschlossen worden. Beide Portale hatten Muren verschüttet. Sie konnten erst in den Morgenstunden befreit werden. Sie blieben unverletzt.

In Nordtirol sorgten zum Teil golfballgroße Hagelkörne, die Samstagnachmittag in Innsbruck und Umgebung niedergegangen waren, für schwere Schäden. Die Österreichische Hagelversicherung schätzte das Schadensausmaß vorerst auf etwa 500.000 Euro. Besonders betroffen waren neben Grünland vor allem Glas- und Folienhäuser sowie Obstkulturen. Im Virgental in Osttirol waren vorübergehend rund 1000 Haushalte ohne Strom. Auch die Virgentalstraße musste bei Virgen wegen mehrerer Murenabgänge gesperrt werden. Am Montag waren über 100 Feuerwehrmänner, Bundesheersoldaten und Freiwillige mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

(APA)

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3 Kommentare

Die Sintflut kommt

Die Sintflut kommt!

Die Blätter fallen!
Der Weg ist zugebraunt
in allen braunen Farben!

Der Winter naht!
Doch die Welt ist so warm geworden!
Mit Schnee wird nun gespart!

Die Regen fallen!
Die Ufer sind so zugedorft
mit den darin ertränkten Häusern!

Ein Blizzard naht!
Die Fenster sind mit Brettern zugenagelt!
Da kracht ein Auto in ein Dach!

Die Käufer fangen an zu ahnen!
Schreien: „Sparen! Sparen! Sparen!“
Die Verkäufer antworten mit:
„Geiz ist geil!“
Da hat man sie beim Wort genommen!

Ein Gelder-Wert-Zerfallen!
Laut heult auf der Börsenmarkt!
Das Ganze Volksvermögen ist verspielt! Verloren!
So viele Menschen verhungern nun
vor den ausgestellt Waren!

Göttin Danae, unsere Mutter Erde bebt!
Das Atombomben-Ausprobier'n in ihr
hat ihr nicht so gut gefallen!

Der moderne Mensch von Heute
spielt Gott und zugleich Satan den Gemeinen!
Der Dummkopf kann sich nicht entscheiden,
und ist doch nicht Einer von den Beiden!

Doch Göttin Danae, unsere liebe Mutter Erde,
ist nicht eine Hur!
Sie möchte von ihren Kindern geachtet werden!
Und so macht sie denn
die von Vielen schon so lang erwartete Gebärde:

Die Sintflut kommt!

© Copyright by Lothar Krist
(O-Bus und Straßenbahn am 16.11.2005
von 21.45 – 22.10 Uhr)

Gast: Klaus Gürster
06.08.2012 18:13
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Unwetter in Südtirol

Seit wann gehört das Wipptal zu Österreich?

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Re: Unwetter in Südtirol

Das Wipptal verläuft als Unteres Wipptal von Innsbruck entlang der Sill Richtung Süden, überschreitet am Brenner (1.374 m) seinen höchsten Punkt (daher findet sich auch die nicht einheimische Bezeichnung Brennertal) und führt in Südtirol entlang des Eisacks als Oberes Wipptal (italienisch Alta Val Isarco) über Sterzing bis nach Franzensfeste.
Quelle Wikipedia