25.05.2013 09:37 Merkliste 0

Riesige Pythonschlange in Florida gefangen

14.08.2012 | 14:37 |   (DiePresse.com)

"Eine fünfeinhalb Meter lange Schlange kann alles fressen, was sie will", erklärt ein Forscher. Die Phytons gefährden das Ökosystems der Everglades.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

 

Wissenschaftler haben die bisher größte Pythonschlange in Florida gefangen. Das Tier ist 5,39 Meter lang und 74 Kilogramm schwer. Der Python lebte in den Everglades, den Sümpfen des US-Bundesstaates, und wurde laut US-Medienberichten eingeschläfert. "Das Ding ist ein Monstrum, es ist etwa einen Fuß (30,5 cm) breit", zitierte die Universität Florida am Montag (Ortszeit) den Forscher Kenneth Krysko. Ein solcher Tigerpython sei in der Lage, alles zu fressen, was er wolle - auch Alligatoren.

Nun wird das mächtige Reptil genau erforscht. Dies soll helfen, die Invasion seiner Artgenossen aufzuhalten. Denn die aus Asien importierten Schlangen bedrohen heimische Tierarten.

Nachwuchs erwartet

Die Schlange hatte sich bester Gesundheit erfreut und Nachwuchs erwartet: Im Körper des Reptils waren 87 Eier, berichteten die Wissenschafter. Im Magen fanden sie Federn, die sie nun identifizieren wollen. Die Experten hoffen, mehr über die Fress- und Fortpflanzungsgewohnheiten der Würgeschlangen zu erfahren. Vor allem über die Vermehrung sei bisher nur wenig bekannt, sagte der Biologe Skip Snow vom Everglades National Park. Der Tigerpython sei ein fortpflanzungsfreudiges Reptil und gefährde das Ökosystem.

Die Länge von mehr als fünf Metern sei ein Zeichen, dass diese Schlangen lange in der Wildnis in Florida überleben können, so Krysko. "Nichts kann sie aufhalten, und die einheimische Tierwelt ist in großen Schwierigkeiten." Die Würgeschlangen fressen Vögel, Waschbären, sogar Alligatoren und kleine Hirsche. Krysko: "Eine fünfeinhalb Meter lange Schlange kann alles fressen, was sie will."

Säugetierarten verschwinden

Der Tigerpython ist für das Verschwinden von mehr als 90 Prozent einiger Säugetierarten in den Sümpfen Floridas verantwortlich, darunter Luchse und Opossums. Dies stellten Wissenschafter in einer im Februar im Journal "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("Pnas") veröffentlichten Studie fest.

Die Forscher lieferten damals drei Gründe, warum sie die Schlangen für die Tier-Verluste verantwortlich machen: Der Beginn des Rückgangs deckt sich mit dem Zeitpunkt der Einführung der Pythons. Wo die Schlangen schon lange durch den Nationalpark kriechen, sind die Verluste besonders hoch. Und die verschwundenen Tiere sind nachweislich Nahrung der Räuber.

Illegale Einwanderer

Die Pythonschlangen wurden vor etwa drei Jahrzehnten eingeschleppt. Viele wurden als Haustiere gehalten. Ausgesetzte oder versehentlich freigelassene Pythons fanden in den Everglades ein neues Zuhause und vermehrten sich dramatisch.

Experten schätzen ihre Zahl nun auf mehr als 10 000. Vor 25 Jahren gab es nur wenige Exemplare, berichtete Krysko. "Nun kann man jeden Tag in den Everglades einen Tigerpython sehen. Wir haben einmal 14 an einem einzigen Tag gefunden."

Haltung ohne Genehmigung verboten

Florida hat mittlerweile die Haltung und den Transport von Tigerpythons ohne behördliche Genehmigung verboten. Außerdem wurden die Schlangen zum Abschuss freigegeben: In bestimmten Regionen dürfen Menschen die Würgeschlangen jagen.

