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Nach Detonation: 17 Gebäude in München beschädigt

29.08.2012 | 17:07 |   (DiePresse.com)

Am Tag nach der Sprengung einer Fliegerbombe ist der Schaden noch nicht genau zu beziffert. Das Gebiet um die Explosionsstelle bleibt gesperrt.

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Bei der Sprengung einer 250 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe in München sind nach ersten Erkenntnissen mindestens 17 Gebäude beschädigt worden. Das sagte Shahram Valamehr von der Münchner Lokalbaukommission am Mittwoch. Akute Einsturzgefahr bestehe nach erster Einschätzung zwar nicht, gerade die Gebäude in unmittelbarer Nähe des Bombenfundortes müssten aber noch genauer unter die Lupe genommen werden. Die Fassade mindestens eines Hauses mache auf den ersten Blick keinen guten Eindruck. Sie sei von der Wucht der Explosion eingedrückt worden.

Der direkte Umkreis um den Ort der Explosion bleibt vorerst weiter gesperrt. Doch auch die Bewohner einiger weiter entfernter Gebäude müssen wegen zerborstener Fenster und anderer Schäden möglicherweise noch Tage warten, bis sie ihre Wohnungen wieder beziehen können. Außerhalb des unmittelbar betroffenen, noch immer gesperrten Gebietes, begannen nach "Tagen im Ausnahmezustand", wie Münchens Oberbürgermeister Christian Ude sagte, die Aufräumarbeiten.

Der große Knall: Die Münchener Bombe explodiert

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"Fall von höherer Gewalt"?

 

Wie hoch der entstandene Schaden genau ist, ist noch kaum absehbar. Unklar ist auch, wer die Kosten übernimmt. Nach Angaben eines Sprechers des Kreisverwaltungsreferates scheiden Amtshaftungsansprüche gegen die Stadt aus. Rathauschef Ude sagte, Kriegsfolgeschäden würden rechtlich als Fall von höherer Gewalt gelten, für die es spezialgesetzliche Vorschriften gebe. Die normalen Versicherungen seien daher außen vor. Experten der Stadt sowie des Innenministeriums prüften nun, ob und wie die Betroffenen entschädigt werden könnten. Die Stadt wolle die Rechtslage so schnell wie möglich klären, um Anrainern, Hausbesitzern und Geschäftsleuten schnell helfen zu können.

Splitter der Bombe wurden nach Polizeiangaben noch 300 Meter vom Explosionsort entfernt gefunden. Die glühenden und messerscharfen Splitter seien es womöglich auch gewesen, die ein Geschäft in der Nachbarschaft in Brand gesetzt haben. Der Laden brannte nach der geplanten Sprengung am späten Dienstagabend völlig aus. Andere Feuer, die zunächst spektakulär ausgesehen hatten, seien ausschließlich brennende Strohballen gewesen, die auf Häuserdächer geflogen seien. Sie richteten keine größeren Schäden an, sagt die Feuerwehr. Nach Angaben des Innenministeriums waren 600 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, freiwilligen Hilfsorganisationen und Technischem Hilfswerk im Einsatz. Die Polizei berichtete von einigen Menschen, die versucht hatten, am Abend in die Sperrzone zu gelangen.

(c) EPA/Marc Müller

(c) EPA/Marc Müller

Sprengung als einzige Alternative

Oberbürgermeister Ude hatte schon in der Früh betont, zur Sprengung mitten in München habe es keine Alternative gegeben. Auch Andreas Heil, Koordinator der Kampfmittelbeseitigung, hob noch einmal die Gefahr hervor: Ein Abtransport der Bombe und eine Sprengung außerhalb der Stadt sei viel zu riskant gewesen.

Der am Montag bei Bauarbeiten auf dem ehemaligen Gelände der Kultkneipe "Schwabinger 7" entdeckte Blindgänger war kontrolliert gesprengt worden, nachdem ein komplizierter Entschärfungsversuch missglückt war. Die Detonation war in der Stadt mit 1,4 Millionen Einwohnern kilometerweit zu hören. Zeitweise mussten mehr als 2500 Menschen ihre Wohnungen verlassen und in Notunterkünften Unterschlupf suchen. Verletzt wurde bei der Sprengung der Bombe niemand.

(APA/dpa)

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18 Kommentare
2 0

Ah, da wird wiedereinmal schwerstens dramatisiert!

In diversen Hollywood Blockbustern ist sehr gut zu beobachten, dass man unmittelbar neben einer Explosion maximal von der Druckwelle weg- respektive umgeschleudert wird. Na also, da haben einige Beamte sich wieder wichtiger genommen als sie sind und die Sperrzone zu weit vergrößert.
Wegen so an kleinen Bomberl braucht keiner an meine Haustüre klopfen und mir erklären, dass ich nun mein Haus verlassen muss aus "Sicherheitsgründen" Sollte dies einmal der Fall sein, dann lass' ich den Hund von der Kette......

unverständlich

wie kann sowas passieren, da waren doch offensichtlich Amateure am Werk (oder Deppen)

beides gleich gefährlich

Gast: ROTFRONT
29.08.2012 17:22
0 4

Wie üblich - der Staat = die unfähigen Beamten machen einen Riesenschaden und die Geschädigten müssen alles selber zahlen!

Hätte man den Anrainern gesagt, dass sie den Schaden durch die Sprengung selber brennen müssten, dann hätte man nicht so lustig und locker einfach das ganze Stadtviertel einäschern können!

Gast: xxxx
29.08.2012 14:20
0 2

Warum habenss das Ding nicht mit Weißwiascht, siaßn Senf und Brezel abgedeckt?

Weils sichs lieber ins Ma... stopfen?

Gast: Carlos Alberto Ruiz
29.08.2012 13:58
2 1

"Blockbuster"..

