Das haben auch langgediente Mitarbeiter der bayerischen Polizei bisher noch nicht erlebt: Bei der Kontrolle eines Kleintransporters auf der Autobahn zwischen Salzburg und München stiegen in Summe 19 Menschen aus dem Fahrzeug, in dem sich überdies noch "Unmengen Gepäck" befand, wie die Polizei Rosenheim am Dienstag in einer Aussendung informierte.
Den Beamten war das in Frankreich angemeldete Fahrzeug aufgefallen, weil es offensichtlich völlig überladen war. Bei der Überprüfung stießen sie dann auf die rumänische Großfamilie: 19 Personen befanden sich in dem Fahrzeug mit sechs Sitzen und nur zwei funktionierenden Sicherheitsgurten. Alleine im Laderaum waren neun Kinder im Alter von drei bis elf Jahren untergebracht.
Die Polizisten hatten aber nicht nur die völlige Überladung zu beanstanden. Bei einer technischen Überprüfung des Wagens wurden unter anderem folgende Mängel festgestellt: Handbremse ohne Wirkung, teilweise unwirksame Bremsanlage, defekte Beleuchtung, Hinterachse und Radhäuser durchgerostet. Das Fahrzeug wurde sofort aus dem Verkehr gezogen und kann laut Polizei wohl nur noch verschrottet werden. Die Großfamilie musste ihre Reise mit dem Zug fortsetzen.
(APA)
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