Im "Fall Oliver" sind heute Dienstag und übermorgen Donnerstag am Bezirksgericht im dänischen Helsingor zwei Termine angesetzt. Es wird über eine mögliche Rückführung des fünf Jahre alten Buben zu seiner Mutter nach Österreich verhandelt. Der dänische Vater hatte seinen Sohn Anfang April mit Unterstützung eines Komplizen vor einem Grazer Kindergarten der österreichischen Mutter entrissen und nach Dänemark gebracht.
Juristisch vertreten wird die Grazer Mutter bei der Verhandlung von einer dänischen Wahlverteidigerin und ihrer österreichischen Anwältin sowie einem Dolmetscher und zwei Vertretern der österreichischen Botschaft. Die Mutter hatte gleich nach der Tat des Kindesvaters über das Justizministerium einen Antrag zur Rückführung des fünfjährigen Buben - basierend auf dem Haager Kindesentführungsübereinkommen - gestellt.
Bei den beiden Terminen in Dänemark könnte über den jahrelangen Obsorgestreit entschieden werden. Am 25. September muss sich der Vater dann im Grazer Straflandesgericht wegen schwerer Nötigung und Freiheitsentziehung verantworten. Unklar ist aber, ob er zur Verhandlung erscheinen wird, sagt die Staatsanwaltschaft Graz.
(APA)
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