Eine weitere Verbreitung wird sich aber kaum verhindern lassen, fürchten Experten wie Gordon Rodda von der US-Behörde für Geologie. "Es gibt kein Beispiel dafür, dass eine nichteinheimische Art wie der Tigerpython von Menschenhand ausgerottet werden konnte", sagte er.

(APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

37 Kommentare
 
12
Gast: Blankensteiner Husar
15.08.2012 11:58
0 0

Für mich sind solche Dinger keine Neuigkeit!

Als Steirer habe ich jeden Tag mehrmals mitso gewaltigen Schlangen zutun!
Jedesmal, wenn das "kleine Geschäft" ansteht.
Ja, Steirer und Kärntner leben mit so gewaltigen Naturerlebnissen!

kleine ursache, große wirkung...

die situation resultiert offenbar aus dem bedürfnis bildungsferner fantasten, sich mit einem exotischen modehaustier zu profilieren.

daher drängt sich förmlich die frage auf, verfügen die meisten halter solcher tiere wirklich über zu wenig intelligenz um zu bedenken, dass aus jeder dieser babyschlangen einmal ein koloss wird, der sich nicht mehr in einem 2x2 meter terrarium halten lässt?!

wie so oft ist es ein aus dummheit und kurzsichtigkeit geborenes problem, das einem autochthonen ökosystem massiven schaden zufügt.

Antworten Gast: Kibietz
15.08.2012 11:49
1 1

Für so ein niedliches Haustier brauchst kein Terrarium! Sowas ist stubenrein und muss nicht wie ein Hunderl in eine Sandkiste kacken!

Sowas schläft friedlich auf dem Sofa oder Divan.
Sie kennen sich ja überhaupt nicht aus!
Darf ich raten? Sie sind Blau-Wähler, gell?

Re: Für so ein niedliches Haustier brauchst kein Terrarium! Sowas ist stubenrein und muss nicht wie ein Hunderl in eine Sandkiste kacken!

von meinen äußerungen über eine würgeschlange schließen sie also auf meine politische gesinnung.

dann darf ich von ihrem posting ausgehend wohl auch auf ihre intelligenz schließen.

Gast: nina blum
15.08.2012 06:36
1 2

Liebr ein ausgfressener Python als ein hirnleerer Pfefferstreuer!

Und auch ein vain ist ziemlich insane.
Zum Glück sind in Westeuropa viele viele Neophyten, die die Durchschnittsdegeneration durch Frischzellen kompensieren!

Re: Liebr ein ausgfressener Python als ein hirnleerer Pfefferstreuer!

sagen sie, können sie sich das nicht langsam sparen? ihre profilneurose in allen ehren, aber diese kontextfernen, das migrationsthema in allen facetten wiederkäuenden "beiträge" zu allen möglichen themen sind enervierend.

Antworten Antworten Gast: nina blum
15.08.2012 11:23
1 0

Re: Re: Liebr ein ausgfressener Python als ein hirnleerer Pfefferstreuer!

Würde ich den ganzen Tag vorm Herd stehen und nebenbei Windeln wechseln, dann würdens mir 100 grüne Stricherl geben, stimmts?

Re: Re: Re: Liebr ein ausgfressener Python als ein hirnleerer Pfefferstreuer!

verzeihung, aber das ist eine selten polemische und bezuglose unterstellung.

ich würde ihnen schon grüne stricherl geben, wenn sie in der lage wären, einen thematisch passenden kommentar zu verfassen... oder wenigstens aufhören würden, ihre postpubertäre rebellenhaltung kontextunabhängig in jedem - wirklich jedem - posting zu transportieren.

Re: Re: Re: Liebr ein ausgfressener Python als ein hirnleerer Pfefferstreuer!

yepp!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: nina blum
15.08.2012 12:02
1 0

Re: Re: Re: Re: Liebr ein ausgfressener Python als ein hirnleerer Pfefferstreuer!

