24.05.2013 07:51 Merkliste 0

Teil eines Mont-Blanc-Gletschers abgebrochen

17.08.2012 | 17:17 |   (DiePresse.com)

Dadurch wurde eine große Wasserhöhle sichtbar, die den Behörden sorgen bereitet. Das Tal von Saint-Gervais könnte überflutet werden.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Ein Teil eines Gletschers am französischen Mont-Blanc-Massiv, ist diese Woche abgebrochen. Wegen der großen Hitze sei das Eis an einer Spalte am Gletscher von Tete Rousse gebrochen, teilte Alison Evans von der staatlichen Forstbehörde am Freitag mit. Dadurch sei ein Loch von etwa zwei Quadratmeter entstanden. Unter der "Eisbrücke", die eingestürzt sei, sei eine Wasserhöhle sichtbar geworden.

Im Jahr 2010 war eine Gletscherhöhle mit 65.000 Kubikmetern Wasser entdeckt worden, die das Tal von Saint-Gervais zu überfluten drohte. Danach wurde das Wasser abgepumpt, die inzwischen wieder angesammelten 10.000 Kubikmeter sollen im September ebenfalls abgepumpt werden. Ein Sicherheitsbereich wurde eingerichtet, damit Bergsteiger nicht in die Nähe kommen. Das jetzt eingestürzte Gletscherstück lag jedoch außerhalb des Sicherheitsbereiches, der nun erweitert wurde, an einer Stelle, an der die Bergsteiger bisher vorbeikamen.

Dauerhafte Lösung teuer

Die beiden Wasserhöhlen seien sicherlich miteinander verbunden, meinte Evans. Nach Ansicht des Bürgermeisters von Saint-Gervais, Jean-Marc Peillex, zeigt der neue Vorfall, dass die einzige Lösung darin besteht, einen Tunnel zur dauerhaften Wasserableitung zu bohren. Dies würde aber sechs bis acht Millionen Euro kosten, während das einmal jährliche Abpumpen 500.000 Euro kostet.

Der See hat sich in einer Gletscherhöhle gebildet, die keinen natürlichen Ablauf hat und deshalb bersten könnte. Nach der Entdeckung des Gletschersees im Jahr 2010 hatte der Bürgermeister gewarnt, sollte das Wasser die Höhle zum Bersten bringen, könne es binnen einer viertel bis halben Stunde ins Tal stürzen und "knapp 900 Familien" in Lebensgefahr bringen. Bei einer ähnlichen Katastrophe im Jahr 1892 waren 175 Menschen in dem Tal ums Leben gekommen.

(APA/AFP)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

13 Kommentare

mehr frischwasser fuer den exportmarkt!!


Wenn Gletscher wachsen,

brechen sie auch ab und bilden im Sommer auch Gletscher-Seen!

6 0

wieder einmal ein reisserischer Titel

Der Tête Rousse "Gletscher" ist ein in einer Mulde liegender völlig isolierter Winzling mit einem mittleren Durchmesser von ca 200 Metern; er ist nicht "abgebrochen" (kann er gar nicht, aber es klingt halt gut für einen Titel), sondern an einer Stelle eingebrochen (klingt weniger gut), was relativ harmlos ist (ausser für Alpinisten die in diesem Moment drübergegangen wären); dass sich unter seiner Oberfläche eine Wasserblase befindet deren Bersten für St. Gervais unangenehm sein könnte ist unbestritten, genauso wie die Folgen der Klimaerwärmung global verheerende Folgen haben könnten... Reisserische Titel zu diesem Thema sind aber sicher kontraproduktiv...

Gast: bnfajwdobaoncalshcvabskcaksc
18.08.2012 03:32
1 0

Kleiner Fehler

"Dadurch wurde EIEN große Wasserhöhle sichtbar, die den Behörden sorgen bereitet. Das Tal von Saint-Gervais könnte überflutet werden."

Direkt unter der Überschrift.

der Anfang

... und das ist der Anfang vieler ähnlicher Katastrophen

Re: der Anfang

Welche Katastrofen?

Sie haben recht,denn wachsende Gletscher durch die globale Klima-Abkühlung werden die größte Katastrofe für die Menschheit.

Weltweit steigt die Zahl der Eisberge durch den Klima-Wandel und gefährdet immer stärker den Schiffs-Verkehr um das Kap Horn in den letzten Jahren.

Re: der Anfang

Jawoll. Auch Erdbeben wird es nächstes Jahr wieder geben! Und bald, bald auch wieder Vulkane, also zumindest innerhalb der nächsten 100 Jahre sehe ich das kommen, ganz fix. Stürme werden wehen und an vielen Stellen wird Schnee fallen! Ich ahne sogar lawinen für den kommenden Winter voraus ... erwachet!

Re: Re: der Anfang

1130 Wien roter berg heut hat es wieder geraucht dort,der Ausbruch ist nahe !!!!

Re: der Anfang

gletschervorrückungen und Rückzüge hat's immer gegeben. auch klimaschwankungen, auch war es in der Menschheitsgeschichte schon oft wärmer als jetzt. alles nachzulesen. ein wärmeres Klima ist nicht das Ende! wir werden uns halt anpassen (müssen).

Gast: ROTFRONT
17.08.2012 19:51
4 9

Na, da wirs's den Fischkopf Aron aber wieder vom Tresen hauen! Der glaubt ja nnichtan irgendwas.

Aber das ist eben der Klimetenwandel. Da hauts alles Eis runter. Wie der Fischkopf A...
Den hauts auch oft runter. Wie den Waschmittelproponenten Persil 4.0.
Der hält sich auch nie lange am Sauftisch.

Re: Na, da wirs's den Fischkopf Aron aber wieder vom Tresen hauen! Der glaubt ja nnichtan irgendwas.

oder doch?

Re: Na, da wirs's den Fischkopf Aron aber wieder vom Tresen hauen! Der glaubt ja nnichtan irgendwas.

weil nix vertragen,die Luschen

Antworten Antworten Gast: trinkfest
18.08.2012 15:27
1 0

Re: Re: Na, da wirs's den Fischkopf Aron aber wieder vom Tresen hauen! Der glaubt ja nnichtan irgendwas.

wozu auch, kommt billiger