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Schwere Krawalle in nordfranzösischer Stadt Amiens

14.08.2012 | 18:21 |   (DiePresse.com)

Junge Randalierer zündeten Autos und Mülltonnen an. Ausgelöste wurden die Krawalle möglicherweise durch eine Polizeikontrolle.

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In Frankreich ist es erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und Polizei gekommen. Im nordfranzösischen Amiens zündeten Randalierer Autos an und schossen auf Polizisten. Den Behörden zufolge wurden 16 Beamte durch Bleikugeln, Feuerwerkskörper und Wurfgeschoße verletzt, einer von ihnen schwer. Mit Tränengas und Gummigeschoßen gingen die rund 150 Beamten gegen die Jugendlichen vor; Festnahmen gab es keine.

Etwa hundert Jugendliche hatten bereits am Montagabend begonnen, die Sicherheitskräfte zu bedrängen, die in ein Problemviertel im Norden von Amiens eingerückt waren, nachdem es dort bereits am Sonntag Zusammenstösse gegeben hatte. Die Ausschreitungen dauerten bis Dienstagmorgen gegen 04.00 Uhr an.

VIDEO: Krawalle: Jugendliche randalieren in Amiens

Bild: (c) rca

Im nordfranzösischen Amiens sind 16 Polizisten verletzt worden. Die Randalierer haben Autos, Mistkübel, einen Kindergarten sowie ein Freizeitzentrum in Brand gesetzt.

Amiens ist "Sicherheitszone"

In dem Viertel im Norden von Amiens kommt es regelmässig zu Zwischenfällen, doch die Zusammenstöße seien "noch nie so schwerwiegend gewesen", fügte die Präfektur hinzu. Drei öffentliche Gebäude seien teils zerstört worden, darunter eine Vorschule, die nach Angaben der Stadt teilweise ausbrannte. Ein Sportzentrum sei völlig demoliert worden.

Zudem wurden rund ein Dutzend Fahrzeuge und etwa 60 Mülleimer angezündet und die Scheiben einer Polizeistelle zerschlagen. Der Bürgermeister von Amiens, Gilles Demailly, sprach von "trostlosen Szenen". Die Schäden bezifferte er auf "Millionen Euro". Er habe seit Monaten um Unterstützung gebeten, weil die Spannungen in dem Viertel gewachsen seien.

Der Norden von Amiens zählt zu den landesweit 15 Sicherheitszonen, für die der neue sozialistische Innenminister Manuel Valls ab September zusätzliche Sicherheitsmassnahmen angekündigt hat. Präsident Francois Hollande schickte Valls am Nachmittag vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Valls wurde bei seiner Ankunft aber von Bewohnern ausgepfiffen.

Für Hollande gelten die Ausschreitungen als die erste Bewährungsprobe im Bereich der inneren Sicherheit. Sein konservativer Vorgänger Nicolas Sarkozy hatte sich in diesem Bereich mit seiner Politik der harten Hand nicht nur Freunde gemacht.

Hollande kündigte an, im Kampf gegen die Gewalt sämtliche Mittel zu mobilisieren. Konkret bedeute dies, dass im kommenden Haushalt zusätzliche Gelder für die Polizei eingeplant würden. "Die Gewalt gegenüber der Polizei, die ausgebrannten Gebäude und die Menschen in Angst sind inakzeptabel", sagte Hollande.

Der bei den Präsidentenwahlen im Mai über Sarkozy siegreiche Hollande hat mit einer Wirtschaft am Rande der Rezession, leeren Staatskassen und hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen.

Von der Aussichtslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt besonders stark betroffen sind die Jugendlichen in den heruntergekommenen Vororten mehrerer Städte Frankreichs. Die Wut der Bewohner speist sich zudem aus einem Gefühl der Entfremdung von der übrigen Gesellschaft und dem latenten Dauer-Konflikt mit der Polizei.

Die schwersten Krawalle gab es bisher im Jahr 2005. Wegen der über Wochen anhaltenden Gewalt rief die Regierung damals den Notstand aus. Eine Debatte über die sozialen Brennpunkte in den Vororten und die Integration von Immigranten vor allem aus Afrika begann. Auch 2007 und 2010 gab es größere Zusammenstöße.

(APA/dpa)

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9 Kommentare
Gast: iggi2
26.08.2012 14:07
1 0

was gegen die londoner ausschreitungen

geholfen hat war buergerselbstschutz auf strassen- und haeuserblockebene. Ausserdem wird es zeit den buerger europas sich bewaffnen zu lassen denn besser eine buergerwehr als ein polizeistaat den darauf laufts hinaus, schon allein wegen dem notwendigen selbstschutz fuer die sicherheitskraefte.

Gast: bergziege
15.08.2012 01:19
3 0

Selbst verursacht

Das sind die Folgen, wenn ein Staat Menschen aufnimmt und einbürgert, sich jedoch wenig bis gar nicht darum kümmert, was aus ihnen werden soll. Die großen Städte Frankreichs sind schon lange von furchterregenden faubourgs umzingelt.
Wahrscheinlich fahren auch deswegen viele Züge der Pariser RER vom Flughafen CDG direkt ohne Halt bis zur Gare du Nord.

Gast: Nick_Kataton
14.08.2012 16:32
6 0

Alles bestimmt nur Einzelfälle

diese Franzosen gehören nicht zu Europa

Gast: ralph giordano bruno
14.08.2012 15:49
11 0

kein problem, solange nur das "problem" nicht genannt wird

aber achtung: wer das bproblem benennt, bekommt probleme!

eh wahr,

was meinen denn da die apa bzw die abschreibende presse genau mit "problemviertel"?

Gast: blauer Weana
14.08.2012 10:56
9 0

EU Krawallmacher

diese bösen Franzosen ! und ich hab immer geglaubt unsere europäischen Franzosen im Norden sind friedlicher als die arabisch unterwanderten im Süden !

ich bin entsetzt

Antworten Gast: bergziege
15.08.2012 01:26
1 0

Re: EU Krawallmacher

Frankreich hat dieses Problem fast in allen großen Städten. Die faubourgs sind schrecklich. Das sind die Folgen des Beschönigens. Wenn in Österreich - Wien weiterhin Politik wie jetzt gemacht wird, ereilt uns ein ähnliches Schicksal. Menschenkönnen nicht nur aufgenommen und eingebürgert werden. Sie gehören gefördert aber auch gefordert. Das ist in Frankreich nicht passiert und geschieht bei uns auch kaum.

Re: Re: EU Krawallmacher

Gefördert? Wie denn?

Die Vorschulen mögen diese Leute ja offensichtlich nicht.

Gast: Halal - Schweinsschnitzal
14.08.2012 10:38
12 0

Schule angezündet ?


Tja, Boko Haram, so ist das.
In Österreich wurde der Wr. Neustädter Dom auch schon "vorgewärmt".