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Roma-Lager: Frankreichs Sozialisten unter Beschuss

28.08.2012 | 11:09 |   (DiePresse.com)

Seit Montag mussten in Frankreich 250 Roma ihre Unterkünfte verlassen. Der Sozialistische Innenminister steht auch in den eigenen Reihen in der Kritik.

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In Frankreich ist am Dienstag erneut ein Roma-Lager geräumt worden. Davon betroffen waren etwa 180 Roma in der Stadt Saint-Priest im Ballungsraum von Lyon, wie örtliche Behörden und Menschenrechtsaktivisten mitteilten. Die Polizei war mit zahlreichen Fahrzeugen auf dem Gelände nahe einer Fahrzeugfabrik präsent. Nach Angaben von Gilberte Renard von der Liga für Menschenrechte (LDH) gingen die Polizisten "in alle Zelte" und überprüften die Papiere der Roma. Diese hielten sich demnach seit Monaten auf dem Gelände auf, nachdem sie zuvor mehrfach vertrieben worden waren.

Bereits am Montag wurde in Evry nahe Paris ein Roma-Lager geräumt (DiePresse.com berichtete). In Frankreich wird derzeit heftig über die Politik gegenüber den Angehörigen der Minderheit diskutiert, die zumeist aus Rumänien und Bulgarien kommen.

Der neue sozialistische Innenminister Valls ist auch in den eigenen Reihen unter Beschuss geraten, weil ihm vorgeworfen wird, den harten Kurs der konservativen Vorgängerregierung unter Ex-Präsident Nicolas Sarkozy fortzusetzen. Die EU-Kommission stellte die französische Politik gegenüber der Minderheit Anfang August erneut unter Beobachtung.

 

(APA)

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