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Sturm "Isaac" schürt wieder Angst um New Orleans

27.08.2012 | 21:27 |   (DiePresse.com)

Sieben Jahre nach dem Hurrikan "Katrina" könnte New Orleans erneut verwüstet werden. In mehreren US-Bundesstaaten wurde bereits der Notstand ausgerufen.

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Auf den Spuren des tödlichen Hurrikans "Katrina" hält der Tropensturm "Isaac" weiter Kurs auf das US-Festland. Der Sturm zieht mit rund 22 Kilometern in der Stunde durch den Golf von Mexiko, teilte das Nationale Hurrikanzentrum in Miami mit. Die Windböen erreichten durchschnittlich fast 105 Kilometer pro Stunde. Die meteorologische Vorhersage für "Isaac" sei nahezu identisch mit der für "Katrina" im Jahre 2005, berichtete der Sender CNN.

Bei seinem Zug über das warme Golf-Wasser werde "Isaac" erstarken und als Hurrikan der Kategorie 1 am späten Dienstagabend oder Mittwochmorgen (Ortszeit) zwischen Louisiana und Alabama das Festland erreichen, sagten die Wetterexperten.

1800 Tote vor sieben Jahren

Sieben Jahre nach "Katrina" sorgt "Isaac" damit für Alarm im US-Staat Louisiana. Das möglicherweise bedrohte Gebiet schließt New Orleans ein, das am 29. August 2005 von "Katrina" getroffen worden war. Etwa 1800 Menschen kamen damals ums Leben. Die Stadt wurde schwer verwüstet.

Bürgermeister Mitch Landrieu räumte ein, dass es in New Orleans große Sorge gebe. Wenn sich am Kurs des Sturms nichts ändere, "glauben wir, dass wir einen Hurrikan haben werden, der New Orleans trifft", sagte er auf einer Pressekonferenz. "Es wird wahrscheinlich o.k. für uns ausgehen. Aber wir müssen auf der Hut sein." Landrieu äußerte vor allem die Befürchtung, dass die Kombination von Sturm und heftigem Regen zu weit verbreiteten Stromausfällen führen wird. Die Stadt sei viel besser vorbereitet als seinerzeit. "Katrina" hatte damals die Stärke 5 und war deutlich stärker als "Isaac".

Notstand in drei Bundesstaaten

Für Louisiana wurde bereits eine Hurrikanwarnung ausgegeben. Gouverneur Bobby Jindal rief die Bevölkerung in niedriger liegenden Küstenregionen auf, sich auf Evakuierungen vorzubereiten. Zugleich erklärte er vorsichtshalber den Notstand für seinen Staat. Nach Angaben des Senders CNN bildeten sich besonders in New Orleans lange Schlangen an den Tankstellen. Auch im benachbarten Mississippi und in Alabama wurde der Notstand ausgerufen.

In Tampa (Florida) brachte "Isaac" den Parteitag durcheinander, auf dem die Republikaner Ex-Gouverneur Mitt Romney offiziell zum Spitzenkandidaten der Konservativen für die Wahl im November küren wollen. Der Beginn des offiziellen Programms wurde wegen des Sturms um einen Tag auf Dienstag verschoben (Mehr ...).. Auf dem Flughafen von Miami-Dade sind am Sonntag mehr als 550 Flüge ausgefallen, melden örtliche Medien.

Plattformen evakuiert, Tote in der Karibik

Im Golf von Mexiko wurden einige Plattformen zur Gas- und Ölförderung sicherheitshalber evakuiert. Die Umweltbehörde BSEE teilte mit, betroffen seien bis zum Sonntagmittag (Ortszeit) 39 der 596 bemannten Plattformen. Ebenso seien 8 von 76 Bohranlangen von den Mannschaften geräumt worden. Der Ölpreis ist daraufhin gestiegen.

In der Karibik hatte der Sturm teils schwere Verwüstungen angerichtet. In Haiti sind mindestens 19 Menschen durch "Isaac" getötet worden. Wie der Zivilschutz mitteilte, wurden zudem noch neun Menschen vermisst. Der Sturm, der am Samstag mit heftigen Regenfällen und starken Winden über den verarmten Karibikstaat hinweggezogen war, zerstörte den Angaben zufolge mehr als 330 Häuser und beschädigte mehr als 2300 weitere. Etwa 15.000 Menschen seien vor dem Unwetter in Sicherheit gebracht worden, erklärte der Zivilschutz.

 

EPA/NOAA Satellitenbild vom Sonntag

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(APA/dpa/AFP/Reuters)

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9 Kommentare

krampfhaftes Bashing

Ich bin ja nicht unbedingt der größte Fan der USA Kolonialpolitik, und die einseitige Medienberichterstattung ist mir auch schon seit längerer Zeit ein Dorn im Auge. Aber deshalb jeden möglichen Bericht für ein USA Bashing zu nutzen ist lächerlich! Nur weil sich die Administration zu viel Kraut herausnimmt muss nicht ständig über das ganze Volk hergezogen werden! Es so wie auch sonst auf der ganzen Welt: der größte Teil der Menschen will nur in Frieden leben und arbeitet fleißig!

Gast: Kibietz
28.08.2012 08:41
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Natürlich steckt da auch Gottes Wille dahinter! Sagt uns auch die RKK!

Man darf sich also nicht wirklich beklagen.
Man muss eher Buße tun!

Haiti mit 19 Toten...

... ist leider nur eine Randnotiz wert, während ein ganzer Artikel von vielleicht eintreffenden Katastrophen in den USA berichtet. Irgendwie bekommt man ständig den Eindruck, dass nicht jedes Menschenleben gleich wichtig ist.

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Re: Haiti mit 19 Toten...

Von den BVIs wird gar nichts erwähnt. Würd mich interessieren, ob dort noch was steht. Aber die haben ja auch keine Strohhütten, wie auf Haiti...

Gast: Wasserlaeufer
27.08.2012 09:46
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Tja, der Winter in Russland

hat auch so manchen Sieg errungen.

Und bei uns macht die SPOeVP auch so manchen Parteitag obwohl es doch so vielen Oesterreichern
dreckig geht.

Die Meisten gehen nicht einmal mehr waehlen.

Das active Wahlrecht wird nicht ausgenuetzt
und an das passive Wahlrecht wagt sich ein
normal arbeitender Mensch erst garnicht heran.

Das ist ja alleinige Sache der grosskopferten
"Landesrabenvaeter".

bei dieser

stadt ist es eh egal !

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Re: bei dieser

wow... was für eine brutale Aussage. Selten ein dümmeres und unnötigeres Kommentar gelesen!

Re: bei dieser

wie oft waren sie schon dort,und was genau missfällt ihnen ?

Re: bei dieser

Au weh...