Der Betrieb von beiden Blöcken des südböhmischen Atomkraftwerkes Temelin war 2011 "trotz Sonderereignissen und technischer Probleme" vor allem im nicht-atomaren Bereich "sicher und zuverlässig". So heißt es in einem Jahresbericht der tschechischen Staatlichen Behörde für atomare Sicherheit (SUJB), aus dem die Nachrichtenagentur CTK am Mittwoch zitierte. Insgesamt 216 Zwischenfälle wurden demnach im Vorjahr registriert, wovon 64 als "bedeutend" klassifiziert wurden.
Zu den schwerwiegendsten Problemen zählte die Überflutung des Schutzumschlags des Reaktors im Block 2, dann eine ungeplante Schnellabschaltung des Reaktors im Block 1 und eine Panne des Monitoring-Systems im Lager der ausgebrannten Brennstäbe. Zwei geplante Abschaltungen wurden 2011 im AKW Temelin durchgeführt. Im Laufe dieser Pausen wurde auch ein neuer Typ von Brennstäben eingesetzt, wobei die bisherigen Erfahrungen damit die Erwartungen bestätigten, dass dies zu einer höheren Betriebssicherheit führt, steht weiter in dem SUJB-Bericht.
Zur Zeit gibt es in dem Atomkraftwerk eine weitere planmäßige Abschaltung des Blocks 1. Sie hat Ende Juli begonnen und soll etwa bis Mitte September dauern. Seit längerem ist die Errichtung von zwei zusätzlichen Blöcken in Temelin geplant. Die Bauarbeiten sollen 2016 beginnen; 2025 sollen die neuen Reaktoren fertiggestellt werden. Seit Anfang Juli liegen offizielle Angebote von drei Firmen für das Projekt vor. Der Auftrag wird auf einen Wert von 200 bis 300 Milliarden Kronen (8,1 bis 12,1 Milliarden Euro) geschätzt.
(APA)
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