Bei zwei Erdbeben innerhalb einer Stunden sind im Südwesten Chinas am Freitag mindestens 64 Menschen getötet worden. Etwa 715 weitere Menschen wurden in der bergigen Region verletzt, teilte die Provinzregierung mit. Die Zahl der Opfer könne weiter steigen, da Rettungskräfte erst nach und nach entlegene Dörfer in der bergigen Region erreichten, meldeten die Staatsmedien. Etwa 39.000 Wohnhäuser wurden zerstört oder beschädig. Rund 200.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.
Die beiden Erdstöße erreichten Stärken von 5,7 und 5,6 nach Richter, wie die chinesische Erdbebenwarte mitteilte. Das Epizentrum war rund 15 Kilometer von Yiliang in der Provinz Yunnan entfernt. Auch in den benachbarten Provinzen Guizhou und Sichuan waren die Beben zu spüren. In der Folge gab es mindestens 16 Nachbeben in der Region.
Rund 5600 Helfer waren am späten Freitagabend im Einsatz. Die Nachrichtenagentur Xinhua sprach von schweren Rettungsarbeiten. "Straßen sind blockiert und die Helfer müssen Berge hinaufklettern, um die schwer getroffenen Dörfer zu erreichen", zitierte sie einen Vertreter der Lokalregierung. Rund 6000 Zelte, Wasser, Lebensmittel und Kleidung wurden demnach in die Erdbebenregion entsandt.
Der Südwesten Chinas ist immer wieder von Erdbeben betroffen. Bei einem schweren Beben in der südwestchinesischen Provinz Sichuan waren im Mai 2008 knapp 87.000 Menschen getötet oder als vermisst gemeldet worden.
(APA)
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