Die spanische Polizei hat auf dem Flughafen von Gran Canaria in einer Privatmaschine mehr als eine Tonne Kokain sichergestellt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe am Dienstag unter Berufung auf Justizkreisen auf der Kanaren-Insel berichtete, hatten die Rauschgiftfahnder von der Regierung in Venezuela eine Warnung erhalten, dass das Flugzeug ohne Starterlaubnis aus dem lateinamerikanischen Land abgeflogen sei. Das Rauschgift war als humanitäre Hilfe getarnt gewesen. Die Verpackung trug das Emblem einer Hilfsorganisation.
Nach Angaben des venezolanischen Innenministers Tareck el Aissami waren zwei deutsche Piloten und eine österreichische Stewardess an Bord der Maschine. Das Außenministerium in Wien hat bestätigt, dass sich eine Österreicherin unter den festgenommenen Flugzeuginsassen befunden hat. Die Botschaft stehe mit den spanischen Behörden in Kontakt.
Das Flugzeug sei in der Nacht auf Sonntag ohne Erlaubnis von Valencia im Norden Venezuelas abgeflogen, obwohl der Flughafen Arturo Michelena geschlossen gewesen sei, teilte der Minister mit. In Venezuela seien wegen dieser Aktion 28 Verdächtige festgenommen worden. Venezuela legte den Beteiligten die Entführung und den Diebstahl eines Flugzeugs zur Last.
(APA/dpa)
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