Habs mir ja gedacht! (Obacht: Frau UND denken!).
Der MaMe ist ja fast schon so wie ein Pfefferstreuer.
Beim Gedanken an intelligente Frauen fälltihm das Krügerl aus der Hand!

Re: Re: Re: Re: Re: Liebr ein ausgfressener Python als ein hirnleerer Pfefferstreuer!


vor intelligenten Frauen hab ich Respekt, aber ich fürcht mich nicht vor ihnen
vor Ihnen allerdings, na ja, Respekt kann ich es nicht nennen.....

Re: Re: Re: Re: Re: Liebr ein ausgfressener Python als ein hirnleerer Pfefferstreuer!

ich muss sie enttäuschen, das bin definitv nicht ich - habe gerade selbst einen kommentar verfasst.

und intelligenz ist wohl ansichtssache.

Auch Riesenschlangen gehören

zum Ökosystem der Erde!

Eisbärli sind für Menschen viel gefährlicher und werden trotz Massenvermehrung geschützt und als Klima-Maskottchen diverser Grünsekten gehätschelt.

Antworten Gast: schlapperklange
15.08.2012 18:30
0 0

Re: Auch Riesenschlangen gehören

wieviel falschheiten man in zwei sätze packen kann, restecp!

Gast: ROTFRONT
15.08.2012 06:17
0 3

Wir in Europa haben es eher mit Mutationen zu tun!

So werden manche Individuen mit Schönwetterhimmelfarbe oft aggressiv und stellen sich außerhalb des Kreises der Demokraten, Humanisten und Hirnbesitzer.
Die große Frage ist immer noch, ob es Spontanmutationen sind oder durch Retroviren aus den 40ern ausgelöst werden.

Antworten Gast: Heimatfront
15.08.2012 11:57
0 0

@ ROTFRONT

der uebliche verbale ROTFRONT Ruelpser...

Man schicke die Python mal in die Löwelstrasse!

Da gibt es genug Tiere zu verschlingen!

Antworten Gast: nina blum
15.08.2012 11:25
0 0

Nachdem die Schlange kein Berufsalkoholiker ist

wird sie in der Blauen Parteiakademie ja nicht satt werden.
LOL!

Re: Nachdem die Schlange kein Berufsalkoholiker ist

Häupl der "Blaue" ;)

11 2

"Der Tigerpython sei ein fortpflanzungsfreudiges Reptil und gefährde das Ökosystem." - Die Analogie zu Europa ist unverkennbar! Bin schon gespannt wie das Ergebnis der Forscher ausfällt, um der Invasion Einhalt zu gebieten.

Antworten Gast: ROTFRONT
15.08.2012 06:13
0 4

Und wo haben Sie Ihre gediegene Ausbildung genossen?

Auf einer internationalen Eliteuniversität mit Promotion als Analoge?

Re:

Stimmt genau!!! Ein dickes Plus.

Antworten Gast: Über Viecher!
14.08.2012 20:48
3 0

Re:

Ganz einfach, ist kein Problem in Europa, die einzige Chance das diese Viecher Fuß fassen können ist das südliche Sizilien und ein paar Mittelmeerinseln, so weit ich für beide die Temperaturkarte der letzten Jahre im Kopf habe besteht selbst für diese Regionen keine ernstzunehmendes Risiko das Tigerphytons heimisch werden könnten.

Allerdings hat Europa mit eingeschleppten Insekte einige andere nette Probleme, und da kann jeder sicher sein, man würde sehr gerne diese Viecher gegen Phytons, Tiger, oder Nashörner tauschen, die machen bei weitem weniger Probleme als der Kleinmist aus Asien und Co.

Re: Re:

Prädikat: Weltklasse. Respekt!

Antworten Antworten Gast: 18
14.08.2012 21:42
8 0

Re: Re:

Ich denke, dass Krash mit Analogie die Einwanderungswelle in Europa gemeint hat. Nichtsdestotrotz danke für Ihre interessante Replik.

Re: Re: Re:

Echt? Wie kommen Sie ausgerechnet darauf?

 
12