25.05.2013 19:13 Merkliste 0

Manila: Zahl der Hochwasser-Todesopfer auf 60 gestiegen

10.08.2012 | 08:35 |   (DiePresse.com)

Der Regen in der philippinischen Hauptstadt hält an, die Gefahr ist noch nicht Vorüber. "Das Wetter ist völlig unbeständig", erklärt ein Lokalpolitiker.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Nach den verheerenden Überschwemmungen auf den Philippinen steigt die Opferzahl weiter. In Manila und Umgebung kamen mindestens 60 Menschen um, berichtete das Büro für Zivilverteidigung am Freitag. Sieben Menschen wurden noch vermisst.

Nach dem Ablaufen der Fluten zeigt sich auf den Philippinen ein Bild der Verwüstung, das die Überschwemmungen hinterlassen haben. Häuser und Straßen sind teils meterhoch mit Schlamm verschmutzt. Geröll und Abfall versperren die Straßen. Mehr als zweieinhalb Millionen Menschen sind betroffen, fast 650.000 mussten flüchten.

Nach Angaben der Zivilverteidigung ertranken 43 Menschen. Elf wurden bei Erdrutschen begraben, vier erlitten elektrische Schocks und zwei starben an Herzattacken. Die sieben noch vermissten Personen wurden von starker Strömung fortgerissen, als sie versuchten, angeschwollene Flüsse zu überqueren.

Gefahr noch nicht gebannt

"Das Wasser geht zurück, jetzt können wir uns darauf konzentrieren, Hilfe auszuliefern und aufzuräumen", sagte der Chef der Zivilverteidigung, Benito Ramos. Bagger und Lastwagen waren im Einsatz, um Schlamm und Geröll fortzukarren. Überschwemmte Unterführungen in der Hauptstadt Manila wurden mit Pumpen geleert. Mehr als 3.000 Häuser wurden in 16 betroffenen Provinzen zerstört.

Heftige Monsunregen haben seit Dienstag mehrere Stadtteile der Millionenmetropole und umliegende Provinzen überschwemmt. In einigen Straßen Manilas rauschte das Wasser bis zu sechs Meter hoch. Fast 300.000 Menschen wurden in Notlagern betreut, weitere 245.000 waren zu Verwandten geflüchtet, wie der Zivilschutz berichtete. Weitere 1,4 Millionen Menschen waren betroffen und mussten teilweise mit Lebensmitteln und Arzneien versorgt werden. 10.000 Helfer waren nach Angaben von Ramos mit fast 250 Booten im Einsatz.

(APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

2 Kommentare
Gast: Frank E.
10.08.2012 10:40
0 0

Verantwortungslosigkeit der Redakteure

Während der Überflutungen letztes Jahr in Bangkok wurden im deutschen Fernsehen in den Nachrichtenformaten häufige und ausführliche Berichte gezeigt. Möglicherweise, weil der Begriff "Thailand" bei vielen deutschen Zuschauern z.T. merkwürdige Assoziationen hervorruft. Trotzdem haben diese Berichte eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.
Die Kathastrophe in den Philippinen hat eine weit dramatischere Dimension für die Betroffenen und trotzdem findet sie in den deutschen Fernsehlandschaften bis auf gelegentliche Kurzmeldungen nicht statt. Warum? Glauben die Redakteure, daß eine humanitäre Katastrophe in den Slums von Manila für den deutschen Zuschauer nicht interessant genug ist?

Gast: Pinoy
09.08.2012 10:10
1 0

das Unmenschliche dieser Welt, die Verstädterung

. . . Naivität, Inkompetenz und Opportunismus der Politiker
schaffen unlösbare Probleme.
Metro Manila's mit 12 Million Einwohnern wimmelt nur so von Slums, menschenunwürdiger Behausung und die Überschwemmungen Jahr für Jahr bringen mehr Armut.

Ich lebe in den Cordilleras am Land. Da ist Licht, Luft und Sonne. Hier müssten Betriebe und Industrien geschaffen werden, eine Infrastruktur quer durchs Land.