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Öl-Tanker in der Nordsee auf Grund gelaufen

14.08.2012 | 15:38 |   (DiePresse.com)

Ein mit 87.000 Tonnen beladener Tanker saß in der Nähe einer deutschen Vogelschutzinsel fest. Das Schiff konnte nach einigen Stunden wieder freigeschleppt werden.

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Das Wattenmeer an der Nordseeküste ist einer Umweltkatastrophe entgangen. Der mit 87.000 Tonnen Rohöl beladene Tanker "Katja" lief in der Nacht auf Dienstag auf Grund, kam aber nach einem mehrstündigen Großeinsatz mehrerer Schlepper wieder frei, ohne dass Öl austrat. Umweltschützer äußerten sich empört und forderten Konsequenzen.

Der unter der Flagge der Bahamas fahrende Öltanker lief nach Angaben des Havariekommandos in Cuxhaven gegen 1.00 Uhr bei einsetzender Ebbe im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer auf Grund und saß in der Nähe der Vogelschutzinsel Minsener Oog fest.

Der Unfall ereignete sich etwa 30 Kilometer entfernt von Wilhelmshaven, dem Zielhafen des 232 Meter langen Tankers. Das deutsche Wattenmeer, durch das die Schiffsroute verläuft, ist als Nationalpark streng geschützt und als einzigartige Naturlandschaft von der UNESCO als sogenanntes Biosphärenreservat sowie als Weltnaturerbe anerkannt.

Von Cuxhaven aus wurden mehrere Spezialschiffe zu dem Tanker geschickt. Gegen 6.15 Uhr gelang es, die "Katja" freizubekommen. Schäden am Rumpf wurden nach Behördenangaben zwar nicht festgestellt, zur Sicherheit wurde das Schiff auf seinem weiteren Weg in Richtung Wilhelmshaven aber von Schleppern begleitet.

Tankerhafen eine "tickende Zeitbombe"

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, war nach Angaben der Wasserschutzpolizei zunächst unklar. Beamte seien an Bord der "Katja" gegangen, um alle relevanten Manöveraufzeichnungen zu sichern und die Besatzung zu befragen, sagte ein Sprecher in Wilhelmshaven. Ergebnisse lägen aber noch nicht vor.

Die Umweltschutzorganisation WWF reagierte entsetzt. "Wir haben Glück gehabt, es war eine ernste Situation", erklärte der WWF-Wattenmeerexperte Hans-Ulrich Rösner. Das Abschleppmanöver hätte unter anderen Wetterbedingungen scheitern und der Rumpf des Tankers aufbrechen können. Das wäre "eine der größten denkbaren Katastrophen für das Weltnaturerbe Wattenmeer" gewesen. Der Vorfall müsse aufgeklärt werden. Der Tankerhafen von Wilhelmshaven sei eine "tickende Zeitbombe".

(APA/AFP)

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1 Kommentare
Gast: Kibietz
15.08.2012 11:34
0 0

Na, aufregend! Im Sommer ist doch immer Niederwasser!

Kennen wir doch aus dem Liesing-Fluß oder der gigantischen Schwechat!
Sind im Sommer für Containerschiffe auch selten schiffbar!
Kennt sich da keiner aus?
Lernt man doch in der Freheitlichen Elitenakademie!