19.05.2013 21:46 Merkliste 0

Ein Toter: Angst vor Dengue-Fieber in Griechenland

07.09.2012 | 17:04 |   (DiePresse.com)

In Griechenland ist ein Mann gestorben, der sich im Land mit dem Dengue-Fieber infiziert haben dürfte. Dies wäre der erste Fall seit fast 85 Jahren.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

In Griechenland ist ein 84-Jähriger wahrscheinlich am Dengue-Fieber gestorben. Experten zufolge hatte sich zuvor seit fast 85 Jahren niemand im Land selbst mehr mit dem Virus angesteckt. Der Mann starb am 30. August in einem Krankenhaus der Hafenstadt Patras. Das Opfer soll sich in der Region der westgriechischen Stadt Agrinion am Ionischen Meer infiziert haben.

"Er hatte alle Symptome. Zudem haben die Laboruntersuchungen der ersten Blutabnahme gezeigt, dass es Dengue-Fieber war", sagte Athanasios Tsagris vom griechischen Zentrum für Krankheitskontrolle und Vorbeugung (KEELPNO) am Freitag. "Wir haben einen - wie es international heißt - 'probable case'", so der Mikrobiologie-Professor an der Universität Athen. Die erste Kontrolle sei positiv bewertet worden. Weil der Mann aber gestorben ist, könne man nicht mehr die zweite Blutprobe prüfen.

Durch bestimmte Mücken übertragen

Dengue-Fieber tritt vorwiegend in den Tropen und Subtropen auf, breitet sich seit Jahren jedoch zunehmend aus. Im Jahr 2010 traten Fälle in Kroatien und Südfrankreich auf. Die Krankheitssymptome können denen einer Grippe ähneln: starkes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In schweren Fällen treten innere Blutungen oder ein Schocksyndrom auf. Dengue-Fieber wird durch bestimmte Mücken übertragen. Eine Impfung gibt es noch nicht. In Thailand und auf den Philippinen testet der Pharmakonzern Sanofi Pasteur einen Impfstoff. Ergebnisse werden für diesen Herbst erwartet.

Ende der 1920er Jahre, vor der lokalen Ausrottung der Überträgermücke, wütete in Griechenland eine der größten dokumentierten Dengue-Epidemien. Damals erkrankten Experten zufolge rund eine Millionen Menschen, etwa 1000 starben.

Bis zu 100 MillionenInfizierte pro Jahr

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das von Viren ausgelöste Leiden zu einer der gefährlichsten Infektionskrankheiten entwickelt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass sich pro Jahr rund 50 bis 100 Millionen Menschen anstecken. Etwa 2,5 Prozent der Erkrankten sterben.

Laut dem Wiener Tropenmediziner Herwig Kollaritsch kehren pro Jahr auch 70 bis 80 Österreicher mit dem Dengue-Fieber nach Hause zurück. Genaue Zahlen gebe es nicht, da diese Krankheit hierzulande keiner Meldepflicht unterliege und nicht immer diagnostiziert werde, weil sie nicht immer voll ausbricht. Es gebe jedenfalls mehr Fälle als etwa Malaria.

(APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

2 Kommentare
Gast: zjrjj
07.09.2012 19:06
0 0

khgfd

und daran ist die eu, vor allem die deutschen, schuld wegen der fehlenden medikamente, wann kommt dieser vorwuf

Re: khgfd

sie. rauchen gar nicht so blöd schreiben, denn es kann wirklich o sein