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Bulgarien: Unzufriedene Passagiere entführen Zug

11.09.2012 | 15:29 |   (DiePresse.com)

Wegen eines Defekts in einem Vorort von Sofia gestrandet, kapern 450 Leute eine Schnellbahngarnitur, um doch noch nach Hause zu kommen.

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Rund 450 wütende Passagiere haben am Wochenende in Bulgarien einen Zug entführt. Zuvor war eine Regionalbahnverbindung zusammengebrochen, berichteten am Dienstag bulgarische Medien. Die Bahn habe den Vorfall zunächst verschwiegen und ihn erst zugegeben, nachdem in sozialen Netzwerken im Internet Bilder und Videos aufgetaucht waren.

Ein Defekt legte die elektrische Regionalbahn der Hauptstadt Sofia in Richtung Nordwestbulgarien noch in der Vorstadt Ilijanzi lahm. Knapp 450 Passagiere, die wegen des langen Wochenendes rund um den bulgarischen Nationalfeiertag am 6. September unterwegs waren, strandeten auf dem Bahnsteig.

Schnellzug wird zu Regionalzug erpresst

Große Hoffnung auf einen Ersatzzug hatten die Reisenden offenbar nicht. Denn als sich ein Schnellzug näherte, sprangen mehrere Passagiere auf die Gleise und zwangen den Lokführer zu stoppen. Andere Wartende stürmten den Zug und brachten die Schaffner durch Drohungen dazu, die Türen zu öffnen. Dann pressten sich hunderte Menschen in die Waggons. Um einem weiteren "Aufstand" vorzubeugen, entschieden die Bahnverantwortlichen, den Schnellzug als Regionalverbindung zu nützen und verordneten dem Lokführer, in allen 27 Stationen zu halten.

Die Bahn bestätigte nunmehr, dass von 35 Elektrozügen, die in den 1970er Jahren in Russland produziert worden waren, nur noch neun einsatzfähig sind. Für neue Züge fehle das Geld, sagte ein Sprecher dem TV-Sender "bTV".

(APA)

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10 Kommentare
Gast: kritischer leser
12.09.2012 10:54
0 0

Entführter Zug

Wenn die ÖBB weiterhin so mies funktionieren,
könnte ihnen das auch bald passieren; und die Wr. Linien nicht zu vergessen, wenn wieder einmal U-Bahnzüge aufgrund schlechter Wartung zwischen den Stationen den Geist aufgeben.

Gast: Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!
12.09.2012 01:37
0 0

Ist Bulgarien...

..in Europa???
be.es: man stelle sich vor, dort wären schon die Strohsäcke in Betrieb gewesen;-)

Gast: gost544
11.09.2012 22:48
1 0

das wäre bei der öbb auch hin und wieder angebracht


11 0

ich finde es

einfach nur originell

Gast: M. Wolf
11.09.2012 16:24
2 1

brachten die Schaffner durch Drohungen dazu, die Türen zu öffnen.

Bahnfahren in Bulgarien ist reizvoll,
die Strecken sind ja noch osmanisch,
auf längeren Distanzen kommt dann ein Samowar angerollt.
Und die Fahrgäste tragen ihre Schusswaffen offen.
.

Re: brachten die Schaffner durch Drohungen dazu, die Türen zu öffnen.

Lieber Herr Wolf, in Bulgarien gelten strenge Waffengesetze fuer den Durchschnittsbuerger (jedoch nicht fuer Mafiabosse), denn Sie koennen sich schon vorstellen wie die Bulgaren ihre Wutgegen das politische Etablissement im Lande ausdruecken wuerden, wuerden sie ueber Waffen verfuegen. Und wuetend sind die- der Artikel ist ein eindeutiger Beweis dafuer.

Antworten Antworten Gast: ach ja
11.09.2012 19:41
2 1

Re: Re: brachten die Schaffner durch Drohungen dazu, die Türen zu öffnen.

... und warum meinen Sie wurde überall - auch in Bulgarien - die Wehrpflicht abgeschafft? Warum wurden all diese Länder in die NATO gepresst? Doch nicht eines äußeren Feindes wegen der nirgendwo weit und breit in Sicht ist! Bulgarien ist nur von NATO-Staaten umgeben!

Der einzige Grund dafür ist, dass die eigene Bevölkerung dieser Länder daran gehindert werden soll mit der Schmarotzerkaste ihrer Länder abzurechnen. Jedes Aufbegehren der eigenen Bevölkerung soll ohne jeden Pardon unterbunden werden ...
Hängen die Leute dieses Gesindel wirklich auf dann haben sie das NATO Berufsmördergesindel im Land wie in Libyen und Syrien. Die morden dann fleißig wie angeordnet ...

Was obergarstig ist: Auch wir in Österreich sind bereits auf dieser Einbahnstraße ins Verderben. Die "Volksabstimmung" über die Wehrpflicht und der Zustand der österreichischen Wehrmacht besagen bereits alles ...

Gast: Blankensteiner Husar
11.09.2012 16:19
2 1

Hochaktuell! Kam die Info mit der Schneckenpost?

Oder hat ein bulgarischer Gastarbeiterjournalist in der Presse die Lokalzeitung mitgebracht?

Gast: xxxx
11.09.2012 16:13
2 4

Als ob es in Österreich viel besser wäre!

Nur hat man in Österreich halt die Kronenzeitung und den Werner mit den Inseraterln!

Re: Als ob es in Österreich viel besser wäre!

die Presse mischt sich langsam unters kroneniveau..

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