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Vierfachmord in Frankreich: Alle Schüsse aus einer Waffe

10.09.2012 | 16:08 |   (DiePresse.com)

Ermittlungsergebnisse legen nahe, dass ein Einzeltäter die britische Familie in Frankreich getötet hat. Die wichtigste Zeugin ist aus dem Koma erwacht.

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Nach dem Vierfachmord im französischen Annecy sind am Montag beim Haus der Opfer-Familie in England Bombenexperten angerückt. Die Gebäude rund um das Einfamilienhaus im Ort Claygate in der Grafschaft Surrey wurden vorübergehend evakuiert. Grund waren Sorgen um Substanzen, die bei der Durchsuchung des Hauses gefunden wurden. Am Nachmittag gab es jedoch Entwarnung: Die Substanzen haben sich als ungefährlich erwiesen.

Britische und französische Ermittler versuchen unterdessen weiterhin fieberhaft, die Hintergründe des mysteriösen Mordfalles zu klären. Die sieben Jahre alte Tochter der getöteten Familie ist am Sonntag aus dem Koma erwacht, sie dürfte die einzige Zeugin des Verbrechens sein, bei dem ihre Eltern und ihre Großmutter erschossen wurden.

Mittlerweile ist klar, dass die Tat mit nur einer Waffe verübt worden ist. Das verlautete am Montag aus Ermittlerkreisen, nachdem Spezialisten der französischen Polizei die rund 25 am Tatort gefundenen Patronenhülsen und die Kugeln untersucht hatten, mit denen die Opfer getötet wurden. Abgegeben wurden die Schüsse aus einer Automatikpistole vom Kaliber 7,65 Millimeter. Wegen der Vielzahl der abgegebenen Schüsse hatten die Ermittler zunächst vermutet, dass mehrere Waffen benutzt worden seien. Dass offenbar nur ein Täter schoss, lässt die Hypothese eines Profikillers noch wahrscheinlicher erscheinen. Die französischen Ermittler schließen nach eigenen Angaben einen Auftragsmord ebenso wenig aus wie einen Raubmord oder die Tat eines Psychopathen.

Siebenjährige aus Koma erwacht

Die siebenjährige Tochter der Ermordeten ist am Sonntag aus dem künstlichen Koma geholt worden. Das Mädchen stehe noch unter dem Einfluss von Medikamenten und könne daher noch nicht befragt werden, teilte der ermittelnde Staatsanwalt Eric Maillaud mit.

Die Siebenjährige gilt als wichtigste Zeugin des Vierfachmordes. Sie hatte die Bluttat trotz Schädelfrakturen und einem Schuss in die Schulter überlebt und könnte daher den oder die Täter gesehen haben und sie wiedererkennen. Auf Befragungen von Kindern spezialisierte Ermittler sollen die Kleine bald vernehmen.

Vierjährige wieder in England

Die vier Jahre alte Schwester des Mädchens traf unterdessen am Sonntag wieder in England ein. Sie überlebte unverletzt, weil sie sich unter der Leiche der Mutter versteckt hatte.

Auch die Identität der bei dem Vierfachmord getöteten älteren Frau ist nun geklärt. Es handle sich wie bereits vermutet um die Großmutter mütterlicherseits der beiden kleinen Mädchen, sagte der Staatsanwalt Maillaud. Die Identität der Frau mit einem schwedischen Pass sei nun mit Hilfe von "in Großbritannien gesammelten Elementen" bestätigt worden.

Die Ermittlungen konzentrierten sich vor allem auf das Haus der Familie im britischen Claygate. Die Suche soll den Beamten helfen, sich ein Bild der Familie zu machen. Es sollten aber keine voreiligen Schlüsse gezogen werden, wonach die Familie sich zu einer Zielscheibe gemacht habe.

Bruder bestreitet Geldstreitigkeiten

Der Bruder des getöteten Mannes wurde am Sonntag den zweiten Tag in Folge befragt. Er könnte möglicherweise Geldstreitigkeiten mit seinem Bruder gehabt haben. Er war jedoch zunächst von sich aus bei der Polizei erschienen, um Informationen zu dem Mord zu bekommen. Geldstreitigkeiten mit seinem Bruder bestritt er.

Brutaler Mord an Familie
Das aus dem Irak stammendes britisches Urlauberpaar, die Mutter der Frau und ein offenbar zufällig vorbeikommender Radfahrer wurden am vergangenen Mittwoch auf einem Waldparkplatz in Ostfrankreich mit je zwei Kopfschüssen ermordet. Die vierjährige Tochter des Paares überlebte unverletzt, weil sie sich im Auto der Familie unter der Leiche ihrer Mutter versteckte. Ihre siebenjährige Schwester erlitt durch heftige Schläge einen Schädelbruch und eine Schussverletzung in der Schulter und lag tagelang im künstlichen Koma.

(APA/AFP)

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6 Kommentare
Gast: Blankensteiner Husar
10.09.2012 17:20
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Woraus soll denn bitte sonst geschossen werden, wenn nicht aus einer Waffe??

Soll etwa aus etwas anderem als einer Waffe geschossen worden sein, vielleicht aus einer Getränkedose, einer Unterhose, einem Autoreifen????????
Braucht man für diese Erkenntnis die Polizei?
Schießen die aus der Hüfte?

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Re: Woraus soll denn bitte sonst geschossen werden, wenn nicht aus einer Waffe??

Man kann aus zwei Waffen schiessen beispielsweise.

Ehre? Mord? Arabriten?

Hat jemand seine staatlichen benefits nicht weitergeleitet?

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es war eine arabische familie

auch wenn sie britische staatsbuergerschaft besitzen. hat es sinn von briten zu sprechen, wenn es ebensogut chinesen oder banglas sein koennten ? Vielleicht 'britische einwandererfamilie'.

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Re: es war eine arabische familie

sagen sie also dass all ihre Vorfahren Österreicher waren?

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Re: Re: es war eine arabische familie

No, eine behmische urgrossmutter gehoert einfach dazu. Ich frage nur wie weit man mit Staatszugehoerigkeit einen kulturkreis umreissen kann. Haette es sinn, etwa eine nach Uganda ausgewanderte urtiroler familie als ugander zu bezeichnen?