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Vierfachmord in Frankreich: Mädchen sah nur einen Täter

14.09.2012 | 19:20 |   (DiePresse.com)

Die Siebenjährige, die zurück nach Großbritannien gebracht, wurde, hat nur "einen Bösen" gesehen. Das verlautete aus Ermittlerkreisen.

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Nach dem rätselhaften Vierfachmord in Ostfrankreich verdichten sich die Hinweise auf einen Einzeltäter. Das bei dem Blutbad schwer verletzte Mädchen gab an, nur einen Täter gesehen zu haben, wie am Freitag aus Ermittlerkreisen verlautete. Sie habe "einen Bösen" gesehen, sagte Zainab al-Hilli demnach, bevor sie am Freitag in ihr Heimatland Großbritannien zurückgebracht wurde.

Zainab war bei dem Vierfachmord auf einem Waldparkplatz nahe der ostfranzösischen Ortschaft Chevaline am 5. September durch brutale Schläge auf den Kopf und einen Schuss in die Schulter lebensgefährlich verletzt worden. Die Siebenjährige musste zwischenzeitlich in ein künstliches Koma versetzt und zweimal operiert werden. Ihre aus dem Irak stammenden britischen Eltern, ihre Großmutter und ein offenbar zufällig vorbeikommender französischer Radfahrer wurden erschossen.

Einzeltätertheorie erhärtet

Die Ermittler hatten wegen der Vielzahl der abgefeuerten Schüsse - am Tatort wurden 25 Patronenhülsen gefunden - zunächst vermutet, dass mehrere Täter schossen. Dann wurde klar, dass alle Schüsse aus nur einer Waffe abgegeben wurden.

Die Befragung des Mädchens war mit Spannung erwartet worden - sie ist aller Wahrscheinlichkeit nach die einzige Zeugin der Tat. Noch am Mittwoch hatte der ermittelnde Staatsanwalt von Annecy, Eric Maillaud, gesagt, das Mädchen sei noch nicht befragt worden. Es müsse noch das Einverständnis der Ärzte abgewartet werden. Am Freitag dann wurde Zainab überraschend nach Großbritannien gebracht, wo die Familie wohnte, ohne dass bekannt gegeben wurde, ob sie vorher befragt werden konnte.

Unverletzte Schwester hatte nichts gesehen

Zainabs vierjährige Schwester Zeena, die den Vierfachmord unverletzt überlebt hatte, war bereits am vergangenen Wochenende nach Großbritannien gebracht worden. Sie konnte den Ermittlern nicht weiterhelfen, weil sie während der Bluttat zwar Schreie gehört, aber nichts gesehen hatte. Sie hatte sich in dem Auto ihrer Eltern stundenlang unter der Leiche ihrer Mutter versteckt.

Die Hintergründe der Tat sind noch vollkommen unklar. Die Ermittler gehen aber offenbar davon aus, dass der Familienvater Saad al-Hilli zum Ziel des Angriffs wurde. Mögliche Pisten sind laut den Ermittlern sein Beruf als Ingenieur im sensiblen Luft- und Raumfahrtsektor, seine irakische Herkunft und ein möglicher Geldstreit mit seinem Bruder, den dieser aber abstreitet.

Eine weitere Hypothese, wonach der Mord nicht mit dem Familienvater, sondern mit seiner ebenfalls ermordeten Schwiegermutter zusammenhängen könnte, wurde am Freitag von Ermittlern verworfen. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass der Sohn der ermordeten 74 Jahre alten Suhaila al-Allaf psychische Probleme hat und seine Eltern, mit denen er in der schwedischen Hauptstadt Stockholm zusammenlebte, über Jahre hinweg bedrohte und schlug. Zum Zeitpunkt der Morde war er aber in einem britischen Krankenhaus, wie am Freitag aus französischen Ermittlerkreisen verlautete.

(APA/AFP)

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4 Kommentare

"Sie hatte sich in dem Auto ihrer Eltern stundenlang unter der Leiche ihrer Mutter versteckt"

diese Tatsache bricht mir das Herz! mein Mitgefühl gilt den beide Mädchen!
ich wüsste nicht, was ich mit so einem Menschen der zu etwas fähig ist, machen würde! auf jeden fall sehr Böses!

Gast: ach ja
14.09.2012 22:21
3 2

die Geister die ich rief ...

Länder wie z.B. England und Frankreich haben generationenlang Kolonialreiche ausgebeutet. Im Zuge der Liquidation dieser Kolonialreiche und als Nachwirkung davon kamen Millionen von Menschen die - sehr höflich formuliert - von uns Europäern sehr verschieden sind. Eine echte "Integration" dieser Menschen in die europäischen Gesellschaften erwarten nur Träumer oder Leute die so was anderen "verkaufen" möchten. Mir diesen Phänomenen sind große Probleme verbunden. An sich ist es gut, dass diese Räuber- und Verbrecherstaaten die viele Generationen von anderen Kulturen schmarotzten jetzt anscheinend dafür Rechnungen präsentiert bekommen. Man fragt sich nur warum wir da auch mitbezahlen sollen ...

Bei allem Mitleid mit der betroffenen Familie kommt dennoch ein denkender europäischer Mensch nicht umhin derartige Betrachtungen anzustellen ...

Gast: Wasserlaeufer
14.09.2012 20:02
1 2

Vielleicht war doch der Radfahrer

das Ziel des Anschlags und die
Familie ist nur dazwischen gekommen.

Was weiss man?

Re: Vielleicht war doch der Radfahrer

So abwegig ist der Gedanke nicht!
Mittlerweile sollte die Polizei aber die Reihenfolge der abgegebenen Schüsse schon herausgefunden haben.