Beim Absturz eines Passagierflugzeugs auf der russischen Pazifikhalbinsel Kamtschatka sind mindestens zehn Menschen getötet und vier weitere schwer verletzt worden. Auch ein vierjähriges Mädchen war unter den Toten. Ein 13-jähriger Bub wurde notoperiert und lag im Koma, teilte das Zivilschutzministerium der Agentur Interfax zufolge am Mittwoch mit.
Die Propellermaschine vom Typ Antonow An-28 (Nato-Code: Cash) sei beim Landeanflug auf das Dorf Palana im Nordwesten Kamtschatkas vermutlich wegen eines Motorschadens an einem Berg zerschellt. Die Ermittler schlossen aber zunächst auch schlechtes Wetter oder menschliches Versagen nicht als Unglücksursache aus. Die Trümmer seien über ein weites Gebiet zerstreut. Das Flugzeug mit zwölf Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord war von der Regionshauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski gestartet.
Schwer erreichbare Stelle
Wegen schlechten Wetters und des unwegsamen Geländes konnten Rettungskräfte die Unglücksstelle nur schwer erreichen. Die vier Verletzten - alle waren Passagiere - wurden per Hubschrauber in ein Krankenhaus in die zehn Kilometer entfernte Siedlung Palana gebracht.
Die Behörden kündigten für diesen Donnerstag einen Tag der Trauer in der Region etwa 6500 Kilometer östlich von Moskau an. Die Familien der Opfer sollen umgerechnet jeweils rund 5000 Euro Schmerzensgeld erhalten.
Auf der für ihre malerische Landschaft mit Vulkanen und Geysiren bekannten Halbinsel gibt es kaum Fernstraßen und keine Gleise. Kleine Flugzeuge und Hubschrauber sind deshalb das gängige Transportmittel.
(APA/dpa)
Der American Dream platzt an der Grenze
Liu Bolin Der ''unsichtbare Künstler''
WienDie Votivkirche, eine ewige Baustelle
SpeiseplanErobern Würmer die Teller Europas?