Der Tropensturm "Isaac" hat in Haiti nach jüngsten Angaben sieben Menschen in den Tod gerissen. Unter den Opfern sei ein achtjähriges Mädchen, das von einer einstürzenden Hausmauer erschlagen worden sei, teilte am Sonntag der Zivilschutz in der Hauptstadt Port-au-Prince mit. Ein sechsjähriger Bub sei am Samstag gestorben, als sein Zelt einstürzte.
5000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Viele Notzelte, die nach dem schweren Erdbeben von 2010 aufgestellt worden waren, wurden ebenfalls geräumt. Bei dem Erdbeben waren damals in Haiti 250.000 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem leben in dem bitterarmen Land noch immer rund 400.000 Menschen in Zeltstädten.
Ausnahmezustand in Kuba und Florida
"Isaac" bewegte sich am Sonntag weiter Richtung US-Bundesstaat Florida und Kuba. Der Sturm befand sich am späten Sontagnachmittag mitteleuropäischer Zeit etwa 130 Kilometer südöstlich von Florida und etwa 180 Kilometer nordöstlich von Havanna. Da die Behörden davon ausgehen, dass der Sturm zunimmt und Hurrikanstärke erreicht, wurde in Florida und auch in einigen Provinzen Kubas der Ausnahmezustand ausgerufen.
Durch "Isaac" wurden zudem die US-Republikaner gezwungen, den Beginn ihres Parteitags zur Kür ihres Präsidentschaftskandidaten um einen Tag zu verschieben. Das Treffen in Tampa in Florida soll nun erst am Dienstag beginnen. Bei dem Treffen mit zehntausenden Teilnehmern soll Mitt Romney zum Herausforderer des demokratischen Amtsinhabers Barack Obama bestimmt werden.
(APA)
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