....so nannten die Amis diese Bomben im 2. WK. Weil da mit einer einzigen Bombe ganze Gebäubeblocks inklusive allem, was sich darin oder in deren Keller befand, in die Luft gejagt wurden....

(Sorry, wirklich grauslich, wenn man sich das so vorstellt!)

Hier das Video
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/bombensprengung-in-muenchen-so-gewaltig-war-die-explosion-1.1453135

Antworten Gast: Altkater1
29.08.2012 21:35
0 0

Re: "Blockbuster"..

Das war "lediglich" eine 250 kg Bombe. Eigentlich noch zur leichteren Gattung zu zählen.
Blockbusters waren einige Nummern größer.

Und allein vom Schaden dieser Bombe (trotz umfangreichster Vorbereitungs- u Sicherungsarbeiten) kann man sich die damaligen Probleme vielleicht etwas vorstellen.
Ohne damit jetzt näher auf die Politik eingehen zu wollen!

Gast: Vogel Strauss
29.08.2012 12:46
1 2

Sind die Münchner patscherter als wir?

Bei uns wird doch auch alle paar Wochen irgendeine Fliegerbombe gefunden, aber so ein Theater hats noch nie gegeben ... haben die keinen g'scheiten Entschärfungsdienst oder gefährlichere Bomben?? Dazu passend der Code: arm

Antworten Gast: Kopf im Sand
29.08.2012 14:06
1 1

Re: Sind die Münchner patscherter als wir?

Ja, Herr Vogel Strauss, Sie scheinen besonders gut informiert zu sein. Sowohl was die Münchner Bombe angeht, als auch die Wiener.... Ihr Code scheint gut zu Ihnen zu passen ;-)

Antworten Antworten Gast: Vogel Strauss
29.08.2012 20:18
0 0

Re: Re: Sind die Münchner patscherter als wir?

Sie aber auch, weil Informationen haben Sie mir keine geben können, nur überflüssiges Geätze ...

Gast: Zivilist
29.08.2012 11:50
5 2

Eine Bombe

Man sieht, was heute die kontrollierte Sprengung einer einzigen Bombe auslösen kann. Die RAF und USAF warfen Millionen Bomben und Brandbomben völkerrechtswidrig und kriegsverbrecherisch auf nichtmilitärische Ziele (Zivilbevölkerung und Kulturdenkmäler) in Deutschland und die USAF auch in Japan.
Es ist eine Schande und bestätigt die völlig einseitige Kriegsgeschichtsschreibung, dass dieser Völker- und Kulturmord an Deutschland und Japan bis heute nicht wirklich thematisiert wurde.

Antworten Gast: General Schnitzelsemmel
29.08.2012 12:15
2 1

Re: Eine Bombe

In Deutschland und in Japan? Nicht nur! (Zählen sie eigentlich Österreich zu Deutschland dazu, zu dem Zeitpunkt richtig, aber leicht misszuverstehen) Auch Frankreich, die Benelux-Staaten, Italien und die Philippinen wurden damit beglückt, auch wenn das verdrängt wird. Alleine die Alliierten Bomben auf Rotterdam forderten mehr Tote unter der Zivilbevölkerung als die Bombardierung durch die Luftwaffe. (einfach auf der englischen Wikipedia nachschauen, und er deutschen Version gibt's nicht mal einen Eintrag.)

Antworten Antworten Gast: Zivilist
29.08.2012 12:42
1 1

Re: Re: Eine Bombe

Richtig! Monte Cassino z. B.

Gast: Blankensteiner Husar
29.08.2012 11:32
3 1

Welcher Depp deckt einen Sprengsatz mit brennbarem Material ab????????

Haben die alle einen Knall?
Gibt genug unbrennbares Abdeckmaterial. Ist jedem Sprengbefugtem bekannt.
Klar war das Räumkommande voll zufrieden, denn ZUSAMMENRÄUMEN müssen ja andere!
Da gehört sofort eine Amtshaftungsklage!

Antworten Gast: Sekundant
29.08.2012 16:06
2 0

Re: Welcher Depp deckt einen Sprengsatz mit brennbarem Material ab????????

Das selbe ging mir auch durch den Kopf.
Es gibt doch diese schweren Matten die man bei Gebäudesprengungen verwendet. Und hier wurde Stroh genommen. Das war ja keine Stange Dynamit, sondern ein Riesending...

Gast: ach ja
29.08.2012 09:38
3 5

... und wo waren die "Befreier"?

Es wäre doch ein Zeichen von Anständigkeit gewesen hätten sich die allseit geliebten und verehrten Befreier die ja unverändert Deutschland mit ihren Truppen besetzt halten an der Entsorgung des von ihnen ins Land gebrachten Mülls beteiligt ...

Hat wer was von diesen Knilchen dort gesehen?

Re: ... und wo waren die "Befreier"?

befreier unter anfuerungszeichennzu schreibennzeugt davon, dass sie 6 millionen ermordete juden, angrifffskrieg uvm goutieren.

wenn solche wie sie wieder die mehrheit bekommen, muessen ns die amis wieder befreien.


Antworten Gast: jaromir.nezval
29.08.2012 12:06
4 2

Re: ... und wo waren die "Befreier"?

am besten die rechnung den amerikanischen grossbanken schicken.die haben ja schliesslich den 2. weltkrieg an allen(!) fronten finanziert.

Antworten Gast: b754
29.08.2012 10:47
3 3

Re: ... und wo waren die "Befreier"?

Die sind nur tapfer wenns ans massakrieren von Zivilisten mittels Bomben geht, wenn es dann für sie auch gefährlich wird sind sie ganz schnell weg, so läufst ja grad auch in Irak & Afghanistan