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Flüchtlingsboot vor türkischer Küste gesunken

06.09.2012 | 18:02 |   (Die Presse)

Mehr als 50 Menschen ertranken am Donnerstag bei einer Schiffskatastrophe vor der türkischen Mittelmeerküste, viele davon waren unter Deck eingesperrt. Etwa die Hälfte der Opfer waren Kinder.

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Istanbul/Wien/Sig/Ag. Bei einer Schiffskatastrophe vor der türkischen Mittelmeerküste sind am Donnerstag mindestens 58 Flüchtlinge umgekommen. Medienberichten zufolge waren etwa die Hälfte der Opfer Kinder.
Demnach waren mehr als 100 Menschen, die meisten davon aus Syrien, dem Irak und Palästina, an Bord des Bootes, als es gegen Sonnenaufgang nur 50 Meter vor dem Ufer einen Fels traf und leckschlug. Viele Menschen seien im Laderaum gefangen gewesen und mit dem Schiff untergegangen. 46 Flüchtlinge konnten lebend geborgen werden oder aus eigener Kraft an Land schwimmen.
Retter suchten am Donnerstagabend noch nach Überlebenden im Seegebiet vor Ahmetbeyli bei Izmir, auch Taucher wurden zum Wrack geschickt.

Berichten zufolge hätten der Kapitän des Schiffes und ein Matrose das Unglück überlebt und seien festgenommen worden. Angeblich waren die Flüchtlinge zuvor in einem Hotel in Izmir untergebracht gewesen, Menschenschmuggler hätten ihnen versprochen, sie übers  Meer nach Großbritannien zu bringen.

Immer gefährlichere Routen

Für viele illegale Einwanderer ist die Türkei ein Transitland auf dem Weg nach Europa. Der Seeweg durch die Ägäis zwischen der Türkei und Griechenland ist ein viel genutzter Weg in die EU, jedes Jahr versuchen Tausende, auf griechische Inseln zu gelangen.

Die Boote sind oft alt und kaum seetüchtig, Menschenschmuggler kassieren tausende Euro für den Transport. Im Juli hat Griechenland angekündigt, seine Wachposten an der Grenze zur Türkei zu vervierfachen, um Flüchtlinge an der Einreise zu hindern. Laut Experten wählen deshalb nun viele Migranten gefährlichere, weniger bewachte Routen übers Meer.

Die Türkei hat ihre Einreisebestimmungen in den vergangenen Jahren hingegen gelockert. Bisher flohen allein mindestens 80.000 Syrer vor dem dortigen Bürgerkrieg in die Türkei.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2012)

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8 Kommentare
Gast: Es ist alles sehr kompliziert
06.09.2012 16:56
2 3

Daß in der Türkei die Leute so verfolgt werden,

daß diese von dort auch schon flüchten müssen, habe ich gar nicht gewusst.
Da müssen ja schreckliche Zustände in der Türkei herrschen!

Antworten Gast: Liberaler Nordlaender
07.09.2012 07:59
1 0

Re: Daß in der Türkei die Leute so verfolgt werden,

Über etwas zu schreiben, ohne die geringste Ahnung über dieses Thema zu haben, soll anscheinend einen gewissen
Talent fordern.

Antworten Gast: Gesichtschirurg
06.09.2012 19:17
2 1

Re: Daß in der Türkei die Leute so verfolgt werden,

Die Opfer flüchteten gar nicht aus der Türkei:

"...die meisten davon aus Syrien, dem Irak und Palästina..:"

Antworten Antworten Gast: Flachgauer4
06.09.2012 21:32
2 1

Re: Re: Daß in der Türkei die Leute so verfolgt werden,

Naja, irgendwie schon. Sie flüchten aus ihrer Heimat in die Türkei, welche die Einreisebestimmungen in den letzten Jahren gelockert hat.

Aber anscheinend wollen die Flüchtlinge trotzdem nicht dort bleiben (von wo die Rückreise in die Heimat leichter geht, wenn der Fluchtgrund wegfällt). Sie zahlen lieber eine Menge Geld und bevorzugen es, unter Lebensgefahr auf alten Schiffen weiter nach Westen gebracht zu werden. Das gibt zu denken.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gasthansi
06.09.2012 22:03
0 1

Re: Re: Re: Daß in der Türkei die Leute so verfolgt werden,

Das gibt zu denken!!! Nein es ist nix.. ca, von 770.000 person Jahr 2011 haben bereit 250.000 in Türkei geblieben.. ( visum,arbeit,dauerbleibe, usw ) Nur zu Ihre info...

Muss ein furchtbarer Tod sein...

RIP

Antworten Gast: vito c
06.09.2012 16:04
0 0

Re: Muss ein furchtbarer Tod sein...

gibt es einen anderen?

2 0

Re: Re: Muss ein furchtbarer Tod sein...

Ja den Freitod der Terorristen die freuen sich ja darauf endlich in den Himmel zu kommen.