Sieben Menschen sind auf der nordjapanischen Insel Hokkaido durch eine Vergiftung nach dem Verzehr von eingelegtem Chinakohl gestorben. Das Gemüse sei mit E-Coli-Bakterien verseucht gewesen, erklärten die Behörden am Sonntag. Weitere 103 Menschen seien erkrankt. Dies sei die tödlichste Nahrungsmittelvergiftung in Japan seit zehn Jahren.
Sechs der Toten seien ältere Frauen gewesen, die den Chinakohl in Altenheimen in Sapporo und einer anderen Stadt auf Hokkaido gegessen hätten, teilte ein Sprecher der örtlichen Gesundheitsbehörden mit. Eine 100-Jährige sei am Sonntag an multiplem Organversagen gestorben, nachdem sie neun Tage im Krankenhaus verbracht habe.
Eine weitere Tote sei ein vier Jahre altes Mädchen gewesen, sagte ein Beamter des öffentlichen Gesundheitszentrums in Sapporo. Es sei am 11. August gestorben, nachdem es Symptome einer E-Coli-Vergiftung gezeigt habe. Unklar sei jedoch, wann das Mädchen den Chinakohl gegessen habe.
Problem mit Hygienekontrollen?
Das Lebensmittel sei Ende Juli in einer Fabrik in Sapporo hergestellt worden. Es sei schwer zu sagen, wie die Bakterien in das Gemüse gelangt seien, sagte der Beamte. Die Behörden wüssten noch nicht, ob es in der Fabrik ein Problem mit den Hygienekontrollen gegeben habe.
Eine schwerere Nahrungsmittelvergiftung hatte es in Japan zuletzt 2002 gegeben. Damals starben neun Menschen an einer E-Coli-Vergiftung. Sie hatten mariniertes Hühnchen und ein vegetraisches Gericht in einem Krankenhaus und Altenheim in der Provinzstadt Utsunomiya nördlich von Tokio gegessen.
(APA/AFP)
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