Schwere Waldbrände, die seit Tagen in mehreren Regionen Italiens wüten, haben am Mittwoch zwei Menschenleben gefordert. Die beiden Opfer wurden stammen aus der norditalienischen Region Emilia Romagna, berichteten italienische Medien. Ein 87-jähriger Pensionist kam bei einem Brand ums Leben, der in der Gemeinde Borgotaro am Apennin unweit der Stadt Parma ausgebrochen war. Die Leiche des Mannes, der als vermisst galt, wurde verkohlt in einer steilen Gegend entdeckt.
Bei einem Brand, der in Sabbioni am Apennin unweit von Bologna tobte, kam ein 80-Jähriger ums Leben. Der Mann hatte Gestrüpp in Brand gesetzt, die hohen Flammen gelangten bis zu einem Holzlager. Daraufhin geriet ein um das Gebiet liegender Wald in Flammen, 4.000 Quadratmeter wurden zerstört, berichteten italienische Medien.
Auch auf Sizilien brennt es
Auch Sizilien war am Mittwoch besonders stark von den Feuern betroffen. Auf der Insel waren mehrere Hubschrauber und Maschinen des Typs Canadair im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Vermutlich gelegte Brände wüteten weiterhin in einem Naturschutzgebiet unweit der Stadt Trapani. Die Staatsanwaltschaft Trapanis leitete eine Untersuchung wegen Brandstiftung ein.
Seit Jahresbeginn wurden in Italien laut einer jüngst veröffentlichten Bilanz des Forst- und Umweltschutzkorps in Rom 4.700 Feuer gemeldet. Das ist ein Plus von 93 Prozent gegenüber 2011. Insgesamt wurden von den Flammen 24.000 Hektar Land zerstört, davon 14.000 Hektar Wald. Das entspricht einem Wachstum von 63 Prozent bei den von den Bränden betroffenen Flächen.
(APA)
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